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Die Taufe

Kindertaufe

Ein Kind wird getauft (c) AfÖ

Du gehörst dazu

Ein kleiner Mensch wird getauft, weil wir spüren: Dass es Dich gibt, das ist nicht selbstverständlich – es ist ein Wunder! Du kommst durch Deine Eltern zur Welt. Doch der tiefere Grund für Dein Dasein ist, dass Gott Dich gewollt hat! Die Dankbarkeit für die Geburt, das Staunen über das neue Leben finden Ausdruck in der Taufe. Von Anfang an soll über diesem Leben gesagt sein: Du gehörst zu Gott, Du gehst nicht verloren, Du bist gesegnet - ganz unabhängig von Deiner Leistungsfähigkeit. Einfach, weil es Dich gibt. Wenn Kinder im Kindergarten- oder Schulalter getauft werden, werden neben den Eltern auch sie selbst gefragt, ob sie getauft werden wollen. Mit dem Ja zu ihrer Taufe drücken sie ihr Gottvertrauen aus.

Mutter, Vater, Eltern gemeinsam - und auch die Paten begleiten das Kind

Natürlich kann ein kleines Kind sich noch nicht selbst für den christlichen Glauben entscheiden. Erst später, bei der Konfirmation, wird dieser Mensch möglicherweise ein eigenes „Ja“ zum Weg im Glauben sprechen. Diese Bejahung ist das bewusste Einstimmen in das Ja-Wort Gottes zum eigenen Leben.

Kirchenmitgliedschaft der Eltern

In der Regel wird erwartet, dass Eltern, die ihr Kind zur Taufe bringen, selber Mitglied einer christlichen Kirche sind. Denn sie sollen in der Taufe ihr Kind als gute Gabe Gottes annehmen und das Ihre dazu tun, dass ihr Kind christlich erzogen wird. Es gibt manchmal nachvollziehbare Gründe, warum ein Elternteil nicht Kirchenmitglied ist und auch nicht gleich werden möchte. Deshalb haben Pastorinnen und Pastoren einen Ermessensspielraum: Sie können der Taufe dennoch zustimmen. Am besten ist es, mit Ihrer Pastorin | Ihrem Pastor darüber zu sprechen.

Patenamt - ein kirchliches Amt

Beim Aufwachsen begleiten

Üblicherweise haben Kinder bei der Taufe einen oder zwei Paten. Patinnen und Paten begleiten das Kind nach der Taufe, erzählen vom Glauben und Leben und unterstützen die Eltern dabei, dass in dem Kind der christliche Glaube wachsen kann. Dafür wird auch die Kirchengemeinde Gelegenheiten anbieten: mit besonderen Kinder- und Familiengottesdiensten im Kirchenjahr. Es gibt zum Beispiel Gottesdienste zur Einschulung, den Laternenumzug zu Sankt Martin und Weihnachtsgottesdienste. Und es gibt Kinderbibelwochen, Familiennachmittage und -freizeiten.

Nicht nur der Geburtstag, auch der Tauftag ist eine Chance, etwas mit dem Patenkind zu unternehmen. Nicht immer leben die Paten in der Nähe des Patenkindes. Aber auch, wenn man sich nicht so oft sieht, kann man sich verbunden fühlen, zum Beispiel wenn man für sein Patenkind betet.

Taufgespräch (c) AfÖ

Das Patenamt ist ein kirchliches Amt. Deshalb wird es in den Kirchenbüchern eingetragen. Nur Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirche und Mitglieder einer anderen christlichen Kirche (in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen: ACK) können Patin oder Pate werden. Dies bescheinigt der Patenschein, den das zuständige Gemeindebüro ausstellt und auf Wunsch zuschickt. Die Patenbescheinigung muss bei der Taufe vorliegen. Wer getauft und konfirmiert ist kann Patin oder Pate werden - und auch, wer sich nach dem Konfirmationsalter hat taufen lassen.

Häufig wählen Eltern die Patinnen und Paten aus mit der Vorstellung, dass diese für ihr Kind sorgen, wenn den Eltern etwas zustoßen sollte. In einem solchen Fall sind Paten aber nicht automatisch Vormund. Das wird nötigenfalls durch ein Vormundschaftsgericht geregelt. Wenn Sie selbst keine geeigneten Paten für Ihr Kind finden, ist es auch möglich, aus der Kirchengemeinde heraus Paten zu benennen. Geht auch das trotz intensiver Suche nicht, soll die Taufe deswegen nicht aufgeschoben werden. Auch eine Taufe ohne Paten ist möglich.

Taufzeuge werden - Wenn Angehörige oder Freunde keine Paten werden wollen oder können

In manchen Familien gibt es den Wunsch, neben Patinnen oder Paten auch Freunde oder Bekannte der Familie an der Taufe teilhaben zu lassen, die nicht Pate werden können oder wollen. In einigen Regionen werden sie Taufzeugen genannt. Es ist gut, wenn viele Menschen sich mitverantwortlich fühlen für das Aufwachsen Ihres Kindes. Taufzeugen haben zwar kein kirchliches Amt, das in Kirchenbücher eingetragen und beurkundet wird, sind aber bei der Taufe herzlich willkommen.