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Copyright: Olaf Malzahn

Dreiklang 2016 - das Chorfest der Nordkirche 

 

Dankbar schauen wir auf drei unvergessliche Tage in Lübeck.

Alle Fotos des Chorfestes können Sie noch bis zum 31. August auf Nachfrage über info@chorfest-dreiklang.de erhalten.

 

 

 

Pressemitteilung 19.07.2016

Drei Tage lang Musik, Musik, Musik

Nordkirchen-Chorfest „Dreiklang“ berührte die Herzen in der Hansestadt Lübeck

Sie steht gar nicht gern im Mittelpunkt, aber zum Abschluss musste es mal sein: Über ein Jahr lang hatte Projektkoordinatorin Ulrike Kebschull das dreitägige Nordkirchen-Chorfest „Dreiklang“ vorbereitet, nun zum Abschluss gab es am Nachmittag musikalische Blumen. 1600 Sängerinnen und Sänger füllten beim Abschlusskonzert das Kirchenschiff von St. Marien zu Lübeck mit ihrem Gesang als Dankeschön für drei perfekt organisierte Tage. Sogar das Wetter hatte meistens gehalten, und bei kurzen Regenschauern wurde einfach munter weitermusiziert. Mit 30 Gottesdiensten im gesamten Lübecker Stadtgebiet hatte am Sonntag (17. Juli) der dritte und letzte Tag des Chorfestes "Dreiklang" begonnen. Alle vier Bischöfe und die Bischöfin der Nordkirche hielten Predigten. In den Gottesdiensten wurde für die Opfer und Betroffenen von Anschlägen, Krieg und anderen gewaltsamen Auseinandersetzungen gebetet, für Verletzte, Trauernde und Helfer sowie für die Überwindung von Hass und Gewalt. Und überall wurde gesungen, gesungen, gesungen.

Bereits beim Eröffnungskonzert war die Kirche bis zum letzten Platz gefüllt. „Musik aus dem Wort“, lautete die Überschrift, es erklangen Werke der ersten nachreformatorischen Kantorengeneration, begleitet von alten Instrumenten. Der Chor hatte sich zusammengefunden aus Kantorinnen und Kantoren aus dem gesamten Bereich der Nordkirche. Da zentrales Erbe der Reformation der Gemeindegesang war, wurde die Gemeinde mit einbezogen und sang an drei Stellen mit. Beim musikalischen Auftakt am kommenden Tag auf dem Marktplatz zeigte sich, wie bunt gemischt das Chorfest war. Da saßen erfahrene Sänger aus Mecklenburg neben ganz jungen Stimmen von der Nordseeküste, Gospelliebhaber trafen auf Fans alter Choräle.

Viele waren schon beim ersten Chorfest Dreiklang in Greifswald im Jahr 2012 dabei gewesen. „Ich erinnere mich gerne an das erste Chorfest der Nordkirche 2012 in Greifswald“, sagte Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern mit Sitz in Greifswald. „Wir Pommern haben uns damals sehr gefreut, dass das erste große Fest der gerade gegründeten Nordkirche bei uns stattfand. Wir brauchen solche Begegnungen mit gemeinsamem Singen, mit guten Gesprächen und Andachten, um uns kennenzulernen mit unseren unterschiedlichen Traditionen und Geschichten. Deshalb freue ich mich sehr, dass heute in Lübeck das zweite Chorfest der Nordkirche gefeiert wird und ich wieder dabei sein kann. Musik ist eine Sprache, die mit dem Herzen gesprochen wird. Es ist wunderbar, wenn wir gemeinsam in dieser Sprache Gott loben."

Nach der Eröffnung führten die Pfadfinder die Teilnehmer zu den 25 Workshops, die im ganzen Lübecker Stadtgebiet angeboten wurden. Drei Stunden lang wurde dort zu allen Gebieten gearbeitet, die die kirchliche Chormusik zu bieten hat. Romantische Chormusik oder Volkslieder, Englische Anthems oder Synagogalmusik, Gregorianik oder Chorimprovisation – für jeden Geschmack war etwas dabei. „Besonders beliebt waren die Workshops Gospel und Pop in der Musikhochschule, Skandinavische Chormusik in Herz Jesu und Moving Humor – heitere Chormusik und Bewegung in der Aula des Katharineums“, berichtet Ulrike Kebschull. Wer nicht singen mochte, konnte sich bei einer klingenden Museumsführung durch die Lübecker Museen führen lassen. „Die ganze Stadt ist erfüllt von Klängen“, schwärmte Präses Dr. Andreas Tietze. Chormusik sei ein inklusiver integrativer Faktor, der „in seiner Bedeutung gar nicht überschätzt werden kann.“ Und auch als gesellschaftsgestaltende Kraft spiele die Chormusik eine wichtige Rolle. „Welche Kraft steckt in einem Lied wie beispielsweise „Sonne der Gerechtigkeit“, das bei diesem Chorfest oft gesungen wurde“, sagte Landesbischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender der Ersten Kirchenleitung der Nordkirche.

Ein Höhepunkt war das erste Jugendchortreffen im Dom zu Lübeck. Der ehrwürdige, wunderschöne alte Kirchenraum mit seiner inspirierenden Atmospäre gehörte für eineinhalb Tage der Generation U20. Beim Konzert des Norkirchen-Jugendchores unter der Leitung von LKMD Frank Dittmer und KMD Katja Kanowski war der Dom bis zum letzten Platz gefüllt. Das schöne Programm mit alter und neuer, rhythmisch-mitreißender und ruhig-meditativer Musik berührte die Herzen. „Einer der schönsten Momente: Nach dem Taizé-Gottesdienst am Abend haben Jugendliche und einige Erwachsene noch bis nach Mitternacht einfach weitergesungen“, schwärmte Dompastor Martin Klatt.

Text: Katja Launer

Copyright: Olaf Malzahn

"Singen ist eine Hoffnungssprache, die die Welt braucht"

17.07.2016 

Mit 30 Gottesdiensten im gesamten Lübecker Stadtgebiet hat Sonntag (17. Juli) der dritte und letzte Tag des diesjährigen Chorfestes "Dreiklang" der Nordkirche begonnen. Alle vier Bischöfe und die Bischöfin der Nordkirche hielten Predigten.

In den Gottesdiensten wurde für die Opfer und Betroffenen von Anschlägen, Krieg und anderen gewaltsamen Auseinandersetzungen gebetet, für Verletzte, Trauernde und Helfer sowie für die Überwindung von Hass und Gewalt.

Landesbischof Gerhard Ulrich predigte in St. Lorenz, Bischof Dr. Andreas von Maltzahn in St. Marien sowie Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit in Luther-Melanchthon. In St. Aegidien hielt Bischof Gothart Magaard die Predigt und in der Fischerkirche St. Andreas in Lübeck-Schlutup Bischöfin Kirsten Fehrs.

Landesbischof Ulrich: "Kirche - das ist eine große, vielfältige Gemeinschaft, die trägt" Landesbischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender der Ersten Kirchenleitung der Nordkirche, sagte in seiner Predigt: "Viele spüren ganz lebendig Gottes Gegenwart: in ihren musikalischen Erfahrungen und in den Begegnungen in diesen drei klingenden Lübecker Tagen. Spüren Freude am Lebens-Klang des Glaubens. Erleben Mut zur Offenheit sich selbst gegenüber: für das, was wir im Leben wirklich brauchen, worauf wir bauen, woran unser Herz wirklich hängen kann - damit wir getragen sind und von guten Mächten wunderbar geborgen. Damit wir unsere Offenheit für andere entdecken, für die gemeinsame Suche nach dem, was unser Leben schön macht und ihm Sinn verleiht. Das macht die Herzen weit und lässt uns erfahren: Kirche - das ist eine große, vielfältige Gemeinschaft, die trägt."

Bischof von Maltzahn: "Musik baut Brücken" Dr. Andreas von Maltzahn, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern mit Sitz in Schwerin, sagte in seiner Predigt: "Musik baut Brücken, den Urgrund allen Lebens neu für sich zu entdecken. Denn die Musik hat die Kraft, mich über mich selbst hinauszuführen - hin zu dem Horizont der großen Menschheitsfragen: 'Warum ist überhaupt etwas und nicht nichts? Worin liegt der Sinn unseres Lebens? Wie werden wir unserer Bestimmung gerecht?'

Wo wir diesen Fragen nachgehen, gewinnt unser Leben Tiefe und Weite, und wir werden möglicherweise überrascht entdecken, dass Gott uns näher ist als gedacht. Wenn unsere Herzen gestimmt sind durch das Musizieren oder durch das Erleben großer Musik, dann werden wir achtsam sein für das Leben um uns herum. Wir werden achthaben auf die, deren Notlage nur selten noch mediale Aufmerksamkeit erregt."

Bischöfin Fehrs: "Singen ist eine Hoffnungssprache, die die Welt braucht" Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, sagte in ihrer Predigt: "Das Chorfest zeigt eine tragende Gemeinschaft der Singenden, die viel mehr ist als ein Zusammenklang von Stimmen. Es erklingt eine eigene Sprache des Glaubens. Singen ist eine Hoffnungssprache, die die Welt braucht. Weil sie über das hinaussingt, was jetzt ist. Sie ist aufrichtig, voller Ehrlichkeit, Tiefe und Glauben, dass es gut werden wird.

Singen kommt aus dem Herzen und verbindet uns mit dieser Dimension, die wir nicht im Griff haben und auch gar nicht haben müssen. Die Sängerinnen und Sänger geben 'Frau Musica', wie Luther sie nannte, Stimme. Sie schenken den Gemeinden unzählige Stunden aufregender und aufwühlender, aber auch leiser und beruhigender Musik." Bischof Magaard: Gegen die schrillen Klänge von Hass und Feindschaft ansingen Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, sagte in seiner Predigt: "Vielstimmig singen wir heute und insgesamt bei unserem Nordkirchen-Chorfest 'Dreiklang' von Gott.

Wir dürfen um Gottes Willen die Botschaft seiner frei- und frohmachenden Gnade nicht verschweigen und müssen das Licht unserer Begabungen, unserer Begeisterung für Gottes Sache leuchten lassen. Das ist auch an der Zeit, denn auf unserem Kontinent sind wieder die schrillen Klänge von Hass und Feindschaft zu hören - von denen wir hofften, dass sie überwunden wären. Wir müssen dagegen ansingen, und wir werden auf die Liebe Gottes nur mit Gastfreundschaft, mit Großzügigkeit und eben auch mit Musik in dieser Welt antworten können."

Bischof Abromeit: "Wir brauchen solche Begegnungen mit gemeinsamem Singen" Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern mit Sitz in Greifswald, sagte in seiner Predigt: "Ich erinnere mich gerne an das erste Chorfest der Nordkirche 2012 in Greifswald. Wir Pommern haben uns damals sehr gefreut, dass das erste große Fest der gerade gegründeten Nordkirche bei uns stattfand.

Wir brauchen solche Begegnungen mit gemeinsamem Singen, mit guten Gesprächen und Andachten, um uns kennenzulernen mit unseren unterschiedlichen Traditionen und Geschichten. Deshalb freue ich mich sehr, dass heute in Lübeck das zweite Chorfest der Nordkirche gefeiert wird und ich wieder dabei sein kann. Musik ist eine Sprache, die mit dem Herzen gesprochen wird. Es ist wunderbar, wenn wir gemeinsam in dieser Sprache Gott loben." Quelle: Nordkirche

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Erstes Jugendchortreffen der Nordkirche im Dom zu Lübeck



Ein besonderer Akzent war bei diesem Chorfest das Jugendchortreffen. Ungefähr zweihundert jugendliche Sängerinnnen und Sänger aus vielen Chören aller Teile der Nordkirche waren im Lübecker Dom zusammengekommen, um unter der Leitung von LKMD Frank Dittmer und KMD Katja Kanowski ein buntes und abwechslungsreiches Programm zu proben und in einem Konzert am späten Nachmittag zu präsentieren. Überwältigend für alle - Chöre, Chorleiter und die den Dom bis auf den letzten Platz ausfüllenden Zuhörer - war zu erleben, mit welcher Begeisterung und Klangschönheit die jungen Menschen dieses anspruchsvolle Programm bewältigten und wie lustvoll sie es darboten. Abgerundet wurde das Jugendchortreffen durch ein von Dompastor Martin Klatt angeleitetes Taizé-Nachtgebet, nach dem die Jugendlichen gar nicht mehr aufhören wollten zu singen, und am Sonntag dann durch einen klangvollen musikalischen Gottesdienst im Dom und die Auftritte beim Bühnenprogramm auf dem Markt und bei der Abschlussveranstaltung in der Marienkirche. Die Johanniter und Pfadfinder betreuten und versorgten die Jugendlichen an diesem Wochenende auf das Beste, und so fuhren alle Beteiligten nach einem im wahrsten Sinne des Wortes klingend beschwingten und inspirierenden Wochenende fröhlich singend nach Hause. Der Wunsch nach weiteren Jugendchortreffen wurde mehr als einmal laut!

Programm und Literaturliste

Programm Jugendchortreffen (pdf)

Literaturliste Jugendchortreffen (pdf)

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Das Chorheft

Das Chorheft zum Fest ist eine Sammlung an Chorsätzen und Liedern, die 3.000 Sängerinnen und Sänger an einem Wochenende durch Musik miteinander verbindet.

Vom Kanon zum Mitsingen über dreistimmige Chorsätze bis hin zur doppelchörigen Motette wird jeder Chor sein Lied finden. Und das kann auch noch lange nach dem Chorfest in Gottesdiensten, regionalen Chorfesten, Konzerten oder auf Reisen gesungen werden. „Dreiklang” darf nachklingen.

Bestellungen: info@chorfest-dreiklang.de

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Verantwortlich für das Chorfest: Kirchenmusik der Nordkirche

Frank Dittmer und Hans-Jürgen Wulf 
Landeskirchenmusikdirektoren der Nordkirche

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