Segensworte und Erbauliches - jeden Sonnabend

Wir wünschen Ihnen Zeit zum Kraftschöpfen mit Gottes Segen.

18. Januar 2020

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt so Bibelstellen, die fordern uns heraus. Sie eignen sich nicht zur gemütlichen Verkündigung eines „lieben“ Gottes. Auch ich drücke mich ganz gerne vor ihnen. Fluchworte gehören dazu.

Wie das des Propheten Jeremia: So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm und weicht mit seinem Herzen vom Herrn (Kapitel 17,5). Nun können wir heutigen Christinnen und Christen fragen: Warum denn Fluch?

Wir wollen vom Segen hören, ihn empfangen! Bitte kein Zorn Gottes, bitte kein Fluch! Damit werden wir aber weder dem biblischen Zeugnis gerecht, noch unserer alltäglichen Erfahrung. Jeremia spricht diesen Fluch nicht ins Blaue, sondern in eine konkrete politische Situation: Anfang des 6. Jahrhunderts v. Chr. droht das babylonische Heer, Jerusalem zu zerstören. Israel setzt allein auf Menschen, nämlich auf die Militärmacht Ägypten. Der Prophet verurteilt diese Allianz und geht noch einen radikalen Schritt weiter: Wer sich allein auf Menschen verlässt, ist wie ein Strauch in der Wüste, abgeschnitten vom Strom des Lebens.

Mit diesen Worten macht sich Jeremia keine Freunde. Doch im Nachhinein stellen sie sich als Gottes Stimme heraus. Wir brauchen auch das Fluchwort: Unser Leben ist nicht nur Gesegnet-Sein, sondern auch Schmerz, Scheitern, Versagen, Sterben.

Wie gut aber, dass die Androhung des Fluchs nicht das letzte Wort des Propheten ist! Wie oft in der Bibel ist das folgende Segenswort kräftiger und bunter. Und auch wenn ich das Fluchwort in seiner Wucht ernstnehme: Als in Jesus Christus geliebte Geschöpfe gehören wir zu Gott. Wir bewegen uns in seinem Segensstrom, wenn wir unser Vertrauen auf ihn setzen.

Ein schönes Wochenende wünscht
Ihr Bischof Tilman Jeremias

11. Januar 2020

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Sternsinger waren da! Gestern haben Sie die Außenstelle des Landeskirchenamtes und meine Kanzlei in Schwerin besucht. Sie haben die Geschichte von den drei Weisen auf dem Weg zur Krippe erzählt und besungen. Und dann haben sie feierlich 20*C+M+B+20 über die Tür geschrieben: „Christus Mansionem Benedicat - Christus segne dieses Haus“.

Der Besuch der Schweriner Sternsinger ist ein schönes Zeichen unserer ökumenischen Verbundenheit hier im Norden. Aber nicht nur deshalb habe ich mich über ihren Besuch sehr gefreut. Sondern auch, weil mich beeindruckt, wie engagiert sich die Sternsinger-Kinder für andere Menschen einsetzen.

Denn diese Kinder singen und segnen nicht nur, sondern sammeln auch Spenden. In diesem Jahr für Menschen im Libanon. Dort leben jetzt 1,2 Millionen Kriegs-Flüchtlinge aus Syrien - ein Viertel der Gesamtbevölkerung im Libanon! Die Sternsinger sammeln Geld für Projekte zur Verständigung zwischen Flüchtlingen und Einheimischen, zwischen Christen und Muslimen, um allen, die in Not sind, zu helfen.

So bringen die Sternsinger Segen, sind selbst ein Segen und geben uns die Chance, ein Segen für andere zu sein – mit unseren Spenden für Menschen, die Frieden suchen - im Libanon und weltweit.

Möge geschehen, was das diesjährige biblische Leitwort der Sternsinger sagt:

Wenn die Menschen auf den Wegen des gerechten Gottes gehen, werden sie aus Schwertern Pflugscharen machen, und die Kriege zwischen den Völkern finden ein Ende. (Jes 2,2-5)

Und mögen wir alle das, was in unseren Kräften steht, dazu tun!

Ihre Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt

04. Januar 2020

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswechsel liegen hinter uns – und vor uns ein gerade beginnendes Jahr. Viele Menschen haben in dieser Zeit das Gefühl, etwas verändern zu wollen und Neues zu wagen. Gehören Sie auch zu diesen Menschen? 

Oder eher zu denen, die vor Veränderungen zurückschrecken? Die eigentlich möglichst allen Hindernissen im Leben aus dem Wege gehen würden? Und zugleich erleben, dass es ein Leben, in dem immer alles glatt läuft, einfach nicht gibt?

An der Jahreswende nehme ich mir Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen. Und ich entdecke Highlights und Schweres, Abschiede und Aufbrüche, Gelungenes und Misslungenes. Jede Menge Erinnerungen, Bilder und Erfahrungen.

Immer wieder werden wir herausgefordert, neue Wege zu gehen und Veränderungen zu bewältigen. Veränderung anzunehmen, das bedeutet, sich zu bewegen, aus der „Komfortzone“ herauszukommen. Neues zu entdecken, aber auch Unbequemlichkeiten und Unsicherheit in Kauf zu nehmen. 

„Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“, heißt es im Psalm 18,30. 

Ein wunderbares Bild. Es gibt uns den Mut und die Kraft, unsere inneren und äußeren Mauern aus Angst, Unsicherheit und Bequemlichkeit zu überwinden. Und dabei voll und ganz auf Gott zu vertrauen. 

Mit den besten Wünschen für das Jahr 2020
Ihr Bischof Gothart Magaard

28. Dezember 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

Zwischen den Jahren - Übergangszeit zwischen Altem und Neuen. Das alte Jahr fast vorbei, das neue noch nicht da. Die einen denken darüber nach, was im neuen Jahr anders, besser werden soll. Fassen gute Vorsätze und wollen nicht einfach so weiter machen wie bisher.

Andere spüren die Veränderungen des zu Ende gehenden Jahres: das eigene Älterwerden, neue Verantwortungen oder den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt - vielleicht, weil sie Eltern oder Großeltern geworden sind, vielleicht, weil ein geliebter Mensch nicht mehr das Leben mit ihnen teilt. 

Mir tut es gut, mich in allen Veränderungen, den von mir gewünschten wie den mir widerfahrenen, mich daran zu erinnern, was und wer mir Sicherheit und Stabilität gibt.

Ein Gesangbuchvers fasst das in Worte: „Wer ist hier, der vor dir besteht?/ Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht,/ nur du allein wirst bleiben./ Nur Gottes Jahr währt für und für,/ drum kehre jeden Tag zu dir,/ weil wir im Winde treiben.“ (EG 64,3)

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in allen Veränderungen behütet und gesegnet sein mögen, auf Ihrem Weg von Jahr zu Jahr, auf Ihrem Weg vom Alten zum Neuen:

„Gott, der den Weisen aus dem Morgenland mit einem Stern ihren Weg gezeigt hat, geleite auch dich auf allen Wegen. Gottes Kraft erneuere deine Hoffnung und stärke deine Liebe. Gott führe dich sicher auf dem Weg deiner Lebensreise und schenke dir Frieden - an jedem neuen Tag.“

Ihre Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt

21. Dezember 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

Demonstrationen für besseren Klimaschutz, gegen Rechtsextremismus oder für bessere Arbeitsbedingungen in unserer Landwirtschaft haben uns in diesem Jahr auch in Norddeutschland bewegt. Aber auch die Diskussion um Hetze im Internet, Hasskommentare und Morddrohungen gegen Politiker*innen, gesellschaftlich Engagierte, sogar gegen die junge Frau, die das neue Christkindl in Nürnberg darstellt, haben mich beschäftigt.

Ich bin dankbar, dass sich immer mehr Menschen – einzeln, aber auch organisiert – dafür engagieren, dass wir das Internet als Ort eines halbwegs besonnen Austauschs nicht aufgeben. So hat gerade der Verein #ichbinhier e.V. den deutschen Engagementpreis erhalten. Der Verein setzt sich für eine Versachlichung von Diskussionen ein und klärt über Ursachen von Hassreden und ihre Verbreitung auf. Gemeinsam schreiben die Mitglieder gegen menschenverachtende und rassistische Kommentare an. Ich finde das richtig gut.

Aber auch die Reaktion vieler einzelner Internetnutzer im Fall des angefeindeten „Nürnberger Christkindls“ macht mir Mut. Der „Lovestorm“, mit dem tausende Menschen in kürzester Zeit ihre Solidarität bekundet und freundliche Dinge geschrieben haben, zeigt, dass wir etwas ändern können – für andere und für uns selbst.

„Fürchtet euch nicht“ ruft der Engel den verschreckten Hirten an Heiligabend auf dem dunklen Feld zu. Und die Hirten begreifen, was an der Zeit ist.

Dass auch wir die Worte des Engels hören – und zwar in allen uns verfügbaren Welten, darauf hoffe ich.

Einen gesegneten 4. Advent und ein friedvolles und frohes Weihnachtsfest wünscht Ihnen
Ihr Bischof Gothart Magaard

Weiter Informationen zu dem Verein #ichbinhier unter:
https://www.facebook.com/ichbinhierDerVerein https://www.ichbinhier.eu/

14. Dezember 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

Tochter Zion, freue dich – dieser Adventschoral wurde mir erst in seiner Tiefe bewusst, als ich in der vergangenen Woche in Jerusalem das uralte Zionstor durchschritt. Auf einer gemeinsamen Pilgerreise des Interreligiösen Forums Hamburg.

Vorneweg unser Reiseleiter Landesrabbiner Shlomo Bistritzky, eine Muslima vom Schura-Vorstand samt erwachsenem Sohn, ich als evangelische Bischöfin, Aleviten, ein Buddhist, ein Bahai, ein methodistischer Pastor und noch einige Evangelische. Gemeinsam auf der Suche nach den Quellen unseres Glaubens.

Jerusalem ist imprägniert von über 3.000-jährige Geschichte der verschiedenen Religionen. Der einen Schutt und Asche ist der anderen Hoffnungsgrund. Das erfahren wir an der Klagemauer. Dem Tempelberg. Der Grabeskirche Jesu.

In der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem lässt uns die geballte Konfrontation mit deutscher Schuld stumm werden. 1,5 Millionen Lichtpunkte im Haus der Kinder, wie ein Sternenhimmel. Jeder Stern steht für ein ermordetes Kind. 1,5 Millionen Namen, die dort verlesen werden. In deutsch, englisch, jiddisch.

Als wir wieder draußen stehen und nicht so recht wissen, wohin mit uns, schlägt die muslimische Mitreisende ein Totengebet vor. Sie beginnt, die anderen folgen, nacheinander, jeder und jede in der eigenen religiösen Tradition. Bewegend. Religion ist Ritual, das trägt. Sie ist Sprache, die zusammenhält.

Gerade als wir dort zusammenstehen, spricht uns ein fast 90jähriger Herr an. Er sei Samuel Marder und als 15 jähriger von der Roten Armee aus dem KZ befreit worden. Er emigrierte in die USA, wurde ein berühmter Geiger und spricht erst seit 5 Jahren über das Erlebte, an Schulen und Universitäten. Und er hat ein Buch geschrieben, trägt seine Botschaft in die Welt - für den Glauben an das Gute. Was für eine Begegnung, vor der Gedenkstätte für die ermordeten Kinder jemanden zu treffen, der das als Kind überlebt hat!

Unsere Reise war eine Reise tiefer Begegnungen. Ein gemeinsamer Weg des Friedens. „Tochter Zion, freue dich. Sieh, dein König kommt zu dir.“ In Jerusalem habe ich gespürt: er ist zu allem Volk gesandt. Ich freue mich auf seine Ankunft.

Ihnen wünsche ich von Herzen einen gesegneten Advent.

Ihre Bischöfin Kirsten Fehrs

07. Dezember 2019

Liebe Leserin, lieber Leser, 

mitten in den Parebergen in Tansania steht das Gonja-Hospital. Zu erreichen ist es nur über steile Pisten. Träger des Krankenhauses ist die Pare-Diözese, eine Partnerkirche der Nordkirche, des Kirchenkreises Mecklenburg.

Vor fünfzig Jahres war es einmal modern. Heute bröckelt der Putz, die Betten sind rostig. Es gibt kaum Medikamente. Immer wieder fällt der Strom aus. Dann wird mit Stirnlampe operiert. Aber - oh Wunder – die alte Miele-Waschmaschine von 1926 arbeitet noch zuverlässig.

Und mittendrin Sister Dora. Sie ist die Pflegeleiterin und das Herz des Hauses. Mit den primitivsten Mitteln wird hier allen geholfen: Schwangeren, Verletzten, Kranken. Engagiert und in christlichem Geist. Bevor Brot für die Welt seine Unterstützung zugesagt hat, hat das Hilfswerk untersucht: Braucht es überhaupt dieses Krankenhaus hier, mitten in diesem unwegsamen Gelände? Und siehe da – zehntausende Frauen, Männer und Kinder sind darauf angewiesen.

Jetzt ist das Gonja-Hospital eine Baustelle. Es wird gewerkelt, renoviert, neu gebaut, und der Krankenhausbetrieb läuft weiter. Wir hoffen, nächstes Jahr Wiedereinweihung feiern zu können, dank der Hilfe von Brot für die Welt.

Ein edles Pferd würde wohl niemals die steilen Pfade zum Gonja hinaufkommen. Aber ein Esel. Er geht den Weg der Niedrigkeit. Jesus reitet auf ihm. Kein Heerführer. Ein Helfer! Er stillt den Hunger nach Gerechtigkeit und schickt uns auf den Esel-Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens hinaus zu den Menschen, die weltweit nach Gerechtigkeit hungern. Also lasst uns unsere Kleider ausbreiten und diesem Heiland Hosianna singen.

Einen gesegneten zweiten Advent
Ihr Bischof Tilman Jeremias

Hier können Sie die Arbeit von Brot für die Welt im Bereich "Gesundheit" unterstützen!

30. November 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott, der Herr“ so heißt es beim Propheten Jesaja.

Und in der Tat – es ist also wieder soweit: das neue Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Advent. Und mit der Adventszeit das Warten auf den Heiligen Abend.

„Ich warte nicht, ich hetze“ werden Sie jetzt vielleicht denken. Weihnachtsfeier in der Firma, Punsch trinken mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt, die Familie will auch nicht zu kurz kommen, Geschenke besorgen, Wohnung schmücken, ganz viel Vorbereitung, Erwartung, auch Streit oder Zweifel: wie werden diese Tage wohl werden? Kaum eine Zeit ist so mit Gefühlen aufgeladen wie diese. Kaum eine so geliebt oder abgelehnt, so kommerzialisiert und dennoch so relevant.

Denn im Advent lassen wir uns von der Sehnsucht nach Recht und Gerechtigkeit in dieser Welt in Richtung Stall treiben.

Die Adventszeit ermutigt uns dazu, Jesus nachzufolgen und die unauflöslichen Widersprüchlichkeiten des Lebens aktiv anzunehmen und uns als Teil von ihr selbst zu akzeptieren. Als Glaubende sind wir darin Spezialisten, uns selbst dauernd zu widersprechen:

Als hoffnungslose Fälle leben wir von Hoffnung. Wir warten auf jemanden, der schon da war und noch kommen wird. Wir feiern ein umjubeltes Missverständnis wie den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir träumen als Verstrickte in die Zusammenhänge der Globalisierung davon, Teil der Lösung zu werden. Wir sehen die Fakten und leben nicht vom Brot allein.

„Siehe, es kommt die Zeit“, spricht Gott, der Herr.

Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen 
Ihr Bischof Gothart Magaard

23. November 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesen Tagen ist besonders viel Leben auf den Friedhöfen. Leise, aber doch irgendwie betriebsam bewegen sich mehr Menschen als sonst über frisch geharkte Wege.

Das Grau des Himmels verbündet sich mit dem Dunkel warmer Mäntel, die in gebremstem Tempo vor spätherbstlich-farblos gewordener Kulisse die Grabreihen entlang wandeln. Es könnte neblig sein.

An einigen Gräbern brennen Totenlichter. An anderen ist ein behandschuhter Mensch darum bemüht, Tannengrün zu bändigen. Gleichmäßig muss das Grab bedeckt sein, keine Blumenzwiebel soll erfrieren, keine Pflanze dem Winter zum Opfer fallen. Jemand fegt ein letztes Mal den Grabstein ab. Das Grab ein paar Reihen weiter hat noch keinen Stein. Nur ein Holzkreuz nennt provisorisch den Namen, nicht lange her das Sterbedatum. Der alte Mann steht schon lange davor, beinahe reglos, er merkt nicht, dass er friert.

Ein nassgeweintes Taschentuch hat er verloren, es hängt in der Buchsbaumhecke des Nachbargrabes. Eine Glocke lädt zur Andacht.

Der morgige Sonntag, im kirchlichen Kalender eigentlich als „Ewigkeitssonntag“ eingetragen, hat als „Totensonntag“ seinen festen Platz im Herzen vieler Menschen. Manche nutzen ihn über Jahre und Jahrzehnte, um ihre bleibende Verbundenheit mit denen auszudrücken, die verstorben sind und doch Teil ihres Lebens bleiben.

Für andere ist es die akute Trauer um vor kurzem verstorbene Angehörige, die am Totensonntag besonders schmerzhaft wird. Wobei „vor kurzem“ hier sehr dehnbar ist: Auch Jahre nach dem Tod eines lieben Menschen kann es wehtun, als sei er gestern geschehen. Dann wird der Friedhof manchmal zum Echo der Seele. Er versteht den Schmerz, wenn es so aussieht, als könne ein Mensch ihn nicht mehr verstehen. Das Grau kann trösten. Und das brennende Licht erst recht.

Friedhofskultur verändert sich. Das hat sie schon immer getan, und das darf sie ja auch – wenn sie nur der Hoffnung Ausdruck gibt, dass kein noch so einsamer und trauriger Mensch allein bleibt. Trauer, Schmerz und Tod brauchen „Echoräume“, in denen sie Widerhall finden und langsam, manchmal sehr langsam, ausklingen können.

Denn morgen ist eben nicht nur Totensonntag, sondern auch Ewigkeitssonntag: Das ganze Leben mit all seiner überschwänglichen Freude und seiner untröstlichen Trauer ist aufgehoben in dem Versprechen, dass einst alle Tränen abgewischt werden und es keinen Tod mehr gibt, kein Leid, kein Geschrei und keinen Schmerz.  

Einen gesegneten Sonntag und eine gute letzte Woche im Kirchenjahr wünscht

Ihre Bischöfin Kirsten Fehrs

16. November 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

Richte dich jetzt aus auf Gott. Überlasse dich ihm, so wie du gerade im Moment da bist. Bringe ihm deinen Zorn, deine Friedlosigkeit, deine Unruhe im Herzen. Er allein ist es, der deine Hoffnung nicht enttäuscht. Er kommt dir entgegen. Er will dich gründen und dir festen Stand für deine Füße geben.
 

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen
und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag. (aus Psalm 37)

 

Glaube nicht, du kämpfst allein. Glaube nicht, an dir hänge der Frieden dieser Welt. Vertraue ihm, der dich geschaffen hat. Warte auf ihn. Er hat es dir zugesagt. Du sollst leuchten. So wie die Sonne am Mittag. Doch leuchten kannst du nicht in deinem Aktivismus. Dein Licht kommt aus der Ruhe. Die Welt braucht nicht deine Intervention. Die Welt braucht dein Vertrauen, deine Offenheit, deine Liebe. 

Deine Entscheidungen können Kraft haben, wenn sie aus der Stille kommen, aus dem Vertrauen in Gott. Und aus der Demut. Es hängt nicht an dir. Überlasse dich Gott. Befiehl ihm deine Wege.

Eine gesegnete Zeit
Ihr Bischof Tilman Jeremias

02. November 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Lasst euch versöhnen mit Gott!“ lese ich in einem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth. Paulus schreibt diese Bitte in eine zerstrittene Gemeinde hinein. An eine Kirche, an der man auch leiden kann und die konfliktreich nach ihrer Identität sucht.

Versöhnung ist so ein Traum, der in der Gegenwart gegen viele Erfahrungswerte anzuträumen ist.

Da ist zuerst einmal die Versöhnung der Menschen mit Gott, der ihnen fremd wurde. Manche haben vergessen, dass sie ihn vergessen haben. Andere hadern mit ihm. Wieder andere haben ihn unter den eigenen Zerrbildern vergraben.

Und der Versöhnung mit Gott tritt die Versöhnung mit den Menschen als Traum an die Seite – je mehr Rohheit in die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung einwandert. Je mehr Gewalt wir erleben, motiviert durch Hass auf Anderes, auf Juden, Christen, Muslima, Politikerinnen, Amerikaner, Landwirte, Kreuzfahrer, Autofahrerinnen, Journalisten, ob Mann, Frau oder Diverse, auf unsere Demokratie und auf die Freiheit, vor allem die Freiheit der anderen, desto weiter wird dieser Weg.

Und je mehr in zwischenstaatlichen Beziehungen auf Abschottung gesetzt wird und Brücken zerstört werden, je mehr die soziale Ungleichheit zunimmt, desto mehr brauchen wir die Erinnerung an hoffnungsvolle Aufbrüche zwischen Ost und West.

„Lasst euch versöhnen mit Gott“ ruft Paulus uns zu und gebt euch nicht zufrieden, auch nicht mit euren eigenen Gedanken, Gefühlen, Taten.

Brecht auf im Vertrauen auf den Gott, der die Liebe ist. Dann werdet ihr diese Welt verändern.

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen
Ihr Bischof Gothart Magaard

19. Oktober 2019

Liebe Leserin, liebe Leser,

Freunde waren zu Besuch. Fast ein halbes Jahr haben wir uns nicht gesehen. Es gab also viel zu erzählen und viel zu fragen. Der Abend wollte einfach kein Ende nehmen. Und alles ging so mühelos, als hätten wir uns erst vor ein paar Tagen zum letzten Mal getroffen.

Für mich war das ein kostbarer Abend. Mit Vertrauen und Offenheit füreinander. Mit der Gewissheit: Wir sind füreinander da, stehen uns zur Seite, auch dann, wenn unsere Ansichten und Meinungen zuweilen durchaus konträr sind. Aber ich weiß: ich kann mich fallen lassen, bin geborgen und getragen – einfach so.  

Die Theologin Dorothee Sölle hat das in ihrem Gedicht „Lob der Freundschaft“ so beschrieben:

Freundschaft ist:
verfügbar sein und verfügen,
reden können und nicht reden müssen,
fragen können und nicht verzweifeln, wenn keine Antwort kommt. 

Dieses Lob der Freundschaft erinnert mich an den biblischen Satz „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“ Und ich denke: ja, es ist wichtig, füreinander da zu sein. Ganz persönlich und unmittelbar. An langen Abenden, auf gemeinsamen Spaziergängen, mit einer kurzen liebevollen Nachricht, einer aufmerksamen Nachfrage, und und und…

Vielleicht sind die wieder länger werdenden Abende auch für Sie gute Gelegenheiten, die Freundschaften zu pflegen und zu behüten, die Ihnen kostbar sind. Ich wünsche Ihnen dafür gesegnete Begegnungen!

Ihre
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt

05. Oktober 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

Erntekrone, Kürbisse, Äpfel, Brotlaibe... Wenn an diesem Sonntag in vielen Gottesdiensten Erntedank gefeiert wird, freue ich mich besonders über das Lied: „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf den Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand…“.

Zugleich beschäftigen mich Fragen: Wie kann es gerecht zugehen in unserem Land und unserer Welt? Damit Kinder in diesem reichen Land nicht unter der Armutsgrenze leben müssen. Damit die Menschen in aller Welt Zugang zu sauberem Trinkwasser, zu ausreichend Nahrung und zu Bildung bekomme?

Erntedank: Wir danken Gott für die Gaben der Schöpfung und freuen uns an aller Vielfalt. Und wir danken den Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, die gepflanzt, gegossen und gedüngt, verarbeitet und vermarktet haben. Und wir vergessen nicht die Menschen weltweit, die unter Hunger und Mangelernährung leiden.

So freue ich mich über viele Erntedankgottesdienste in liebevoll geschmückten Kirche und besonders auf den Gottesdienst und die Diskussionen beim  Landeserntedankfest in Schönberg.

Ein gesegnetes Erntedankfest wünsch Ihnen
Ihr Bischof Gothart Magaard

28. Oktober 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Damals ist der Himmel ein Stück aufgegangen“ - so beschreibt Uta Loheit die Zeit vor 30 Jahren. Die Tage, Wochen und Monate der Friedlichen Revolution. Uta Loheit gehörte zu denen, die 1989 erstmals eine Gruppe des Neuen Forums in der DDR offiziell anmeldeten. Beim damaligen Rat des Bezirkes Schwerin.

Vor einigen Tagen habe ich dazu einen beeindruckenden Zeitungsbericht gelesen. „Damals ist der Himmel ein Stück aufgegangen“ - dieser Satz geht mir jetzt nicht mehr aus dem Kopf.

Am 3. Oktober, in wenigen Tagen, feiern wir zum 29. Mal den Tag der Deutschen Einheit. In diesem Jahr richtet das Land Schleswig-Holstein die zentralen Feierlichkeiten aus. In Kiel erwartet alle ein vielfältiges Festprogramm. Zum Auftakt des 3. Oktober feiern wir einen Ökumenischen Gottesdienst in der St. Nikolai-Kirche in Kiel.

Ich freue mich sehr auf diesen Gottesdienst. Er steht unter der Überschrift „Gottes Kraft erneuert“. Ja, die Erneuerung, der mutige Menschen wie Uta Loheit bereits vor 30 Jahren zusammen mit vielen anderen den Weg brachen, die gilt es zu feiern.

Es gilt auch, über die Erneuerung nachzudenken, die wir heute brauchen. Um dann diesem Nachdenken entsprechend zu handeln. Es gibt ja genug zu tun: Im Blick auf die noch offenen Themen der Einheit von Ost und West in unserem Land ebenso wie im Blick auf die weltweiten Herausforderungen von Frieden und Bewahrung unserer Schöpfung.

Gottes Kraft erneuert auch heute, auch uns - darauf vertraue ich.

Gesegnete, fröhliche und friedliche Feiern zum Tag der Deutschen Einheit wünscht

Ihre

Kristina Kühnbaum-Schmidt
Landesbischöfin

21. September 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

gerade hat die Synode der Nordkirche getagt. Es ging um Familienformen, Beziehungsweisen: Vielfalt sehen und fördern – Menschen stärken“. Im Titel bin ich vor allem an dem Wort „Sehen“ hängengeblieben.

Vielfalt sehen. Damit beginnt es. Wahrnehmen, dass es bei anderen anders ist. Und dass es noch nie und nirgendwo einfach und klar und nur harmonisch war, das Beziehungsleben, das Familienleben.

Vielfalt sehen. Wenn ich Vielfalt sehe, dann kann ich sie auch fördern. Dann kann ich versuchen, zu stärken, zu begleiten, und wo nötig, auch zu hinterfragen. Aber Letzteres eben nicht um meiner eigenen Begrenztheiten willen, sondern weil ich hingesehen und wahrgenommen habe.

„Herr, ja du kennst mich genau. Du liebst mich und blickst zu mir hin“ -so heißt es im 139. Psalm.

Den Einzelnen sehen, wie er oder sie ist. Ich selbst möchte auch so angesehen werden.

Eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihr Bischof Gothart Magaard

14. September 2019

Liebe Leserin, liebe Leser,

Herz auf laut. So lautet das Motto der Nacht der Kirchen heute Abend in Hamburg. Herz auf laut. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund, heißt es in der Bibel. Vom Herz in den Mund? Stimmt, denke ich! Manchmal wird Liebe erst real, wenn sie ausgesprochen wird. Liebe, die für sich bleibt, wird sich nicht entfalten und bleibt eine Träumerei.

Für Jesus ist das Herz des Menschen der Mittelpunkt. Aus ihm heraus entsteht die Liebe. Und der Verstand.  Das „Herz“ in der Bibel liebt klug.  Und mit einer unerhörten Leidenschaft!

Und wenn du dich einfach mal davon anstecken lässt? Wenn du mit Herzenslust in die Nachtheiligkeit gehst und sagst: Du bist einzig für mich, Jesus, denn du brennst noch. Ich höre deine Lieder und mein Herz fängt an zu summen. Du veränderst meinen Blick. Wenn du wegschaust, suche ich dich. Dein Feuer wärmt mich. Und: Mit Deiner Hilfe glaube ich an Wahrhaftiges wie Heil werden, lieben, ehrenvoll glauben.

Versteht das heute noch jemand? Ich hoffe es so sehr. Denn Jesu ganzes Leben löst Hoffnung und Mut aus, was ist wichtiger in diesen Zeiten?! Er öffnet  Barrieren. Akzeptiert nicht den Status quo. Will das bessere Leben. Und die Menschen, die sich in seiner Nachfolge engagieren, auch.  Wir können sie treffen mit vielen Ideen in der Nacht der Kirchen für Flüchtlinge, Einsame, Kinder. Da finde ich so viel Kreativität, wovon das Herz überfließt. Und ich merke beim Durchblättern des Programms: Wenn dein Herz laut wird, wenn du aufstehst und dich beschwerst über eine weitere Ungerechtigkeit im Leben, über Sexismus oder Ausgrenzung, dann passiert etwas. Dann bleiben die Opfer nicht im Dunklen und im Schweigen. Auch das zeigen die vielen Christen in Hamburgs Kirchen heute Nacht: Ein lautes Herz kann Abgründe überwinden, Spaltung, sogar Wut. Lassen Sie uns gemeinsam die Resonanz spüren in der Begegnung und in der Vielfalt dessen, was die Kirchen heute Nacht erzählen. Zum  Segen für die Menschen in dieser Stadt.

Ich wünsche Ihnen diese Segenskraft im ganzen Leben, ihre herzhafte Lautstärke, ihre Liebe zwischen den Zeilen.

Ihre Bischöfin Kirsten Fehrs

07. September 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautet das Motto des diesjährigen Tags des Offenen Denkmals, der am 8. September bundesweit und auch in vielen unserer Kirchen begangen wird. Im Schleswiger Dom erwarten wir viele Menschen über den ganzen Tag und bieten Informationen zu den Baumaßnahmen und insbesondere zu der Sanierung der Fenster.

Als „Heterotopien“ werden Kirchen im Anschluss an den französischen Denker Michel Foucault bezeichnet, das heißt als „Anders-Orte“, in denen inmitten von Raum und Zeit eben Anderes an der Zeit ist und Raum hat.

Ich denke, dass es nicht Gott ist, der diese Anders-Orte braucht. Wir sind es, die sie brauchen, auch in der Moderne. Wir brauchen sie mit ihrer Erhabenheit. Mit dem, was uns Staunen lässt. Mit dem Geheimnisvollen. Wir brauchen sie als Resonanzraum von Melodien, als Segensraum oder als Ort der Stille.

Dort, wo Kirchen gebaut, erhalten und neu gestaltet werden, damit sie diesem Geschehen Raum geben und so Gott und den Menschen dienen, ist es richtig, sich engagiert und kreativ für ihre Erhaltung einsetzen – und mein Dank gilt allen, die dies an vielen Orten haupt- oder ehrenamtlich tun. Denn in solchen Räumen werden wir gestärkt für unseren Alltag draußen vor den Kirchentüren, um „Licht der Welt“ und „Salz der Erde“ zu sein.

So lade ich Sie herzlich ein: Kommen Sie am 8. September vorbei und feiern Sie mit, in Schleswig oder vor Ort bei Ihnen!

Das ganze Programm finden Sie hier!

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen
Ihr Bischof Gothart Magaard

31.08.2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Jesus rät zu Gaunereien!“ So würde heute wohl eine Boulevardzeitung die Geschichte bei Lukas 16, 1-9 überschreiben. Skandal! Worum geht es?

Jesus erzählt ein Gleichnis, in dem ein Geschäftsführer seinem Chef Geld unterschlagen hat. Der Chef kommt ihm auf die Schliche, und um seine Haut zu retten, greift der leitende Angestellte zu weiteren Betrügereien. In die verstrickt er dann gleich noch eine Reihe von anderen Leuten. Rügt Jesus dieses Verhalten nun? Wird der Gauner bestraft oder wenigstens verwarnt, wie jeder fromme Sonntagsschulbesucher erwarten darf?

Nein, Jesus durchkreuzt unsere Erwartungen und bringt als Pointe der Geschichte: „Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte.“ Ja, Jesus hat Humor. Hier handelt er wie ein Kabarettist, der tiefe Wahrheiten humorvoll verpackt ausdrückt.

Ich lese diese Geschichte als Bild für das Gericht Gottes, das uns alle erwartet. Wer wird bestehen? Doch wohl die Netten, Anständigen mit den moralisch hochstehenden Standards, oder? Nein, sagt Jesus in dem Gleichnis. Nach menschlichen Maßstäben, nach juristischem Denken könnte niemand vor Gottes Gericht bestehen. Gerettet und erlöst werdet ihr allein durch die Barmherzigkeit Gottes. Deshalb: Seid barmherzig miteinander, seid nachsichtig untereinander und – Humor hilft meist mehr als Empörung.

Ein gesegnetes Wochenende wünscht
Ihr Bischof Hans-Jürgen Abromeit

24. August

Liebe Leserin, lieber Leser,

Rauskommen aus der Komfortzone, aber auch Mut, mal dem Vorgesetzten etwas zu sagen. Das sind Vorsätze, die ich diese Woche gehört habe beim Azubi-Gottesdienst im Michel. Mit fast 400 jungen Leuten, den Ausbildern und Ausbilderinnen, der Handelskammer und Handwerkskammer - und mit einem sehr zugewandten Grußwort des Schulsenators und der grandiosen Michel-Band. Vorbereitet von Azubis selbst war es eine ganz besondere Feier zum Start in den Beruf:  So viele erbaten die persönliche Segnung für ihre Ausbildung!

Junge Menschen werden gebraucht und umworben. Nicht nur in so vielen Berufsfeldern, wo es an Fachkräften mangelt. Sondern auch bei uns in den Kirchen und überall wo Engagement gefragt ist. Beim Segnen der Azubis habe ich gespürt: Gott heißt uns in der Welt willkommen und solch ein Signal brauchen wir Menschen. Wenn ich merke , dass die Welt auf mich wartet, dann sehe ich auch meine Chancen, mich einzubringen. Mit der Willkommensbotschaft im Gepäck packt man gerne an, da treten Ohnmachtsgefühle schnell in den Hintergrund. Und wer sich für seinen Lebensweg engagiert, der sieht auch, was das fürs Team und für die Gemeinschaft bringt.

Klar, es kann auch Dämpfer geben. Eine Ausbildung kann anstrengend sein, die Freude am Beruf mag auf sich warten lassen oder Angst vor dem Scheitern aufkommen. Ausbildung braucht Mut und Ausdauer, haben die Schülerinnen und Schüler sich selbst als Motto im Michel gesetzt, auf dem Weg in ihre Ausbildung. Dabei haben sie sich davon inspirieren lassen, wie Jesus mit seinen Jüngern durch den Sturm gerudert ist. Als es brenzlig wird, stellt Jesus sich in den Wind und spricht mit der bedrohlichen Welt: „Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille.“

Jesus vertraut. Er vertraut darauf, dass die Welt auf ihn hört. Er ist davon überzeugt, dass er etwas bewirken kann. Jesus glaubt daran, dass es nicht egal ist, ob er etwas sagt oder nicht. Er redet in den Wind – und der Wind hört auf ihn. Er vertraut auf seine Selbstwirksamkeit, weil er darin Gott wirksam weiß. Das ist Segen ganz praktisch. Eine solch zuversichtliches Vertrauen wünsche ich Ihnen allen.                                                       

Ein gesegnetes Wochenende wünscht

Ihre

Kirsten Fehrs

17. August

Liebe Leserin, lieber Leser,

hatte ich schon einmal erwähnt, dass ich neben der wunderbaren Musik in unseren Kirchen auch Jazz-Musik schätze? Miles Davis ist dabei einer meiner Lieblingsmusiker. Sein berühmtes Album „Kind of Blue“ wurde heute vor 60 Jahren veröffentlicht. Den Titel „So what“ - „Na und?“ höre ich besonders gern.

Wenn ich dieses Stück höre, macht sich in mir schnell eine gehörige Portion Nonchalance breit. Manche nennen das auch „coolness“ - eine Art unaufgeregte Gelassenheit. Die Musik hilft mir, im eng getakteten Arbeitsalltag mit vielen Ansprüchen und zuweilen auch großen Aufregungen wieder Abstand zu finden. Zur Ruhe zu kommen - auch wenn noch so vieles darauf wartet, erledigt zu werden. Die Musik hilft mir auch, mir selbst und anderen Zeit zu schenken - nicht alles muss heute geschehen. Und nicht alles wird rundum perfekt sein müssen.

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat“, heißt es in der Bibel (Matthäus 6, 33f). Das lasse ich mir für dieses Wochenende gesagt sein - und Sie vielleicht auch?

Ein gelassenes Wochenende wünscht Ihnen

Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin

10. August

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Sommerferien enden und auch für mich ist vor zwei Tagen die Urlaubszeit zu Ende gegangen. Ich blicke zurück auf wertvolle Tage und Wochen der Muße und des Loslassens. Eine Auszeit, um einfach mal zur Ruhe zu kommen, die Seele baumeln zu lassen und die Gedanken unter dem sommerlichen Himmel schweifen zu lassen. Ich bin noch ganz erfüllt von wunderbarer Musik, gerade erlebten wir Vikingur Olaffson, einen jungen Pianisten aus Island, der Johann Sebastian Bach in wunderbarer Weise zum Klingen brachte, ganz sanft und träumerisch, aber auch atemberaubend schnell und ungewohnt rhythmisch.

Manche Stunde habe ich im Kajak auf der Schlei verbracht habe. Dort ist das Licht im Spiel zwischen Himmel und Wasser besonders intensiv, wenn die Sonnenstrahlen auf der leicht gekräuselten Oberfläche glitzern und Wind und Wolken sie immer wieder anders reflektieren. Umgeben von Licht: dieses Gefühl nehme ich mit und freue mich über den Wochenspruch für den morgigen Sonntag:

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (aus dem Epheserbrief 5,8.9)

Ich wünsche mir, dass wir etwas von der Erholung, von der Musik und vom Licht mit hineinnehmen in unseren Alltag und Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit dort aufstrahlen, wo wir gebraucht werden und unsere Welt gestalten.

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen

Ihr Bischof Gothart Magaard

27. Juli 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

für Kinder sind Geschenke das Größte – wochenlang fiebern sie auf ihren Geburtstag, Weihnachten oder einige auf ihre baldige Einschulung hin. Uns Erwachsenen fällt es oft schwerer, uns beschenken zu lassen. Zählt in unserer Gesellschaft doch vor allem das, was man sich mit eigener Hand erarbeitet oder was man erworben hat.

Selbst Freundschaften sollen möglichst nützlich, das eigene Wesen will im Rahmen der Selbstoptimierung ständig verbessert sein. Völlig quer dazu steht der heutige Lehrtext (zur Losung) aus dem Römerbrief: „Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns dahingegeben –wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ Paulus stellt hier auf den Kopf, was wir gelernt haben. Er meint: Alles Wesentliche ist uns bereits von Gott geschenkt. In Jesus Christus ist alles, wonach wir suchen, wonach wir uns sehnen.

Dieser Gedanke passt perfekt in die Urlaubszeit. In diesen sommerlichen Wochen können wir üben, uns beschenken zu lassen: Wind auf der Haut, leuchtende Sonnenuntergänge, Zeit im Überfluss…

Eine gesegnete Urlaubszeit wünscht Ihnen
Ihr Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit

27. Juli 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

endlich Urlaub! Gestern konnte ich die sonnendurchglühte Großstadt hinter mir lassen, heute bin ich schon an der Ostsee, drei Wochen lang - ein schönes Vergnügen.

Für mich sind Strand und Meer immer noch die beste Möglichkeit, zu entspannen. Und was für ein Segen, dass wir in Norddeutschland so schnell am Wasser sind!

Bei allem Freizeitspaß am Wasser kann man allerdings fast vergessen, dass die See auch ihre Gefahren birgt. Dutzende von Schwimmern, Surfern und Paddlern ertrinken jährlich vor unseren Küsten, weil sie sich und ihre Kräfte überschätzen.

Und es wären wohl noch viel mehr, gäbe es nicht die vielen Rettungskräfte. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger unterhält an Nord- und Ostsee zahlreiche Stützpunkte. Morgen, am „Tag der Seenotretter“, öffnen viele ihre Türen für das Publikum. Sogar Seenotrettungskreuzer lassen sich besichtigen. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit, den vielen Ehrenamtlichen mal zu danken – Männer und Frauen, die aufpassen, wenn andere Urlaub machen. Und die mit äußerstem Einsatz anderen Menschen das Leben retten.

Und meine Gedanken gehen natürlich auch, wie so oft in diesen Zeiten, zum Mittelmeer und zu den Flüchtlingsbooten. Für sie gibt es kaum Seenotrettung, jährlich ertrinken Tausende – ein Skandal! Ich hoffe, dass die europäischen Regierungen hier Anfang September endlich eine Lösung finden werden.

Doch zunächst sage ich: Danke allen Retterinnen und Rettern! Und: Möge Gott alle Menschen behüten, die in diesen Tagen am und auf dem Meer unterwegs sind!

Ein gesegnetes Wochenende wünscht
Ihre Bischöfin Kirsten Fehrs

20. Juli 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

vor 75 Jahren haben mutige Frauen und Männer versucht, Deutschland von der Terrorherrschaft der nationalsozialistischen Diktatur zu befreien. Viele derer, die an der Vorbereitung und Durchführung des Attentats am 20. Juli 1944 beteiligt waren, haben das mit ihrem Leben bezahlt. Sie wurden inhaftiert, gefoltert, ermordet. Diejenigen von ihnen, die überlebt haben, erfuhren erst Jahrzehnte nach Ende des 2. Weltkrieges die Ihnen gebührende Anerkennung und Wertschätzung.

Dass 75 Jahre nach dem Attentat des 20. Juli in unserem Land rechtspopulistische Ideologien erneut Zulauf haben, dass rechtsradikales Gedankengut noch immer verbreitet wird und erneut rechtsterroristische Taten verübt werden, ist nicht hinnehmbar. Demgegenüber braucht es den konsequenten Einsatz aller Mittel unseres Rechtsstaates. 

Christliche Nächstenliebe stellt sich klar gegen Hass und Hetze. Und steht ein für die Würde aller Menschen. Ich vertraue darauf: Wer in unserer pluralen Gesellschaft auf Barmherzigkeit, Mitmenschlichkeit, auf ein friedliches Miteinander setzt, wird letztlich immer stärker sein als alle, die Gewalt und Hass säen.

Einen gesegnetes und friedliches Wochenende,
Ihre Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt

13. Juli 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

Urlaub! Zeit, die Seele baumeln zu lassen, Zeit Neues zu entdecken. Und für die, die sich Tapetenwechsel gerade nicht leisten können oder deren Urlaub noch auf sich warten lässt, gibt es auch rund um's Zuhause Neues zu entdecken.

Das dachte ich sofort, als ich von den Stadtteilentdeckern in Hamburg-Uhlenhorst las. Die Strandkörbe vor der St. Gertrud-Kirche sind Treffpunkt und schon geht's los mit den außergewöhnlichen Sonntagsspaziergängen durch Stadtteil und die Nachbarschaft.

Getreu dem Motto: „Neues entdecken und Vertrautes zeigen!“ geht man gemeinsam auf Entdeckungstour. Geführt von Ehrenamtlichen, z.B. von Mitgliedern der Geschichtswerkstatt oder anderen Institutionen aus dem Viertel, auch Pastor Oliver Spies ist dabei.

Und was man entdeckt, ist großartig. Denn selbst wenn man Jahrzehnte Tür an Tür wohnt und sich vielleicht auch freundlich grüßt, hat man doch selten nachgefragt: Was bewegt die Nachbarinnen und Nachbarn? Was können sie erzählen? So viele sind es, die schon lang dort leben und noch aus den letzten Jahrzehnten berichten können, genauso wie die Leute aus dem Neubauquartier.

Nicht nur übereinander reden, sondern miteinander. Gemeinsame Anliegen erfahren. Sich zusammen stark machen. Oder ein Nachbarschaftsfest organisieren, wie das gerade in der Altstadt passiert. Auch das ist wiederholungsfähig!

Da haben Menschen nämlich einfach mal abends einen Tisch in der Straße aufgestellt und eingeladen zu ein paar Erdbeeren und zum Austausch. Und schon wurde daraus die Idee geboren, am 14. September, unmittelbar vor der Nacht der Kirchen, zusammen zu feiern, mit Flohmarkt, Sackhüpfen und Klönschnack.

Sommerzeit ist Seelenzeit, die Chance, aus den eigenen vier Wänden und Gedankengebäuden rauszugehen und neue Ideen, Menschen, Gemeinschaften auf sich zukommen zu lassen. Egal ob in Hohenfelde, in der Hamburger Altstadt oder in Lübeck, wo die Innenstadtkirchen zu ihren Sommernachtsräumen einladen.

Eine schöne Aktion, finde ich, bei der sich sofort Bilder einstellen. Von Kirchen, die Raum geben für Träume, Inspiration und Austausch, ein Segensdach in Sommernächten. Für Sehnsucht, Sinn, Gespräch. Reale Kommunikation, von Angesicht zu Angesicht. Verbindlich auch, einander zugewandt, denn wer fragt ist auch neugierig auf Antworten.

Das wird ein Sommer, liebe Leserin, lieber Leser! Die Kirchen und die Straßen stehen uns offen!

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sommer mit vielen erfüllenden Begegnungen!

Ihre Bischöfin Kirsten Fehrs

06. Juli 2019

„Einfach wieder schlendern,
über Wolken gehn
und im totgesagten Park
am Flussufer stehn.

Mit den Wiesen schnuppern,
mit den Winden drehn,
nirgendwohin denken,
in die Himmel sehn.“

Liebe Leserin, liebe Leser,

so lauten die ersten Zeilen eines Liedtextes von Konstantin Wecker. Gerade in diesen Tagen, die Sommerpause schon in Sichtweite, fühle ich mich davon angesprochen.

Der erste Tag, der dem Menschen von Gott geschenkt wurde, ist der Sonntag – eine Auszeit. Gott ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken.

Ich höre daraus einen wichtigen Fingerzeig: Auch Ich und Du, wir sind nicht in das Hamsterrad einer immer schnelleren 24-Stunden-und-7-Tage-Welt hineingeworfen worden.

„Einfach wieder schlendern“ –  wir dürfen, ja sollen uns sogar die Zeit dazu nehmen. Wer immer hyperaktiver strampelt, verbrennt am Ende sich selbst und seine Welt.

Sicher, Gott hat uns Kreativität und Ungeduld geschenkt. Aber seinen Segen gibt er der Gabe, sich zu begrenzen, Atem zu holen, uns wie es in dem Lied heißt „mit den Winden drehn, nirgendwohin denken, in die Himmel sehn.“

Einen erholsamen und gesegneten Sommer wünscht Ihnen
Ihr Bischof Gothart Magaard

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