21. September 2013 - 3. Tagung der I. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

21. September 2013 - „Das Zukünftige suchen – Kirche sein in den ländlichen Räumen des Sprengels Mecklenburg und Pommern“

21. September 2013 von Hans-Jürgen Abromeit, Andreas von Maltzahn

Bericht Teil 1 – Bischof Dr. Andreas von Maltzahn

Die Frage nach der Zukunft ländlicher Räume brennt unter den Nägeln – gesellschaftlich wie kirchlich: Landgemeinden fragen, ob sie noch eine Zukunft haben. Die nordkirchenweite Schwierigkeit, Pfarrstellen im ländlichen Raum zu besetzen, signalisiert Transformationen, die kirchenleitend wahrzunehmen und zu begleiten sind. Die Veränderungen betreffen 70% der Menschen im Sprengel Mecklenburg und Pommern. Darum haben wir unseren Bericht mit dem Focus „Zukunft ländlicher Räume“ versehen und laden Sie ein, an unserer Suchbewegung teilzuhaben. Die Ausgangsfrage lautet: Mit welchen Rahmenbedingungen müssen wir leben – und was können wir gestalten?

Demografische Herausforderungen und die Reaktionen des Landes

2030 wird M-V nach heutigen Berechnungen statt 1,63 Millionen nur noch knapp 1,48 Millionen Einwohner haben. (Zu den Zahlen vgl. den Demografie-Bericht der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern [Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.), Mecklenburg-Vorpommern: Weltoffen, modern, innovativ. Den demografischen Wandel gestalten. Strategiebericht der IMAG Demografischer Wandel der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2011]. Die hier genannten Erhebungen werden aktualisiert durch die neuesten Entwicklungstrends bei Fertilität, Mortalität und Wanderung, welche die „Aktualisierte 4. Landesprognose zur Bevölkerungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern bis 2030“ vom 03.12.2012, hg. v. Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, in ihrer sog. Standardvariante ausweist [i.F.: Akt. Landesprognose], hier: Akt. Landesprognose, S. 2.) 2060 werden es nur 1,15 Millionen sein. (Vgl. Demografiebericht, a.a.O., S. 10 sowie Akt. Landesprognose, a.a.O., S. 3.) Dabei verläuft die Entwicklung im Einzelnen unterschiedlich, wie die aktuellen Prognosen für 2030 zeigen:

-          Rostock wird um über 10% wachsen, Greifswald um über 9% (Vgl. für die Zahlen zur Hansestadt Rostock die Akt. Landesprognose, a.a.O., S. 16 sowie zu Greifswald die Zahlen des  Demografieberichts, a.a.O., S. 16.),

-          der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte dagegen 21,8% verlieren, (Vgl. Akt. Landesprognose, a.a.O., S. 19, wobei für diesen neuen Großkreis sogar noch die positive Entwicklung der (nunmehr kreisangehörigen) Stadt Neubrandenburg zu Buche schlägt (Vgl. ebd., S. 25).)

-          Mecklenburg-Vorpommern insgesamt: -10,1%. (Vgl. Akt. Landesprognose, a.a.O., S. 2.)

-          Auch innerhalb einzelner Landkreise gibt es Wachstum und Verluste.

Das Problem ist dabei nicht mehr der Wegzug von Menschen, sondern die höhere Rate von Sterbefällen gegenüber den Geburten.

Wie geht die Landesregierung mit solchen Befunden um? Sie wird ihre Investitionen auf knapp 100 sogenannte „Zentrale Orte“ konzentrieren. „Gerade bei rückläufiger Bevölkerung sichern starke Zentrale Orte in ländlichen Räumen die Bereitstellung von kultureller, sozialer und technischer Infrastruktur in ausreichendem Umfang und ausreichender Qualität.“( Vgl. Demografiebericht, a.a.O., S. 79.)

Gleichzeitig hofft man, in Ortschaften, die nicht zu diesen „Zentralen Orten“ gehören, mit dem Projekt „Neue Dorfmitte“ die Kommunikations- und Versorgungsmöglichkeiten wieder zu verbessern. Neben der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs können diese Projekte auch Elemente der Gesundheitsversorgung, des Alten- und Pflegebereichs, der Kunst und Kultur und des Post- und Bankverkehrs enthalten. (Zur Projektskizze „Neue Dorfmitte“ vgl. wiederum den Demografie-Bericht, a.a.O., S. 82-84.)

Deutlich wird insgesamt: Es kann nicht mehr alles an allen Orten vorgehalten werden. Das Land zieht sich im Blick auf Aufbau und Erhaltung von Infrastruktur punktuell aus der Fläche zurück. In der Perspektivkommission des Landes wird sogar darüber nachgedacht, ob man die Landflucht, wo sie absehbar nicht aufzuhalten ist, bewusst fördern sollte, um knappe Ressourcen nicht zu vergeuden.

Das Zukünftige suchen – Herausforderungen und Ressourcen

Eine Aufgabe für uns als Gemeinde, als Kirche liegt auf der Hand: Die Menschen, mit denen wir leben, brauchen Beistand und Begleitung. Was an vielen Orten notwendig wäre, aber oft genug unterbleibt, ist Trauerarbeit. Wenn viele junge Leute keine Zukunft mehr auf dem Lande sehen, so ist das ein bitterer Verlust – nicht einfach zu ‚verschmerzen’, sondern wirklich zu betrauern. Erst wo die Trauer zu ihrem Recht gekommen ist, kann sich der Blick heben für das, was Zukunft verheißt. Wer, wenn nicht wir als Kirche, versteht sich auf solche Trauerarbeit?!

Eine zweite Herausforderung liegt in der „Ausdünnung der Strukturen und Formen bei weitgehender Beibehaltung der Inhalte und Anforderungen“( So der Synodale Matthias Bartels in seinem Vortrag „Land in Sicht!?“ beim „Tag der offenen Tür“ des Zentrums für Kirchliche Dienste in Rostock am 7. Juni 2013 (s. das Manuskript unter http://www.kirche-mv.de/Kirche-in-laendlichen-Raeumen-ist-Thema-im-Zentrum-Kirchlicher-Dienste.31168.0.html, hier: S. 6).): Mitarbeitende – haupt- wie ehrenamtliche – kommen an ihre Grenzen und fühlen sich nicht selten überfordert. Kirche soll die Kontinuität des Lebens verbürgen trotz allen Wandels. In größer gewordenen Gemeinden sollen die klassischen Aufgaben nicht vernachlässigt, neue Chancen aber ergriffen werden. Arbeitsverdichtung und Überlastungsreaktionen sind die Folge. Im letzten Jahr gingen in Mecklenburg vier Pastorinnen aus Krankheitsgründen auf eine zbV-Stelle, ein Pastor in zeitigen Ruhestand.

Gleichzeitig sind unsere Ressourcen vergleichsweise bemerkenswert:

-          Auch in M-V sind wir nach wie vor mitgliederstärkste Institution, mit hoher Veranstaltungsdichte, haben nach der Sportjugend den zweitstärksten Jugendverband. (Vgl. A.a.O., S. 2)

-          Wir haben 760 diakonische Einrichtungen in der Fläche mit mehr als 11.000 Mitarbeitenden – was für ein Potential für unsere Kirche!

-          Unsere Mitarbeitenden sind in der Regel gut ausgebildet und hoch motiviert.

-          Was oft nur als Baulast in den Blick kommt: Unsere 580 Dorfkirchen und 84 Stadtkirchen allein im mecklenburgischen Teil des Sprengels und noch einmal 448 Kirchen und Kapellen im pommerschen Teil haben mit den insgesamt fast 180 Fördervereinen eine Erfolgsbewegung gezeitigt. Wir pflegen sie mit einem „Tag der Fördervereine“, der übrigens zum zweiten Mal sprengelweit ausgerichtet wurde und auch auf pommerschem Gebiet stattfand. Wenn nach „neuen Dorfmitten“ gesucht wird – warum nicht unsere Kirchen und Pfarrhäuser gezielt für neue Nutzungen öffnen?

-          Wie wenige andere Akteure bringen wir soziale Kompetenzen mit und sind ein wichtiges Element der Willkommenskultur für Neuzugezogene. (Vgl. dazu den Vortrag von Dr. Wolf Schmidt auf dem „Tag der offenen Tür“ im Zentrum Kirchlicher Dienste Rostock (http://www.kirche-mv.de/Kirche-in-laendlichen-Raeumen-ist-Thema-im-Zentrum-Kirchlicher Dienste.31168.0.html))

-          Der Wert landwirtschaftlicher Nutzflächen ist spürbar gestiegen. Der Kirchenkreis Mecklenburg will über die bloße Verpachtung der Flächen hinaus Akteur der Energiewende werden – auch um die regionale Wertschöpfung zu stärken und die Ziele der Klimakampagne erreichen zu helfen. (Der Kirchenkreisrat des Kirchenkreises Mecklenburg  lässt ­prüfen, ob künftig Mittel des Kirchenkreises zum Aufbau eines Klimaschutzfonds im Rahmen einer Beteiligung am Betrieb von Windenergieanlagen eingesetzt werden können, aus dem energetische Maßnahmen, beispielsweise an Pfarrhäusern und kirchlichen Gebäuden mitfinanziert werden. Zudem begleitet eine Arbeitsgruppe das gesamte Thema „Regenerative Energieerzeugung“ und prüft, wo Kirche selbst regenerative Energien erzeugen kann. Diese Empfehlungen folgen dem Klimakonzept der Nordkirche und einem Beschluss der Synode des Kirchenkreises Mecklenburg zur Unterstützung der Energiewende im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern (http://www.kirchefuerklima.de/newsarchiv/13/01/14/mecklenburgischer-kirchenkreisrat-empfiehlt-kirchenland-fuer-neue-windkraftraede).)

-          Wir sind wichtiger Bildungs- und Kulturträger im Sprengel mit jährlich rund 3000 kirchenmusikalische Konzerten, 310 Chöre mit rund 5700 Sängerinnen und Sängern, dazu 130 Posaunenchöre; das Kinoprojekt „Starke Stücke“ – im dritten Jahr ein gut angenommenes Kooperationsprojekt mit der FilmLand MV gGmbH und weiteren Partnern, bei dem anspruchsvolle Filme in Anwesenheit von Schauspielern und Regisseuren in Kirchen des ganzen Sprengels gezeigt werden. Und nicht zuletzt: 18 evangelische Schulen mit rund 2400 Schülerinnen und Schülern sowie 10 angegliederte Horte mit rund 800 Kindern sind derzeit in Trägerschaft der Evangelischen Schulstiftung. Gut 43 Prozent der Kinder und Jugendlichen in diesen Einrichtungen gehören keiner christlichen Kirche an! Gerade die evangelischen Schulen sind es, in denen mit besonderem pädagogischem Anspruch gearbeitet wird und in denen viele Menschen zur Kirche finden.

-          Eine hinreißende Landschaft, beschert uns ein Potential im Arbeitsfeld „Kirche und Tourismus“, das wir trotz aller Anstrengungen bei weitem noch nicht ausgeschöpft haben.

-          Zu den Ressourcen zähle ich auch gewachsene Kooperationen in der Kirchenregion: Mitarbeitende treffen sich regelmäßig zu Konventen und können kollegiale Beratung und geistliche Gemeinschaft erfahren.  Arbeitszweige wie z. B. Konfirmanden- und Jugendarbeit, die nicht mehr in jeder Gemeinde allein lebensfähig sind, werden in der Region wahrgenommen.

Bemerkenswerte Ressourcen – und doch können wir ihr Potential nur erschließen, wenn Entlastungen in der traditionellen Gemeindearbeit geschehen.

Das Zukünftige suchen – Anders in der Fläche präsent sein

In der mecklenburgischen Arbeitsgruppe „Kirche der Freiheit“ fragen wir uns, wie die kirchliche Arbeit in den ländlichen Räumen Mecklenburgs künftig gestaltet werden kann und soll. Dabei haben wir verschiedene Szenarien in finanzieller und demographischer Hinsicht durchgespielt – kamen jedoch schließlich zu Thesen, die für alle Szenarien gelten. Von ihnen erhoffen wir uns Konzentration der Arbeit und damit auch Entlastung. Unsere Ausgangsthese lautet:

1.        „Die Entwicklung von kirchlichen Strukturen und Diensten in ländlichen Räumen ist theologisch zu verantworten. Strukturen und Dienste sind am Auftrag der Kirche auszurichten. Dabei soll die Verheißungen Gottes uns leiten.“

Das bedeutet: Es kann nicht um unsere Selbsterhaltung als Kirche gehen, sondern wir fragen danach, was unser Auftrag ist und unter welcher Verheißung wir stehen.  Nimmt man den Missionsbefehl Christi ernst, kann man gar nicht umhin:

2.        Gemeinden – auch auf dem Lande – brauchen eine missionarische Grundorientierung.

Mission ist kein Sektor kirchlicher Arbeit, kein Arbeitsbereich unter anderen, für den nur bestimmte Spezialisten zuständig wären, sondern Mission ist Wesensmerkmal von Kirche.

Was heißt Mission? Mit Fulbert Steffensky sage ich: „Mission heißt, zeigen, was man liebt. Was man liebt, das zeigt man, und man hält es nicht in einem geheimen Winkel.“ (Fulbert Steffensky, Der Seele Raum geben – Kirchen als Orte der Besinnung und Ermutigung, S. 13; vgl. auch ders.,  Schwarzbrot-Spiritualität, Stuttgart 2006, S. 69 )

All das hat auch eine strukturelle Seite. Der norwegische Theologe Kjell Nordstokke sagte bei der 11.Generalsynode der VELKD 2011: „Mission und Struktur gehören zusammen – was das im heutigen Kontext heißt, darüber sollten wir nachdenken. In vielen Kirchen sind die Strukturen mehr auf Erhaltung des Bestehenden . . . als auf Bewegung und Mission eingestellt. Spüren wir auch hier eine Reserve gegenüber dem Wagnis der Mission?“ (Kjell Nordstokke, Die Begegnung mit dem Anderen – Das Wagnis der Mission. Vortrag zum Thema der Generalsynode der VELKD, unveröffentlichtes Manuskript, S. 6)

Wenn Mission und Struktur zusammen gehören – sind wir zu sehr auf das Erhalten aus? Wie könnte unsere Arbeitsweise besser einer Bewegung entsprechen als einer Institution? Vielleicht ist es endlich an der Zeit, Erprobungsregionen zu ermöglichen, in denen neue Formen kirchlicher Arbeit riskiert werden können – auch dadurch Verantwortung und Ressourcen stärker an die Basis verlegt werden.

Ich bin überzeugt: Der Dienst, zu dem wir von Christus gerufen sind, muss in Gebieten mit strukturellen Problemen auch ein Dienst am Gemeinwesen sein. Darum:  

1.        Es hilft Kirchengemeinden, Zukunft zu gewinnen, wenn sie sich auch dem Dienst am Gemeinwesen widmen.

Dies ist eine gesellschaftsdiakonische Aufgabe im ländlichen Raum. Zugleich entspricht es unserem Anspruch, Kirche für Andere und mit Anderen zu sein.

2.        Persönliche Zuwendung bleibt unverzichtbar.

Wir müssen uns endgültig verabschieden von der Vorstellung, dass hauptamtliche Mitarbeitende allein die notwendige Beziehungsarbeit bewältigen können. Wir brauchen ehrenamtliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort, ehrenamtliche Besuchsdienste. Es ist nicht leicht, in den groß gewordenen Gemeindebereichen Nähe herzustellen. Umso wichtiger ist es, Gemeindeglieder zu befähigen und zu „ermächtigen“, ihrem Glauben bei Besuchsdiensten und in alltäglichen Situationen Ausdruck verleihen zu können. Denn Kirche ist dort, wo Gemeinde ist – und nicht allein dort, wo die Hauptamtlichen sind! Zusätzliche finanzielle Mittel sollten wir daher für personelle Verstärkungen im Bereich der Fortbildung von Gemeindegliedern zu Gemeindeleitern oder -kuratoren, Lektoren, Besuchsdiensten und in der Gemeinwesenarbeit nutzen. Also:

3.        Dazu bedarf es der Ermächtigung von Gemeindegliedern, ihren Glauben zu leben und zu bezeugen.

In Zeiten des demografischen Wandels können wir uns gegenseitig entlasten, indem wir Abschied nehmen von der bewussten oder unbewussten Vorstellung: Gemeindeaufbau sei nur gelungen, wenn er zu quantitativem Wachstum führe. Achten wir darauf, dass wir ganz bei unserer Sache, bei unserem Auftrag sind! Ist die Wurzel gut, wird der Baum Früchte tragen. In der Beziehung zu Christus entscheidet sich, ob unsere Bemühungen ins Leere gehen oder gesegnet sein werden.

 

 

Bericht Teil 2 – Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit

Mit meinen Kurzbericht über den pommerschen Teil unseres Sprengels knüpfe ich an die Ausführungen von Bischof von Maltzahn an. Die Frage nach der Kirche auf dem Lande brennt nicht nur den Mecklenburgern unter den Nägeln. Auch in Pommern ist sie für uns wichtig.

 „Die Zukunft ländlicher Räume“ - eine bischöfliche Besuchsreise 2012/2013

Rund ein dreiviertel Jahr lang habe ich einen Schwerpunkt auf diese Fragestellung gelegt. Bereits der pommersche Generalkonvent im September 2012, also die Versammlung aller Pastorinnen und Pastoren meines Sprengelteiles, hat sich mit der Frage nach der Kirche auf dem Lande befasst. Im Herbst 2012 und Frühjahr 2013 habe ich mit Experten Gespräche geführt, Landwirte besucht, Schulen im ländlichen Raum, sowie eine Landärztin und zivilgesellschaftliche und unternehmerische Initiativen. Dabei habe ich einen guten Eindruck gewonnen. Es hat sich bestätigt, was ein Plakat der Initiative Demographische Chance. (Vgl. www.demografische-chance.de/herausforderungen-chancen/wir-werden-weniger/wir-werden-weniger.html. (Aufgesucht am 19. September 2013.)) veranschaulicht. „Ländliche Regionen haben schlechte Aussichten.“, so ist die allgemeine Ansicht. Und tatsächlich gibt es Entwicklungen mit einer trüben Aussicht. Doch auf dem Plakat sind die „schlechten Aussichten“ mit einem dicken roten Stift durchgestrichen. Stattdessen steht dort „Gute Ideen“. Ländliche Regionen haben gute Ideen. Drei Beispiele möchte ich Ihnen geben. Und mit jedem Beispiel verbindet sich eine besondere Einsicht.

a)         Das erste: Gute Ideen entwickeln sich dort, wo Menschen vor Ort bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Besonders an den Landwirten ist mir dies deutlich geworden. Die meisten Landwirte, die ich besucht habe, sind Rückkehrer oder Neueinrichter. Einige sind in den Ort zurückgekehrt, aus dem ihre Großeltern nach dem Krieg geflohen sind, als sie enteignet wurden. Sie haben ihren alten Familienbesitz nicht zurückbekommen, sondern mussten ihn pachten oder zurückkaufen. Andere haben in den 90er Jahren nach ihrem Studium den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und Land gekauft und gepachtet. Das sind Leute, die sich entschieden haben, hier in Vorpommern zu leben und zu bleiben. Sie sind hochmotiviert, leistungsfähig und engagiert. Ihr Einsatz geht über ihren Betrieb hinaus, indem sie Verantwortung für das Dorf und auch für die Kirche im Ort übernehmen.

Ländliche Räume leiden darunter, dass ihr Kapital an Menschen und Ressourcen abgeschöpft wird. Wenn aber Menschen vor Ort bleiben und sich engagieren und damit dem Land etwas zurückgeben, dann entwickelt sich auch etwas. Der ländliche Raum entwickelt sich positiv, wo Menschen vor Ort Verantwortung übernehmen.

b)         Das zweite: Beim Podiumsgespräch „Kunst des Bleibens“ der Herbert-Quandt-Stiftung am 6. November 2012 sagte einer der Teilnehmer: „Das Land ist ein Raum zum Verwirklichen von Träumen.“ Menschen, die ihren Traum verwirklichen wollen, sind mir im Unternehmerverband MiLaN begegnet. Der Verband hat 35 Mitglieder, alles kleinere Betriebe. 70 Arbeitsplätze sind entstanden, davon die Hälfte Vollzeitbeschäftigungen. MiLaN steht für „Mit Lust an der Natur“. Im Verband befinden sich kleine Handwerker wie ein Ofenbauer, ein Computerservice oder auch ein Umzugsunternehmen. Aber auch Architekten und Landwirte gehören dazu. Ungefähr die Hälfte der Betriebe ist mit Tourismus befasst. Die Mitglieder des Verbandes sehen den ländlichen Raum als Chance, etwas aufzubauen und zu entwickeln. Sie bringen Kultur und Ideen mit und engagieren sich vor Ort. Diese Menschen zeigen mir, dass der ländliche Raum Platz bietet, Träume zu verwirklichen.

c)         Das dritte ist: Denke ländlich! Im Oktober 2012 fand in Greifswald ein wissenschaftliches Symposium statt, das sich mit Fragen der Entwicklung ländlicher Räume befasste. Unter dem Titel „Think rural“ – Denke ländlich! – trafen Forscher verschiedener Fachrichtungen zusammen. Der Titel macht bereits die Erkenntnis deutlich: Im ländlichen Raum dürfen keine städtischen Vergleichsparameter angelegt werden. Auf dem Land lassen sich bestimmte städtische Standards in Bezug auf medizinische, kulturelle und ökonomische Angebote nicht verwirklichen.

Das ist mir noch einmal klar geworden, als ich die Landärztin Dr. Elke Kaddatz in Gartz an der Oder besucht habe. In einer Region, in der früher fünf Ärzte und weitere Fachärzte angesiedelt waren, ist sie jetzt neben dem Notrettungsdienst die einzige Ärztin. Dreiviertel der Patienten sind alte Leute, deren Behandlung kostenintensiver ist. Viele kommen mit Hinweis auf bestimmte Krankheitssymptome, haben dabei aber ein heimliches Anliegen. Sie benötigen jemanden zum Reden. „Ich fühle mich hier manchmal mehr als der Seelsorger“, sagt sie. Doch für solche Gespräche ist nur bedingt Zeit, zumal mindestens für einen weiteren Arzt Patienten in der Region vorhanden wären. Zudem sind die Abrechnungsmodalitäten der Krankenkassen nicht auf überalterte Patienten und ländliche Räume angelegt. Ländlich denken hieße hier, Modelle einer medizinischen Grundversorgung zu entwickeln, die nicht auf städtischen Parametern beruhen. Und gleichzeitig müsste man genügend Anreize bieten, dass Ärzte sich in einer solchen Region niederlassen.

Weil ich diesen Punkt für wichtig halte, möchte ich ihn an einem weiteren Beispiel verdeutlichen. In dem kleinen Ort Tantow nahe der polnischen Grenze habe ich eine kleine evangelische Schule besucht. 2005 wurde die staatliche Grundschule geschlossen und in die Kleinstadt Gartz an der Oder verlegt. Dagegen regte sich der Unmut vieler Eltern. Aus einer Bürgerinitiative entstand 2007 dann die Ev. Schule. Inzwischen besteht die Schule im siebten Schuljahr. Auf sechs Jahrgänge verteilt hatte die Schule im vergangenen Schuljahr 37 Schülerinnen und Schüler, plus 7 weitere Vorschüler. In diesem Schuljahr sind es 35 Schülerinnen und Schüler, sowie wiederum 7 Vorschüler, plus 2 Hortkinder, die nicht die Schule besuchen. „Lohnt sich das?“, so mögen Sie vielleicht fragen. Das ist eine Frage der Perspektive. Der Richtwert für die Mindestklassengröße ist 20 Schüler für die Grundschule. (Vgl. SchulG M-V, §45,4.1 (http://www.landesrecht-mv.de/jportal/portal/page/bsmvprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-SchulGMV2010rahmen&doc.part=X&doc.origin=bs&st=lr). Davon ist man weit entfernt. Für die Schule sprechen, die bleibende Wohnortnähe für die Schülerinnen und Schüler, sowie die Nutzung des vorhandenen Schulgebäudes. Die Kommune unterstützt die Schule. Bewusst hat man ein evangelisches Profil gewählt. Gemäß dem reformpädagogischen Ansatz von Montessori werden die Klassen jahrgangsübergreifend unterrichtet. Aufgrund der Nähe zu Polen gibt es auch polnische Lehrkräfte und bilingualen Unterricht. Damit gewinnt die Schule ein weiteres ortsangepasstes Profil. Ohne das Engagement des Trägervereins und der Eltern wäre eine solche Schule nicht möglich. Doch gerade an ihr zeigt sich, dass die städtischen Maßstäbe für ländliche Regionen nicht passend sind. Vom Kontext herausgefordert hat diese Schule ein eigenes Profil gebildet: evangelisch, reformpädagogisch, deutsch – polnisch. Mittlerweile hat der Landkreis Uckermark die Schule in seine Schulentwicklungsplanung aufgenommen. Allerdings konnte sich weder unsere noch die brandenburgische ev. Schulstiftung dazu verstehen, diese Schule in die Schulstiftung aufzunehmen.

An zwei Beispielen habe ich verdeutlicht, in welche Richtung der Grundsatz des Think rural – Denke ländlich führen kann. Das könnte man nun an weiteren Bereichen jeweils durchbuchstabieren. Die jüngste Studie des Berlin-Institutes für Bevölkerung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Institute for Advanced Sustainabilitiy Studies (IASS) Potsdam vom September 2013, hat dies getan. Die Handlungsempfehlungen sind jeweils im Einzelnen zu diskutieren und zu hinterfragen. Doch die Richtung ist klar: „Für Regionen mit unterschiedlicher demografischer Entwicklung müssen jeweils angepasste, rechtlich unterschiedliche Versorgungsstandards entwickelt werden. Denn bislang gelten für dicht besiedelte, wachsende Gebiete in der Regel dieselben Vorgaben wie für ländliche, dünn besiedelte Regionen. Dies wird aber den Gegebenheiten vor Ort nicht gerecht.“ („Schließlich sind die Versorgungsnotwendigkeiten in Städten andere als auf dem Land. Und eine Versorgung nach urbanen Vorstellungen lässt sich auf dem Land nicht finanzieren. Natürlich darf es keine unterschiedlichen Standards etwa bei der Trinkwasser- oder der Lebensmittelqualität geben. Aber für Grundschulbildung, ärztliche Versorgung oder technische Standards bei der Abwasserentsorgung sind angepasste, flexible Lösungen notwendig, um in ländlichen Räumen überhaupt ein Grundangebot an öffentlichen Dienstleistungen gewährleisten zu können.“ Vielfalt statt Gleichwertigkeit. Was Bevölkerungsrückgang für die Versorgung ländlicher Regionen bedeutet, hrsg. vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, September 2013, Seite 70.)

“Land, Land, Land, höre das Wort des Herrn!” (Jer. 22,29)

Was bedeuten diese Erfahrungen für die Arbeit der Kirche in ländlichen Regionen? Einiges meiner eigenen Überlegungen hat Bischof von Maltzahn bereits genannt, wie z.B.

-          die Notwendigkeit von Trauerarbeit in Bezug auf die Verluste,

-          aber auch das Potenzial der Dorfkirchen und Pfarrhäuser,

-          die Teilhabe an den Fragen, die das Gemeinwesen eines Dorfes bewegen,

-          die Bedeutung von Christinnen und Christen in Orten, wo keine Pastorin oder kein Pastor mehr vor Ort ist,

-          die missionarische Grundausrichtung der Gemeinden

-          und last but not least, die Suche nach theologisch verantworteten Strukturen, die flexibel an örtliche Gegebenheiten angepasst werden können und die kirchliche Arbeit vor Ort erleichtern und ermöglichen.

Hinter allem steckt für mich eine Frage, die sich an ein Wort aus dem Buch des Propheten Jeremia anschließt “Land, Land, Land, höre das Wort des Herrn!” (Jer. 22,29) Gemeinde ist eben hörende Gemeinde. Die entscheidende Frage ist darum: Wie kann das Wort Gottes in peripheren ländlichen Räumen zu Gehör gebracht werden?

Ergänzen will ich nur drei Gedanken:

a)         Erstens: Gemeinde muss vom Gottesdienst her und auf den Gottesdienst hin verstanden werden. Gottesdienstliches Leben ist vielfältig. Es geschieht dort, wo das Wort rein verkündet und die Sakramente stiftungsgemäß verwaltet werden (CA VII).

Der traditionelle Ort ist der Gottesdienst am Sonntagmorgen. Mancherorts im ländlichen Pommern lässt sich ein solcher Gottesdienst aber gar nicht mehr anbieten. Einerseits gibt es nicht genügend Pastorinnen und Pastoren, Prädikantinnen und Prädikanten oder Lektorinnen und Lektoren. Andererseits kommen die Mitglieder der ausgedünnten früheren Volkskirche nicht in genügendem Maß zu den Gottesdiensten. Dort, wo Gottesdienste stattfinden, haben diese nicht selten lediglich zwei bis zehn Gottesdienstbesucher. Wenn aber Gemeinde sich bereits ereignet, wenn zwei oder drei im Namen Jesu zusammen kommen (Mt 18,20), dann sind dies vollgültige gottesdienstliche Versammlungen.

Daneben müssen jedoch auch die anderen Möglichkeiten, sich im Namen Jesu zu versammeln, neu beachtet werden. Es bedarf vielfältiger, auch kleinerer Möglichkeiten, wo Gemeinde sich versammeln und auf Gottes Wort hören kann, ohne die Anwesenheit einer Pastorin oder eines Pastors. Das können äußerlich als Gottesdienste erkennbare Veranstaltungen sein, die auf einfache Weise auch ohne Pastor durchgeführt werden (Es gibt inzwischen viele Möglichkeiten, Andachten und kleine liturgische Formen miteinander zu feiern und auf Gottes Wort zu hören. Vgl. Arnold, Jochen; Tergau-Harms, Christine: Kleiner Gottesdienst - weiter Raum, gemeinsam Gottesdienst gestalten, Band 11, 2009.), aber auch kleine Geselligkeitsformen im Namen Jesu, die äußerlich als Chor, Posaunenchor, Hauskreis, Bibelkreis oder Nachbarschaftstreffen erscheinen. Es gibt z.B. Chöre, die miteinander die Losung lesen, ein Gebet sprechen und nicht ohne einen Segen nach Hause gehen. Alle diese Versammlungen leben von durch den Geist Jesu bewegten und von der Kirche beauftragten Menschen. Im Bereich dieser kleinen Formate, sehe ich Entwicklungsmöglichkeiten für ländliche Gemeinden.

b)         Zweitens: Christliche Gemeinde ist ortsbezogen, d.h. lokal. Sie trifft sich zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten. Unsere Bemühungen müssen darauf ausgerichtet sein, dass an möglichst vielen Orten regelmäßig das Wort Gottes gehört werden kann. Es ist daher keine Lösung, die Versorgung der Gemeindeglieder über Radioandachten, Fernsehgottesdienste oder Internetforen zu gewährleisten. Das sind ergänzende Möglichkeiten. Auf die leibliche, örtliche und auch öffentliche Versammlung von Gemeinde kann nicht verzichtet werden. 

c)         Drittens: Wenn wir im Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel die „eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche“ (EG 805.) bekennen, dann ist dies nicht nur meine Gemeinde. Christen in ländlichen Räumen, in denen ein Gemeindeleben, wie es früher üblich war, nicht mehr aufrechtzuerhalten ist, müssen spüren, dass sie nicht alleine sind. Sie sind verbunden mit der Gesamtheit der Kirche. Das hat mehrere Dimensionen.

-          Gemeinden in einer Region brauchen eine Verbindung miteinander. Wir können es uns nicht erlauben, Animositäten zwischen Gemeinden zu pflegen. Die Zeiten, in denen jede Gemeinde versuchen konnte, allein auf dem Weg zu sein, sind vorüber. Wenn Gemeinden kooperieren, dann können sie sich gegenseitig aufeinander aufmerksam machen und es auch ohne Schmerz hinnehmen, wenn Gemeindeglieder in mehreren Gemeinden Angebote in Anspruch nehmen oder auch die Gemeinde wählen, die ihnen am stärksten entspricht. Aus Konkurrenz wird Ergänzung, wenn das Netz der Gemeinden untereinander trägt.

-          Pastorinnen und Pastoren, aber auch Gemeindeglieder auf dem Lande, die unter der kleinen Zahl der Gottesdienstbesucher leiden, brauchen den Blick über die eigene Gemeinde hinaus. Da war in diesem Mai der Hamburger Kirchentag eine große Bereicherung. Als Teil der Nordkirche waren wir Pommern ja Teil der gastgebenden Kirche. Beim Abend der Begegnung befanden sich die pommerschen Stände in der Großen Johannisstraße, die vom Rathausmarkt abgeht. Ich habe mich sehr gefreut, dass einige unserer Gemeinden, die selbst für pommersche Verhältnisse peripher sind, sich dort präsentiert haben. Die, die sonst am Rande liegen, waren hier mittendrin. Das ist wichtig für eine Gemeinde, weil sie merkt, dass sie zu einem größeren Ganzen gehört. Ebenso ist es notwendig, dass das größere Ganze diese Gemeinden am Rande wahrnimmt.

Das Zukünftige suchen

Ich komme zum Schluss:

„Ich würde dir wünschen, auf dem Lande aufwachsen zu können.“ (Vgl. Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, in: Bethge, Eberhard u.a. (Hg.): Dietrich Bonhoeffer Werke VIII (im Folgenden immer mit DBW abgekürzt), 1998, 431.), schreibt Dietrich Bonhoeffer in den „Gedanken zum Tauftag von Dietrich Wilhelm Rüdiger Bethge“, seinem Patensohn, im Mai 1944. Bonhoeffer hat das hinterpommersche Land mit seiner Elite, dem pommerschen Landadel, als einen Rückzugsort des Humanismus vor der barbarischen Feuerwalze des menschenverachtenden Nationalsozialismus empfunden. Die Städte waren der Aufmarschort der Partei, der Massenorganisationen, der paramilitärischen Verbände und der Reichswehr. (Vgl. DBW XV, 289.). Dann fährt er fort: „Aber es wird nicht mehr das Land sein, auf dem dein Vater groß geworden ist.“ (DBW VIII, 431.). Er weiß, dass „eine völlige Veränderung für das Land“ eintreten wird. Schon damals war durch Radio, Auto und Telefon das Landleben in der Stille und Abgeschiedenheit stark verändert. Trotzdem sieht Bonhoeffer zu seiner Zeit eher im ländlichen Bereich die Kräfte der Regeneration.

Mit Dietrich Bonhoeffer scheint mir das Erneuerungspotential auf dem Lande noch nicht ausgeschöpft. Wird es hier gehoben, kann es für die ganze Kirche Jesu Christi nutzbar gemacht werden. Es lässt sich gewinnen, wenn wir als Kirche auf dem Lande, auf das Wort des Herrn hören und von daher „das Zukünftige suchen“.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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