Immer mehr Beschwerden über rechte Inhalte

Bericht: Mehr Online-Risiken für Kinder und Jugendliche im Social Web

01. August 2012 von Doreen Gliemann

Berlin. Neonazis nutzen zunehmend Facebook und YouTube für ihre Hass-Propaganda. Zudem werde mit provokanten Events wie etwa Flashmobs versucht, Jugendliche zu ködern, heißt es in dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Bericht „Rechtsextremismus online“ der Initiative jugendschutz.net.

Für Rechtsextreme sind die Mitmachnetze inzwischen das wichtigste Rekrutierungsfeld", sagte Stefan Glaser, Leiter des Bereichs Rechtsextremismus von jugendschutz.net.

Der Präsident der Bundeszentralefür politische Bildung, Thomas Krüger, rief die Netzgemeindezur Zivilcourage auf. "Jeder, der es wissen will, kann sich über die Aktivitäten der Neonazis im Netz informieren."

Unerlässlich sei auch die Strafverfolgung und Löschung von Inhalten durch Provider. Jugendschutz.net wird von der Bundeszentrale für politische Bildungund dem Bundesfamilienministerium finanziert.

Im vergangenen Jahr nahmen die Beschwerden über rechtsextremeInhalte im Netz um etwa ein Drittel zu: insgesamt registrierte das Team von jugendschutz.net 1.607 Hinweise (2010: 1.150). Besondesstark stiegen die Hinweise auf rechte Inhalte im Web 2.0, von 270 auf 629 im vergangenen Jahr.

Vorsicht vor versteckten Inhalten

Die Anzahl entdeckter rechtsextremer Websites lag im vergangenen Jahr bei 1.671 (2010: 1.707). Über emotionale Themen wie Finanzkrise, Arbeitslosigkeit oder sexuellen Missbrauch versuchten Rechtsextremisten, auch Menschen außerhalb der Szene zu erreichen. So habe es etwa für ein Facebook-Profil zum Thema Kindesmissbrauch mehr als 35.000 Zustimmungen gegeben. "Der rechtsextreme Kontext wird bei solchen Aktionen verschleiert, Links bieten aber einen Einstieg in die Szene", betonte Glaser.

Insgesamt sichtete jugendschutz.net im vergangenen Jahr knapp 3.700 Beiträge auf deutschen und ausländischen Plattformen, darunter Videos, Profile und Kommentare.

Auch facebook und Youtube betroffen

Mehr als zwei Drittel der Beiträge im Web 2.0 finden sich bei den international agierenden Anbietern Youtube und Facebook. Bei Twitter wurden im vergangenen Jahr 141 Kanäle identifiziert, doppelt so viele wie im Vorjahr.

Vor allem Neonazigruppen und die NPD nutzten den Dienst, hieß es. 65 Prozent der rechtsextremen Websites liegt auf deutschen Servern. Wurden die Inhalte über ausländische Standorte verbreitet, geschah dies zumeist über US-amerikanische Dienste, heißt es in dem Bericht weiter. Strafbare Inhalte fänden sich mittlerweile hauptsächlich im Social Web. "Anscheinend fühlen sich rechtsextreme in Sozialen Netzwerken sicherer vor Strafverfolgung", sagte Glaser.

Zunehmende Radikalisierung - mehr Straftaten

Bei rechtsextremen Websites ergriff jugendschutz.net 262 Maßnahmen zur Löschung der unzulässigen Inhalte, 219 Mal erfolgreich, heißt es in dem Berichtweiter. Dabei habe sich der direkte Kontakt zu Providern als wirksamstes Mittelerwiesen, so Glaser. Im Web 2.0 wurde die Initiative 1.207 Mal tätig und konnte 974 Mal eine Löschung erreichen.

Online-Beratungsportale steuern gegen und unterstützen Betroffene

Laut Liane Czeremin von der Online Beratung gegen Rechtsextremismus, einem Projekt des Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie", ist eine zunehmende Radikalisierung festzustellen: "Wir erhalten im Unterschied zu früher Anfragen, bei denen es durchaus auch um Straftaten geht. "Um Jugendliche für rechte Hetze im Netz zu sensibilisieren, haben jugendschutz.net und die Online Beratung eine Videoserie für das Social Web entwickelt: Vier Clips greifen unterschiedliche Facetten des modernen Rechtsextremismus auf, sollen zum Nachdenken und zu Gegenaktivitäten ermuntern.

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