15. Mai 2018 | Hofgeismar

Entscheidung für Jesus Christus, Entscheidung für die Zukunft

15. Mai 2018 von Hans-Jürgen Abromeit

Vortrag zu Dietrich Bonhoeffer auf der Delegiertenversammlung der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD)

„Wer ist Jesus Christus für uns heute?“[1]
Dies – so schreibt er an seinen Freund Eberhard Bethge in den Briefen aus der Haft in Berlin-Tegel  –   sei Dietrich Bonhoeffers eigentliche Lebensfrage gewesen:  Man kann diese Frage durch das gesamte Lebenswerk Dietrich Bonhoeffers verfolgen. 1933, in der Christologievorlesung in Berlin, stellt er bereits die Frage nach der Person Christi: Wer ist Jesus Christus? Diese Frage, und nicht die Bestimmungen über das Miteinander von göttlicher und menschlicher Natur, sei der Kern christologischen Nachdenkens. Das Buch, mit dem Bonhoeffer zu seinen Lebzeiten bekannt geworden ist, die „Nachfolge“, zeigt, dass diese Frage nicht abstrakt, sondern nur in ihrer Bedeutung für uns gestellt werden kann. Von Christus reden bedeutet immer auch, „von dem wahrhaftigen Leben Jesu Christi in uns“ zu reden. Weil Christus in an ihn Glaubenden Wohnung genommen hat, ist „das Leben Jesu Christi auf dieser Erde noch nicht zuende gebracht. Christus lebt es weiter in dem Leben seiner Nachfolger.“[2]

Hier liegt das Motiv, das Bonhoeffer in seinem Leben und Denken in Bewegung hielt. Das Ziel seiner Ethik sei – so formuliert er –, „wie Christus unter uns heute und hier Gestalt gewinne“.[3] Bonhoeffers Ethik ist Versöhnungsethik. Er möchte anleiten, aus der neuen Wirklichkeit zu leben, die mit der Versöhnung durch Christus in dieser Welt Realität geworden ist. „In der Liebe leben und zunehmen heißt ja, in der Versöhnung und Einheit mit Gott und den Menschen leben, heißt, das Leben Jesu Christi leben.“[4]

Bei keinem anderen Theologen dieses Jahrhunderts ist der Lebens- und Denkweg so eng miteinander verwoben. Bonhoeffer gibt in verschiedenen Situationen mit seinem Leben und Denken eine Antwort auf die Frage: Wer ist Jesus Christus für uns heute? 1932 erfährt er Christus als den, der das ganze Leben, Reden und Tun, Glauben und Handeln beansprucht. Er ist der Herr, der in seine Nachfolge ruft. Dietrich Bonhoeffer entscheidet sich für die konsequente Nachfolge Jesu Christi. 1939, angesichts eines heraufziehenden Schreckenszenarios, eines Vernichtungskrieges, der von Deutschland ausgehend wird, entscheidet sich Bonhoeffer, nicht der vorfindlichen Wirklichkeit, sondern Christus, dem Wirklichen, zu vertrauen. Er wählt den Weg in den Widerstand. 1944, in der Haft in Berlin-Tegel, erfährt Bonhoeffer Christus als den mit den Geschundenen und Klagenden Mitleidenden. Für das Mitleiden Christi steht das Kreuz. Doch nach dem Kreuz kommt die Auferstehung, nach dem Untergang des nationalsozialistischen Terror-Regimes wird – darauf vertraut Bonhoeffer – ein neuer Anfang möglich sein. Bonhoeffer entscheidet sich für die Zukunft.

Nun wäre es ein Missverständnis und ganz und gar nicht im Sinne Bonhoeffers, wollte man nur die erste Entscheidung als eine Entscheidung für Christus ansehen.

In seinem Verständnis waren alle drei Entschlüsse Entscheidungen für Christus, auch die, die in unseren Augen politisch und weltlich aussehen.[5] In allen drei Entscheidungen hat er versucht, Jesus Christus nachzufolgen.

1. Christus ruft in die Nachfolge

Um ermessen zu können, welche Entscheidungen Bonhoeffer traf, müssen wir wissen, was ihn vorher bestimmt hat. Der junge Bonhoeffer identifizierte sich selbstverständlich mit seinem deutschen Vaterland. Sein Bruder Walter hatte sich im Ersten Weltkrieg freiwillig an die Front gemeldet und dort sein Leben verloren. In dem gleichen Geist trat auch 1923 der 17-jährige Dietrich aus freiem Entschluss zu militärischen Übungen an: „... heute bin ich schon Soldat. Wir wurden gestern gleich, als wir ankamen, eingekleidet und kriegten unsere Sachen. Heute bekamen wir Granaten und Gewehre. ... Löhne gibt es keine; meine Adresse ist: Jäger (nicht stud. theol.) D. B., Ulm 13. Inf. Reg. 10. Kompanie, 1. Korporalschaft.“[6]

Zwar dauerte Bonhoeffers militärische Karriere nur 14 Tage. Aber die Einstellung, die aus diesen Briefzeilen spricht, findet sich nur  fünf Jahre später in einem Vortrag, den der 22-jährige Vikar in Barcelona hielt. Sein Thema lautete: „Grundfragen einer christlichen Ethik“. Ethik ist für ihn „Sache des Blutes“. „Es gibt keine an sich schlechten Handlungen, auch der Mord kann geheiligt werden..." Zur Bergpredigt Jesu führt er aus: „Es ist das größte Missverständnis, wenn man die Gebote der Bergpredigt ... wörtlich auf die Gegenwart bezieht.“ „Braucht ein Volk mehr Raum, ist ein Krieg, auch ein Angriffskrieg, durchaus gerechtfertigt.“ „Auch die Kraft ist von Gott und die Macht und der Sieg ..., denn Gott selbst ist ewig jung und stark und sieghaft.“[7]

Mit dieser nationale Sehnsüchte verklärenden und imperialistische Vorstellungen rechtfertigenden Theologie stand Bonhoeffer nicht allein. Er gab nur einem zu seiner Zeit in Theologie und Kirche weit vertretenem Denken Ausdruck, wie es sich z.B. im sog. Neuluthertum fand. Die uns heute vielleicht befremdende religiöse Aufwertung des Volksgedankens war eine im damaligen deutschen Protestantismus mehrheitsfähige Vorstellung.[8] Auch bei Bonhoeffers Lehrer Reinhold Seeberg, der sich selbst „modern-positiv“ nannte, fand sich eine Theologie, die den deutschen Staat und das deutsche Volk verherrlichte.[9] Über seine Berliner Lehrer hatte der junge Bonhoeffer solche Ansichten aufgenommen. Ab 1924/25 findet sich bei ihm allerdings schon ein anderer Einfluss. Bonhoeffer war mit der dialektischen Theologie, besonders mit dem Werk Karl Barths in Berührung gekommen. Hier wehte ein anderer Geist. Barth warnte, dass Gott nicht in menschlichen Vorstellungen und Wünschen aufgehen dürfe, sondern dem Menschen als der „ganz Andere“ gegenübertritt. Gott ist zuerst einmal Krise und Gericht der menschlichen Vorstellungen über Gott.

Deutlich zutage treten erste Veränderungen 1930/31 bei einem Studienaufenthalt in den USA. Bonhoeffer propagiert dort nicht nur die dialektische Theologie Barths. In zahlreichen Gemeindevorträgen wurde darüber hinaus deutlich, dass seine christliche Friedensverantwortung nun den Vorrang vor seinen nationalen Bindungen erhalten hatte.

Zwar bekennt er sich „als Deutscher, der seine Heimat mehr als alles liebt, ... der dankbar bekennt, dass er alles, was er hat und ist, von seinem Volk erhalten hat“. Doch „vor dem Kreuz Christi und seinem unfassbaren Leiden verschwinden all unsere äußerlichen Unterschiede, wir sind nicht mehr reich oder arm, weise oder einfältig, gut oder schlecht, wir sind nicht mehr Amerikaner oder Deutsche, wir sind eine große Versammlung von Brüdern“.

Aus diesem Grunde lehnt er jeden Krieg ab und spricht sich gegen Nationalismus, Rassen- und Klassenhass aus: „Es darf nie mehr geschehen, dass ein christliches Volk gegen ein christliches Volk kämpft, Bruder gegen Bruder, da beide einen gemeinsamen Vater haben.“[10] Eine grundlegende Neuorientierung nimmt Bonhoeffer allerdings erst 1932 vor.

In diesem Jahr vor Hitlers Machtergreifung steckte Deutschland in einer großen wirtschaftlichen und politischen Krise. Bonhoeffer musste in dieser Zeit Konfirmandenunterricht in einem Bezirk Berlins erteilen, in dem die Eltern zu arm waren, um ihren Kindern einen Konfirmationsanzug zu kaufen. An der Technischen Hochschule hatte der Studentenpfarrer Bonhoeffer, selbst erst 26 Jahre alt, mit naturwissenschaftlich geprägten Studenten zu tun, für die das Wort “Gott“ ein Fremdwort war. Im Mai 1932 predigte er über 2. Chronik 20,12: „Wir wissen nicht, was wir tun sollen, aber unsere Augen sehen nach dir!“

In diesen Worten der Bibel findet er seine Situation und die seiner Kirche gut beschrieben. Die wirtschaftlichen und politischen Probleme vergrößern sich von Tag zu Tag; aber woher soll man den Maßstab nehmen, um richtige von falschen Lösungsvorschlägen zu unterscheiden? Auch im persönlichen Bereich gerät alles ins Wanken. Wie soll man sein Leben gestalten? Ist die Ehe eine zeitgemäße Lebensform oder ist sie überholt? Wie kann man Kinder erziehen? Wie können besonders junge Leute mit ihrer Sexualität verantwortlich umgehen? Bonhoeffer weiß auf diese Fragen zu dieser Zeit auch keine Antwort („Wir wissen nicht, was wir tun sollen.“), aber er weiß, dass in dieser Situation nur der Blick auf den gekreuzigten und auferstandenen Christus weiterhelfen kann: „Aber unsere Augen sehen nach dir!“ Nach dieser Predigt schreibt Bonhoeffer an einen Freund: „Mir spitzt sich das Problem immer schärfer und unerträglicher zu. Neulich habe ich über 2. Chronik 20,12 gepredigt. Da habe ich meine ganze Verzweiflung mal abgeladen. Aber weiter bin ich deswegen auch nicht gekommen“.

Vier Jahre später schreibt er an eine Bekannte, wie er weitergekommen ist: „... Ich stürzte mich in die Arbeit in sehr unchristlicher und undemütiger Weise. Ein wahnsinniger Ehrgeiz, den manche an mir gemerkt haben, machte mir das Leben schwer und entzog mir die Liebe und das Vertrauen meiner Mitmenschen. Damals war ich furchtbar allein und mir selbst überlassen. Das war sehr schlimm. Dann kam etwas anderes, etwas, was mein Leben bis heute verändert und herumgeworfen hat. Ich kam zum erstenmal zur Bibel. Das ist auch wieder sehr schlimm zu sagen. Ich hatte schon oft gepredigt, ich hatte schon viel von der Kirche gesehen, darüber geredet und geschrieben – und ich war noch kein Christ geworden, sondern ganz wild und ungebändigt mein eigener Herr. Ich weiß, ich habe damals aus der Sache Jesu Christi einen Vorteil für mich selbst für meine wahnwindige Eitelkeit gemacht. Ich bitte Gott, dass das nie wieder so kommt. Ich hatte auch nie, oder doch sehr wenig gebetet. Ich war bei aller Verlassenheit ganz froh an mir selbst. Daraus hat mich die Bibel befreit und insbesondere die Bergpredigt. Seit dem ist alles anders geworden. Das habe ich deutlich gespürt und sogar andere Menschen um mich herum. Das war eine große Befreiung. Der christliche Pazifismus, den ich noch kurz vorher leidenschaftlich bekämpft hatte, ging mir auf einmal als Selbstverständlichkeit auf ...“[11]

Vorbereitet durch die Theologie Barths und durch die Erfahrung ökumenischen Christentums vollzieht der 26-jährige Bonhoeffer beim Lesen der Bibel eine Revision von Leben und Denken.

Im Licht der Bibel wird ihm bewusst, dass er sein Christsein bisher für eigene Zwecke instrumentalisiert hat und damit eigentlich „noch kein Christ geworden“ war. Diese Entscheidung Bonhoeffers können wir die Entscheidung für die konsequente Nachfolge nennen.

In seinem 1937 erschienenen Buch „Nachfolge“ legt er von seinen Erfahrungen her die Nachfolge aus: „Jesus ruft in die Nachfolge... Es gibt keinen anderen Weg zum Glauben als den Gehorsam gegen den Ruf Jesu ... Es ist abermals nichts anderes, als die Bindung an Jesus Christus allein, d.h., gerade die vollkommene Durchbrechung jeder Programmatik, jeder Idealität, jeder Gesetzlichkeit. Darum ist kein weiterer Inhalt möglich, weil Jesus der einzige Inhalt ist. Neben Jesus gibt es hier keine Inhalte mehr. Er selbst ist es ... Nachfolge ist nichts als Bindung an die Person Jesu Christi allein ...“[12]

Bonhoeffer erfährt Christus also als den Herrn aller Lebensbereiche. Die Bindung an ihn umfasst alles, auch die Politik. Darum kann Bonhoeffer auf einer großen ökumenischen Konferenz 1934 in Fanö (Dänemark) kompromisslos zur Abrüstung aufrufen: „Wie wird Friede? Durch ein System von politischen Verträgen? Durch Investierung internationalen Kapitals in den verschiedenen Ländern, d.h. durch die Großbanken, das Geld? Oder gar durch allseitige friedliche Aufrüstung zum Zwecke der Sicherstellung des Friedens? Nein, durch dieses alles aus einem Grunde nicht, weil hier überall Friede und Sicherheit verwechselt wird. Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn Friede muss gewagt werden, ist das eine große Wagnis und lässt sich nie und nimmer sichern. Friede ist das Gegenteil von Sicherung. Sicherheiten fordern heißt Misstrauen haben und dieses Misstrauen gebiert wiederum Krieg. Sicherheiten suchen heißt, sich selber schützen wollen. Friede heißt, sich gänzlich ausliefern dem Gebot Gottes, keine Sicherung wollen, sondern in Glaube und Gehorsam dem allmächtigen Gott die Geschicke der Völker in die Hand legen und nicht selbstsüchtig über sie verfügen wollen. Kämpfe werden nicht mit Waffen gewonnen, sondern mit Gott. Sie werden auch dort noch gewonnen, wo der Weg ans Kreuz führt.“[13]

Als Bonhoeffer sich so auf  Christus einlässt, wird ihm klar, wie unmöglich es ist, den Krieg theologisch zu rechtfertigen. Mehr noch: Er nimmt nun die Bibel ganz ernst und damit auch die Bergpredigt. Was er 1928 in Barcelona noch vehement abgelehnt hat, erscheint ihm als zwingende Notwendigkeit: „Der christliche Pazifismus ging mir auf einmal als Selbstverständlichkeit auf.“Bonhoeffer meint, endlich eine Basis, ein Fundament für sein Leben gefunden zu haben. An seinen ältesten Bruder, Karl-Friedrich schreibt er 1935: „Aber ich glaube nun endlich zu wissen, wenigstens einmal auf die richtige Spur gekommen zu sein – zum ersten Mal in meinem Leben. Und das macht mich oft sehr glücklich... Es gibt doch nun einmal Dinge, für die es sich lohnt, kompromisslos einzutreten. Und mir scheint, der Friede und die soziale Gerechtigkeit oder eigentlich Christus, sei so etwas.“[14]
Diese letzten Worte sind besonders auffallend. Bonhoeffer identifiziert im Gespräch mit seinem agnostischen Bruder, der dem Glauben gegenüber eher verschlossen, aber für die soziale Frage sehr offen ist, Friede und soziale Gerechtigkeit mit Christus. Angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen ist Christus Friede oder soziale Gerechtigkeit.

2. Die „Nachfolge“ als Kern der Theologenausbildung

Das 1937 erschienene Buch „Nachfolge“ ist im Grunde genommen der Extrakt aus den zentralen Vorlesungen des Predigerseminars der Bekennenden Kirche, das im April 1935 in Zingst gegründet wurde und dann im Juni desselben Jahres – über eine kurze Zwischenstation in Greifswald – nach Finkenwalde bei Stettin umziehen musste.[15]  Über die der Wahrheit der Kirche entsprechende Existenzform sagt Bonhoeffer in seinen Homiletikvorlesungen: „Die Wahrheit, die die Kirche verkündigt, ist die Wahrheit, die sich eine eigene Existenzform in der Kirche schafft. Der Wahrheits- und Wirklichkeitscharakter der Predigt hängt von der Existenzform der Kirche ab, d.h. von der Nachfolge. Die der Wahrheit der Predigt angemessene Existenzform der Kirche ist nicht Volksverbundenheit, sondern die Nachfolge, der Gehorsam gegen das Gebot Jesu Christi.“[16] In dieser Existenzform der Nachfolge sollten die zukünftigen Pfarrer leben.

Was allerdings Nachfolge Jesu bedeutet, scheint Bonhoeffer in der Evangelischen Kirche unklar. Deswegen legt er in den zentralen Veranstaltungen des Predigerseminars die Nachfolgeworte Jesu, die Bergpredigt und die paulinischen Aussagen über die Gemeinde als Leib Christi aus. Der aus Australien stammende und heute in den USA lehrende Bonhoeffer-Forscher Clifford Green hat in seiner grundlegenden Bonhoeffer-Arbeit “The Sociality of Christ and Humanity“ gezeigt, wie in dieser Auslegung Bonhoeffers eigene Erfahrungen einer Wende vom Theologen zum Christen[17] als Hintergrund für seine Auslegung der Nachfolgeworte Jesu dienen.

Nachfolge ist für Bonhoeffer keine selbst gewählte Entscheidung, sondern die schlichte Antwort auf den Ruf Jesu: „Jesus ruft in die Nachfolge… Es gibt keinen anderen Weg zum Glauben als den Gehorsam gegen den Ruf Jesu ... Es ist … nichts anderes, als die Bindung an Jesus Christus allein, d.h. gerade die vollkommene Durchbrechung jeder Programmatik, jeder Idealität, jeder Gesetzlichkeit. Darum ist kein weiterer Inhalt möglich, weil Jesus der einzige Inhalt ist. Neben Jesus gibt es hier keine Inhalte mehr. Er selber ist es … Nachfolge ist nichts als Bindung an die Person Jesu Christi allein…“[18].

Nachfolge ist nicht nur ganzheitlich, sondern auch universal. In der Nachfolge beschlagnahmt Jesus Christus nicht nur das ganze Leben des Nachfolgers, sondern in der Nachfolge liegt auch die Tendenz, die Gemeinschaft der Nachfolgenden zu vergrößern. In der Auslegung von Mt 9,35–38 führt Bonhoeffer aus: „Der Blick des Heilandes fällt erbarmend auf sein Volk, auf Gottes Volk. Es konnte ihm nicht genug sein, dass einige wenige seinen Ruf gehört hatten und ihm nachfolgten. Er konnte nicht daran denken, sich mit seinen Jüngern aristokratisch abzusondern und in der Weise großer Religionsstifter ihnen in der Abgeschiedenheit von der Menge des Volkes die Lehren höherer Erkenntnis und vollkommener Lebensführung zu übermitteln.“[19]

In seiner Zeit, in der Auseinandersetzung mit den Kirchenausschüssen, die die Leitung der Kirche übernehmen sollten, sieht er ein Versagen der Pfarrerschaft. (Seine Kritik trifft auch die damalige Leitung der Pommerschen Evangelischen Kirche.) Wegen des „Missbrauches des Wortes Gottes durch die berufenen Diener am Wort“ sind „keine Hirten mehr da“[20].  Entscheidend für die Arbeit der von Christus Ausgesandten sind nicht ihre Motivation und Wünsche, sondern die Sendung durch Jesus (vgl. Mt 10,5f).  „Nicht um unserer noch so großen Liebe zu unseren Brüdern im Volk oder zu den Heiden in fremden Ländern willen bringen wir ihnen das Heil des Evangeliums, sondern um des Auftrags des Herrn willen, den er im Missionsbefehl (vgl. Mt 28,18-20) gegeben hat.“[21]

Indem die von Christus Gesandten ihren Auftrag ausführen – und Bonhoeffer denkt hier immer an die Vikare, denen er dies als Ausbildung zum Pfarramt sagt – geht „der eine Jesus Christus in seinen … Boten durch das Land und tut sein Werk“[22]. In diesem Zusammenhang kritisiert Bonhoeffer auch – bereits in der Nachfolge – den Status des beamteten Pfarrers. „In königlicher Armut sollen die Boten Zeugnis ablegen von dem Reichtum ihres Herrn.“[23] In dieser Zeit der Auseinandersetzungen mit der staatlichen Macht und mit den zu Kompromissen neigenden kirchlichen Autoritäten reduziert Bonhoeffer den Auftrag der Kirche auf das Essentielle. Ihr Auftrag ist im Kern Verkündigung, und deren Inhalt ist  „kurz und klar“. „Sie melden den Anbruch des Gottesreiches, sie rufen zur Umkehr und zum Glauben. … ‚Heute, so ihr seine Stimme höret, so verstocket eure Herzen nicht!’ (Hebr. 4,7). Das ist evangelische Predigt. Ist das unbarmherzige Hast? Nichts ist unbarmherziger, als den Menschen vorzuspiegeln, dass sie noch Zeit hätten zur Umkehr.“[24]

Nicht nur die Predigt im Allgemeinen – wie die in Zingst und Finkenwalde gehaltenen Homiletikvorlesungen zeigen –, sondern auch die evangelistische Predigt im Besondern ist von dieser Elementarität geprägt. Pfarrer sind immer auch Evangelisten. Der Missionsbefehl strukturiert den Dienst des Pfarrers insgesamt. Jesus konnte sich nicht damit beruhigen, dass einige Wenige treu bei der Gemeinde bleiben; und so sucht auch Bonhoeffer mit dem Bruderhaus – das ist ein kommunitärer Kern des Predigerseminars in Finkenwalde – nach Wegen, wie auch die erreicht werden können, die nicht zum Gemeindekern gehören.

Es lohnt sich, die Evangelisation als Unterrichtsfach im Predigerseminar und die Praxis der vom Seminar geübten Volksmission genauer zu betrachten.

3. Was meint Nachfolge bei Bonhoeffer? – Unterscheidungen

Mit dem Begriff Nachfolge tritt die Beziehung zu Jesus Christus in das Zentrum des christlichen Glaubens. Glaube ist nicht mehr nur eine Lebenshaltung, schon gar keine Weltanschauung, sondern hat es zuerst und zuletzt mit dieser Person zu tun. Es gibt keinen christlichen Glauben ohne eine Beziehung zu Jesus Christus. Bonhoeffer entdeckt, dass in der Geschichte der christlichen Kirche diese Jesusbeziehung häufig zurückgetreten ist. Man hat das Einmalige und Unverlierbare dieser Beziehung aus dem Auge verloren und unter Absehung des besonderen Jesusprofils den christlichen Glauben zur Grundlage eines gedanklichen Systems gemacht. Das muss nicht immer falsch sein. In dem Wunsch nach gedanklicher Durchdringung liegt ja das Ziel der Verallgemeinerung. Aber es liegt darin auch die Gefahr einer rechthaberischen Abstraktion. Jede Systembildung trägt in sich die latente Gefahr, den Gedanken gegenüber der Wirklichkeit zu behaupten.

Nehmen wir ein Beispiel, das in unserer Zeit der Religionsbegegnungen von großer Bedeutung ist. Wenn ich nach Johannes 14,6 „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ Jesus als alleinige Wahrheit behaupte und einen Absolutheitsanspruch des christlichen Glaubens postuliere, dann überzeugt das gedanklich keinen Anhänger einer anderen Religion. Wenn ich aber selbst gemäß Joh 14,6 mit Jesus lebe, wird mir und anderen die Ausschließlichkeit der Jesusbeziehung mehr und mehr einleuchten. Unbegrenztes Vertrauen und unbegrenzte Liebe wachsen in einer ausschließlichen Beziehung. Kann ich diese Liebe und dieses Vertrauen bezeugen und bekennen, werden dadurch Menschen bewegt, ebenfalls ihr Vertrauen auf Jesus zu setzen.

Die Person Jesus Christus, die von ihr ausgehende christliche Lehre und ihre Geschichte, steht darum im Mittelpunkt des christlichen Glaubens. Das ist mit Blick auf das christliche Glaubensbekenntnis und seine lehrmäßige Entfaltung in den Dogmatiken keineswegs selbstverständlich. Schon das Apostolikum nennt zwar die heilsgeschichtlichen Grunddaten, unterschlägt aber den geschichtlichen Jesus zwischen dem „geboren von der Jungfrau Maria“ und dem „gelitten unter Pontius Pilatus“, als ob dazwischen nichts gewesen wäre. Ein Glaube kann sich auch auf ein Etwas richten, Nachfolge geht aber nur mit einer Person.

Darum beschäftigt sich Bonhoeffers Buch "Nachfolge" zu mehr als zwei Dritteln mit Jesus, seiner Verkündigung und seinen Nachfolgeworten. Der größere Teil befasst sich mit der relativ kurzen Zeit, als Gott in Jesus auf dieser Erde präsent war, der kleinere mit der Zeit der Kirche. Die Zeit Jesu ist das Modellzeitalter für christliche Existenz überhaupt. Jeder, der die Theologiegeschichte kennt, weiß, dass eine solche Gewichtung nicht selbstverständlich ist. Dieser erste Teil hat wiederum einen Schwerpunkt in der Auslegung von Jesusworten, wie sie in der Bergpredigt (Mt 5-7) und in der Botenrede (Mt 10) gesammelt sind. Davor hat Bonhoeffer fünf Unterscheidungen gestellt, die helfen, den neutestamentlichen Ernst der Nachfolge Jesu wieder zu gewinnen.

a) Es geht um teure, nicht um billige Gnade

Ja, die Rechtfertigung allein aus Gnade steht zu Recht im Zentrum des evangelischen Glaubens. Diese Rechtfertigung ist eine Rechtfertigung im Gericht. Sie ist ein Freispruch von Gottes Anklage durch Gott selbst. „Teuer ist die Gnade vor allem darum, weil sie Gott teurer gewesen ist, weil sie Gott das Leben seines Sohnes gekostet hat“[25]. „Teuer ist sie, weil sie in die Nachfolge ruft, Gnade ist sie, weil sie in die Nachfolge Jesu Christi ruft; teuer ist sie, weil sie dem Menschen das Leben kostet, Gnade ist sie, weil sie ihm so das Leben erst schenkt.“[26]

Damit steht Bonhoeffer quer auch zu allen heute verbreiteten Versuchen eines Wohlfühlevangeliums. „Du darfst so bleiben, wie du bist!“ Was vielleicht als Slogan für eine Halbfettmargarine taugt („Du darfst!“), ist als Beschreibung der Wirkung des Evangeliums völlig ungeeignet. Ja, wir dürfen zu Gott kommen, wie wir sind. Da gibt es keine Vorbedingungen, keine moralischen Ansprüche, keine kulturellen Schranken und keine geistigen Voraussetzungen.

Aber niemand geht aus einer Begegnung mit Jesus Christus unberührt hervor. Wer vor Gott steht, gerade wie er in Jesus Christus für uns Mensch geworden ist, wird verändert. Es geht um einen Existenzwandel. Die ganze Lebensführung ist angesprochen. Und da heißt es eben: Ich kann nicht so bleiben, wie ich bin! Vieles, was Bonhoeffer sagt, klingt höchst aktuell, obwohl es in einer ganz anderen Zeit gesagt worden ist: „Wissen wir auch, dass diese billige Gnade in höchstem Maße unbarmherzig gegen uns gewesen ist? Ist der Preis, den wir heute mit dem Zusammenbruch der organisierten Kirchen zu zahlen haben, etwas anderes als eine notwendige Folge der zu billig erworbenen Gnade? Man gab die Verkündigung und die Sakramente billig, man taufte, man konfirmierte, man absolvierte ein ganzes Volk, ungefragt und bedingungslos, man gab das Heiligtum aus menschlicher Liebe den Spöttern und Ungläubigen, man spendete Gnadenströme ohne Ende, aber der Ruf in die strenge Nachfolge Christi wurde seltener gehört.“[27]

Vielleicht fühlt sich jemand von ihnen an einen kürzlich erlebten Konfirmationsgottesdienst erinnert. Wer die Gnade verschleudert, erreicht das Herz der Menschen auch nicht. Bonhoeffer sagt sogar: „Das Wort von der billigen Gnade hat mehr Menschen zugrunde gerichtet als irgendein Gebot der Werke.“[28]

b) „Nur der Glaubende ist gehorsam, und nur der Gehorsame glaubt.“[29]

Nachfolge beginnt immer mit einem Ruf in die Nachfolge. Ich kann mich nicht selber rufen, aber ich kann einem ergangenen Ruf ausweichen. Deswegen gehören Glaube und Gehorsam zusammen. Levi am Zoll wird gerufen und folgt diesem Ruf sogleich. „Der Weg zum Glauben geht durch den Gehorsam gegen den Ruf Christi.“[30] Der Ruf zum Glauben schafft eine neue Situation. In ihr erweist sich, ob geglaubt werden kann. Die Trennung von Glaube und Gehorsam ist künstlich. Das Sich-ein-Lassen auf den Ruf Christi ist nicht möglich, wenn ich mich nicht von dem Ruf verändern lasse. Bonhoeffer zeigt das an der Geschichte vom reichen Jüngling, der „traurig davon geht“.

c) Jesus erwartet einen Gehorsam nach dem Wortsinn, nicht lediglich paradoxe Uminterpretationen oder Spiritualisierungen

Bonhoeffer verhandelt diese Gedanken mit feiner Ironie unter der Überschrift: „Der einfältige Gehorsam“. Jesus meint, was er sagt. Es geht nicht nach dem Schema: „Jesus würde also rufen: Heraus! – Wir verstehen ihn aber, wie er es eigentlich meint: Bleib drinnen!, freilich als einer, der innerlich herausgetreten ist.“[31] Jesus stellt also ganz reale Zumutungen an seine Jünger, die Armut nicht zu spiritualisieren, das Sorgen als angeblich unumgängliches menschliches Verhalten in Frage zu stellen und wirklich zuerst nach Gottes Reich zu trachten.

d) Nachfolge ist Kreuzesnachfolge und keine ungebrochene bürgerliche Existenz

Wer dem folgt, der sein Kreuz auf sich genommen hat, wird auch selbst Schweres zu tragen haben. Ganze sechs Mal lese ich in den Evangelien: „Wer sein Leben findet, der wird`s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird`s finden“ (Mt 10, 39). Erst mit der Bereitschaft, im Extremfall sein Leben aufzugeben, stellt es sich in einer Tiefe und Wahrhaftigkeit ein, von der der oberflächlich Glaubende gar nichts ahnt. Wer das Leben finden will, muss bereit sein, es aufzugeben. Jesus redet von der Bereitschaft zum Zeugentod, zum Martyrium. Das ist hart. Wer die Jesusnachfolge so ernst nimmt, dass er im Extremfall bereit ist, auch sein Leben dafür zu lassen, der wird am Ende wirklich leben. Ja, es ist wirklich der Extremfall. Es widerstrebt uns, so zu handeln. Der Selbsterhaltungstrieb ist stark. Lebenserhaltende Kräfte machen sich bemerkbar. Unser Verlangen nach Geltung und Ansehen verhindert es. Das ist menschlich, denn jeder Mensch braucht Bestätigung und Wertschätzung.

Das birgt aber auch eine Gefahr: Wenn wir uns ganz wichtig nehmen wollen, verspielen wir unser Leben. Die Selbstzurücknahme entfaltet ungeahnte Kräfte. Die Bereitschaft, sich selbst aufzugeben, um dem Glauben zu dienen, weist auf eine Dimension, die gleicherweise fasziniert wie irritiert. Ja, das setzt Kraft frei, um anderen und Gott zu dienen. Ich denke an Mönche, Nonnen und evangelische Schwestern und Brüder, die unglaubliche Leistungen erbracht haben, die sie mit einem bürgerlichen Leben nie hätten erbringen können. Ganze Landstriche wurden zivilisiert. Ich denke an die Zisterziensermönche von Eldena bei uns in Vorpommern. Ihre Selbstzurücknahme hatte eine unglaubliche Bedeutung für Vorpommern. Das ist ein ganz anderer Glaube als diese Wohlfühlreligion, die heute manchmal auf Kirchentagen und in „Worten zum Sonntag“ vermittelt wird. Der echte Glaube fordert den ganzen Menschen. Er bringt die Welt in Bewegung, aber er kann auch das eigene Ich fordern. War es nicht bei Jesus so? Er war ganz für seine Mitmenschen da. Er hat den Verstoßenen und Entrechteten das Heil verkündet und vielen das Leben wieder gebracht. Aber am Ende wurde er aus dieser Welt herausgedrängt, an das Kreuz geschlagen und getötet. Nachfolge kann von dieser Kreuzesdimension nicht absehen.

e) „Jeder tritt allein in die Nachfolge, aber keiner bleibt allein in der Nachfolge.“[32]

Der Ruf Jesu trifft jeden Menschen für sich. Dadurch werden die menschlichen Gegebenheiten relativiert. Das, was uns bindet, auch die Beziehungen zu unseren Verwandten, muss zurückstehen. Alternativlos ist keine weltliche Kategorie. Lediglich Gott ist ohne realistische Alternative. Auch „gottgegebene Wirklichkeiten“ gibt es für den Nachfolger nur, wenn sie durch Christus gegeben sind. So wird Christus unser Mittler auch zu anderen Menschen. In der Nachfolge zerbrechen für selbstverständlich gehaltene Beziehungen, während andere ganz neu geschenkt werden.

Dietrich Bonhoeffer hat bei uns in Pommern seine Vorlesungen über gelebtes Christsein gehalten und damit den Begriff der Nachfolge wieder ins Gespräch gebracht. Er sagt: Unser bürgerliches Christentum hat die Nachfolge billig gemacht. Gnade ist aber nicht billig, Jesus hat sie sich etwas kosten lassen. Er starb am Kreuz. Es muss nicht immer der Märtyrertod sein, aber mit jedem ernsten Glauben sind auch unangenehme Auseinandersetzungen verbunden. Für Bonhoeffer bedeutete das am Ende allerdings auch das Martyrium. Er konnte um des Glaubens willen sich nicht damit abfinden, dass Hitler und die Nationalsozialisten den christlichen Glauben und die Menschenrechte mit Füßen traten. Den Ausschlag für Bonhoeffers Weg in den Widerstand gab die Vernichtung der Juden. „Seid nüchtern und wachet!“ (1 Petr 5,8). Bonhoeffer hatte früh verstanden, dass man als Christ Hitler und den Nazis nicht einfach nur zusehen konnte, sondern „dem Rad in die Speichen fallen“ müsse.

Deswegen führte ihn die Nachfolge in Widerstand und Ergebung. So heißt dann auch der Buchtitel, unter dem seine Briefe aus der Haft veröffentlicht worden sind. Im Ringen um seinen Weg mit Gott war er nüchtern genug, um zu verstehen, welche Niedertracht vor sich ging, um hier konkret Widerstand zu leisten. Dabei hat er sich ganz in den Willen Gottes ergeben.

Die biblisch realistische Wende, die die Theologie durch Bonhoeffer genommen hat, sollten wir nicht außer Acht lassen. Ein Glaube ohne persönliche Christusbeziehung ist leer. Einer Theologie ohne Christuszentrierung fehlt die Mitte. Eine Kirche ohne Christusnachfolge hat keine Verheißung.

[1] D. Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft (DBW VIII, hg. v. C.

  Gremmels u.a.), Gütersloh 1998, 402.

[2] D. Bonhoeffer, Nachfolge, 303.

[3] D. Bonhoeffer, Ethik, 87.

[4] A.a.O., 325.

[5] Vgl. ders., Nachfolge, (DBW IV, hg. v. M. Kuske/I. Tödt), München 1989, 216: Es geht „in der Nachfolge niemals wesentlich um die Entscheidung für dieses oder jenes Tun, sondern immer um die Entscheidung für oder gegen Christus“.

[6] D. Bonhoeffer, Jugend und Studium 1918-1927 (DBW IV, hg. v. H. Pfeiffer), München 1986, 68.

[7] Ders., Barcelona, Berlin, Amerika 1928-1931 (DBW X, hg. v. R. Staat/H. C. v. Hase), München 1991, 323.332. 339.

[8] Vgl. H. E. Tödt, Dietrich Bonhoeffers ökumenische Friedensethik, in: Frieden - das unumgängliche Wagnis (IBF 5), hg. v. H. Pfeiffer, München 1982, 85-117, bes. 86-90.

[9] Vgl. G. Brackelmann, Protestantische Kriegstheologie im 1. Weltkrieg. Reinhold Seeberg als Theologe des deutschen Imperialismus, Bielefeld 1974. Im Unterschied zu Seeberg findet sich eine Verherrlichung des Staates bei Bonhoeffer nirgends, auch nicht in seinen frühen Jahren.

[10] D. Bonhoeffer, Barcelona, 576-581.

[11] Ders., Gesammelte Schriften, hg. v. E. Bethge (=GS) VI, München 1974, 367f.

[12] Ders., Nachfolge, 45-47.

[13] Ders., GS I, München 1958, 218.

[14] Ders., GS III, München, 4. Auflage 1966, 24f.

[15] Vgl. das Vorwort der Herausgeber Martin Kuske und Ilse Tödt zur historisch-kritischen Ausgabe in DBW IV, 10.

[16] DBW XIV, 482 f.

[17] Vgl. E. Bethge, Dietrich Bonhoeffer. Theologe – Christ – Zeitgenosse, 246-251.

[18] DBW IV, 45-47.

[19] DBW IV, 193.

[20] DBW IV, 194.

[21] DBW IV, 198.

[22] DBW IV, 199.

[23] DBW IV, 200.

[24] DBW IV, 202.

[25] DBW 4, 31.

[26] Ebd.

[27] DBW 4, 40.

[28] A.a.O. 42.

[29] A.a.O. 52.

[30] A.a.O. 51.

[31] A.a.O. 71.

[32] A.a.O. 95.

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