Andacht und Kranzniederlegung

Erinnerungen an die Hamburger Sturmflut 1962

Eine Rettungsmannschaft der Bundeswehr ist am 18.02.1962 in Schlauchbooten im Hamburger Notstandsgebiet Wilhelmsburg auf der Suche nach Opfern der Sturmflut. "Vincinette", die Siegreiche, hieß der Orkan, der im Februar 1962 an der gesamten Nordseeküste schwere Sturmfluten auslöste. Am schlimmsten traf es Hamburg in der Nacht zum 17. Februar. Mehr als 300 Menschen starben, Tausende wurden obdachlos. Neuenfelde, Finkenwerder, Altenwerder und Wilhelmsburg versanken in den Fluten. Dort, wo die Deiche brachen, rissen die schlammigen Fluten alles weg, was ihnen im Weg stand. Allein in Wilhelmsburg ertranken über 200 Menschen. Die meisten wurden im Schlaf überrascht. Viele flüchteten in obere Stockwerke, kletterten auf Bäume oder Dächer und warteten im eisigen Sturm auf Hilfe. Die Aufräumarbeiten dauerten Monate. Etwa 26.000 Helfer waren im Einsatz. (Siehe epd-Feature vom 09.02.2012)
Eine Rettungsmannschaft der Bundeswehr ist am 18.02.1962 in Schlauchbooten im Hamburger Notstandsgebiet Wilhelmsburg auf der Suche nach Opfern der Sturmflut. "Vincinette", die Siegreiche, hieß der Orkan, der im Februar 1962 an der gesamten Nordseeküste schwere Sturmfluten auslöste. Am schlimmsten traf es Hamburg in der Nacht zum 17. Februar. Mehr als 300 Menschen starben, Tausende wurden obdachlos. Neuenfelde, Finkenwerder, Altenwerder und Wilhelmsburg versanken in den Fluten. Dort, wo die Deiche brachen, rissen die schlammigen Fluten alles weg, was ihnen im Weg stand. Allein in Wilhelmsburg ertranken über 200 Menschen. Die meisten wurden im Schlaf überrascht. Viele flüchteten in obere Stockwerke, kletterten auf Bäume oder Dächer und warteten im eisigen Sturm auf Hilfe. Die Aufräumarbeiten dauerten Monate. Etwa 26.000 Helfer waren im Einsatz. (Siehe epd-Feature vom 09.02.2012)© epd/ akg-images GmbH

14. Februar 2017 von Simone Viere, Thomas Morell

Zum Gedenken an die Opfer der Hamburger Sturmflut am 16./17. Februar 1962 sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. So treffen sich über 100 ehemalige Bewohner des Stadtteils Waltershof am Sonnabend (18. Februar, 11 Uhr) im Seemannsclub Duckdalben. Detlef Baade und Johannes Tönnies vom Arbeitskreis Flutdenkmal erinnern an die Katastrophe. In der Lesung von Johannes Tönnies geht es auch um die Zeit in Waltershof vor der Flut.

Traditionell verabredet sich die "Gemeinschaft ehemaliger Waltershofer/Dradenauer" jedes Jahr am Sonnabend nach dem Tag der Sturmflut. Die einstige Hafen-Siedlung wurde nach der Sturmflut aufgegeben.

315 Menschen aus Hamburg starben in den Fluten, unter ihnen auch fünf Helfer. Mit dem Verlesen ihrer Namen soll den Opfern ein akustisches Denkmal gesetzt werden, kündigte der NDR an. Im Radioprogramm NDR 90,3 werden die Namen am Donnerstag (16. Februar) ab 12 Uhr von Hörerinnen und Hörern verlesen. NDR 90,3 hatte im Vorwege 315 Hörer eingeladen, um die Namen einzusprechen. Die meisten von ihnen haben einen persönlichen Bezug zur Sturmflut.

Akustisches Denkmal im Michel

Im Hamburger Michel wird in der Mittagsandacht am Donnerstag (16. Februar) um 12 Uhr der Opfer gedacht. Dazu wird ebenfalls die akustische Erinnerung vom NDR zu hören sein. Der Michel, die Elbe und der Hafen gehörten seit Jahrhunderten eng zusammen, sagte Hauptpastor Alexander Röder. "Darum ist der Michel ein sehr passender Ort, der Opfer der Sturmflut von 1962 zu gedenken."

Eine weitere Veranstaltung findet am Sonnabend (18. Februar) um 15 Uhr am Hohenwischer Brack im Ortsteil Francop statt. Hier erinnern das Flutdenkmal "Die Wellenwand" und eine Tafel mit 76 Namen an die Opfer aus den Elbgemeinden zwischen Cranz und Harburg. Pastor Hans A. Gerdts spricht zur Kranzniederlegung. Überlebende wie Johannes Tönnies verlesen die Namen der Toten, darunter 42 aus Waltershof.

 

Hintergrund

Die Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 war die größte Naturkatastrophe Hamburgs nach dem Zweiten Weltkrieg und forderte 315 Todesopfer. NDR 90,3 wolle 55 Jahre nach der Katastrophe deutlich machen, dass Hamburg die Opfer der Flutnacht nicht vergessen habe, sagte NDR-Programmchef Hendrik Lünenborg. "So erinnern wir auch an den starken Zusammenhalt, den es in der Stadt in den Tagen nach der Flut gab."

Ort: Duckdalben, International Seamen's Club, Zellmannstraße 16, 21129 Hamburg

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