Soziales

Familienbildung vorbildhaft in Schleswig-Flensburg

Landtagsabgeordnete Serpil Miolyatli (l.) diskutiert mit Doris Kratz-Hinrichsen vom Diakonischen Werk über Familienbildung.
Landtagsabgeordnete Serpil Miolyatli (l.) diskutiert mit Doris Kratz-Hinrichsen vom Diakonischen Werk über Familienbildung.© Anja Pfaff

14. Juli 2018 von Anja Pfaff

Hoher Besuch in der Familienbildungsstätte in Schleswig: Am Donnerstag (12. Juli) waren sechs Landespolitikerinnen und -politiker bzw. ihre kommunalen Stellvertreter von fünf Parteien zu Gast, um sich über Familienbildung vor Ort zu informieren. Die Arbeit dort wird vom Kirchenkreis unterstützt.

Parteiübergreifend waren sie sich einig: Familienbildung gerade für junge Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr muss wieder stärker gefördert werden. Dabei gilt das Konzept in Schleswig-Flensburg, wo Familienbildungsstätten und Familienzentren vorbildlich kooperieren, als beispielhaft für das gesamte Land.

Bindung und Bildung: Das erste Lebensjahr ist wichtig

„Familien leisten einen wesentlichen Beitrag, damit gesellschaftliches Miteinander gelingen kann“, sagte Doris Kratz-Hinrichsen vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein, und stellte damit die besondere Bedeutung der Familien heraus. Antje Schümann, Leiterin der Familienbildungsstätten Schleswig und Kappeln, lenkte den Blick auf das erste Lebensjahr. „In dieser Zeit wird das Fundament für das gesamte Leben gelegt. Bindungserfolge führen später zu Bildungserfolgen“, sagte sie und zitierte die Kieler Professorin Ariane Schorn: „Gipfelstürmer brauchen ein gutes Basislager“.

Familienbildungsstätten vermitteln Sicherheit und Orientierung

Es ginge darum, Sicherheit und Orientierung zu vermitteln, die alle jungen Familien unabhängig von sozialer Zugehörigkeit und Geldbeutel brauchen, so Schümann. Und Tanja Hohmann, zuständig für die Koordination der DELFI®-Kurse in Schleswig-Flensburg, ergänzt: „Gerade im ersten Jahr sind Eltern unsicher und haben viele Fragen.“ Großeltern oder Geschwister als Ratgeber wohnten heute oft weit weg und Internetsuchen verunsicherten mehr als Antworten zu liefern.

Antworten in Kursen und dem Wellcome-Programm

Kompetente Antworten fänden Eltern, gleich welcher Herkunft, Nationalität, Religion und Form des Zusammenlebens, zum Beispiel in DELFI®-Kursen oder dem Wellcome-Programm. In Schleswig-Flensburg werden beispielsweise an 20 Standorten in mehr als 50 DELFI®-Kursen 400 junge Eltern ein Jahr lang begleitet. Neben Singen und Wahrnehmungs- und Bewegungsspielen für die Kleinen kommen bei den wöchentlichen Treffen alle Fragen auf den Tisch, die die jungen Eltern haben – lebensberatend und -begleitend.

Diskussion über Familienbildung: Die Vertreterinnen und Vertreter der Landtagsfraktionen sind an einem Tisch zusammengekommen.© Anja Pfaff

Schleswig-Flensburg beispielhaft in der Familienbildung

Das Konzept der Familienbildung in Schleswig-Flensburg gilt dabei beispielhaft für ganz Schleswig-Holstein, so dass dieses Erfolgsmodell – so die Idee der Politikerinnen im Gespräch – landesweit Schule machen könnte. Das Besondere hier vor Ort: Die gute Zusammenarbeit zwischen Politik und Familienbildungsstätte mit gemeinsamer Konzeptentwicklung, die unter anderem dazu führte, dass Schleswig-Flensburg als Modellstandort für die ersten vier Familienzentren des Landes benannt worden ist.

Unterstützungsangebote an 20 Standorten

Und: In Schleswig-Flensburg gibt es flächendeckend an 20 Standorten Angebote für junge Familien, die Eltern aller Neugeborenen erhalten zur Geburt ein Gutscheinheft für Unterstützungsangebote, kontinuierlich werden neue Kursleiterinnen ausgebildet und die sind dank der Koordination von Tanja Hohmann als Fachkraft untereinander vernetzt.

Der Kirchenkreis unterstützt die Familienbildung

„Dies alles geht nur, weil wir finanziell besser ausgestattet sind als andere Familienbildungsstätten“, sagt Antje Schümann. „Uns unterstützt der Kirchenkreis jährlich mit 180.000 Euro.“ Vom Land erhält sie für die Familienbildungsarbeit 32.000 Euro aus dem Gesamt-Budget von rund 500.000 Euro landesweit. Dies teilen sich 31 Einrichtungen. „Mit zwei Millionen Euro Förderungen könnten alle Eltern der 25.000 Kinder, die jährlich in Schleswig-Holstein zur Welt kommen, die Angebote kostenfrei nutzen. Schümann: „Ich hoffe, das bleibt kein Traum, sondern wird bald Wirklichkeit.“

 

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