Erster Auftritt

Heße will die nächsten 27 Jahre Erzbischof von Hamburg sein

Ankunft in Hamburg: Etwa 200 Menschen empfangen den künftigen Hamburger Erzbischof Stefan Heße vor dem Mariendom
Ankunft in Hamburg: Etwa 200 Menschen empfangen den künftigen Hamburger Erzbischof Stefan Heße vor dem Mariendom© epd-Bild

27. Januar 2015 von Thomas Morell, Timo Teggatz

Hamburg. Mit einem herzlichen „Moin“ begann der künftige Erzbischof Heße seinen ersten Besuch in Hamburg. Der Norden sei ihm weitgehend unbekannt, räumte der Kölner ein, der die guten Beziehungen zur evangelischen Kirche fortführen will.

Hamburgs künftiger Erzbischof Stefan Heße will sein Amt mit Transparenz und Offenheit ausüben. Er wolle die Freude am christlichen Glauben vermitteln, kündigte er am Dienstag bei seinem ersten offiziellen Besuch in Hamburg an. Glauben müsse begründet und einsichtig vermittelt werden. Heße: "Dabei gibt man den Verstand nicht ab." Anders als sein Vorgänger Werner Thissen, so räumte Heße ein, sei er kein Fußball-Fan.

Mit einem herzlichen "Moin" begrüßte der Kölner Generalvikar am Dienstag die mehr als 200 Menschen an der Domkirche St. Marien. Er habe bereits gelernt, dass man im Norden mit einem doppelten "Moin, Moin" gleich als Schwätzer gelte. Seinen "rheinischen Singsang" werde er nicht ablegen können. "Nehmen Sie mich so, wie ich bin."

Das Erzbistum hatte am Vortag die Wahl Heßes zum neuen Erzbischof bekanntgegeben. Der Nachfolger von Werner Thissen (76) ist mit 48 Jahren der bundesweit jüngste katholische Bischof. Er wird am 14. März im St. Marien-Dom zum Bischof geweiht und in sein Amt eingeführt. Wenn er gesund bleibe, werde er hier die nächsten 27 Jahre Bischof sein, so Heße.

Gute Beziehung zur evangelischen Kirche fortführen

Die katholische Kirche müsse auch nach dem Finanzskandal in Limburg Vertrauen wiedergewinnen, sagte Heße. Und sie müsse sich auch künftig konsequent dem Thema "Missbrauch" stellen. Im Mittelpunkt stünden dabei "ohne Wenn und Aber" die Opfer. Er freue sich, dass es auch im Erzbistum Hamburg engagierte Unterstützung für Flüchtlinge gebe. Die Flüchtlingshilfe sei eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. "Ausgrenzung löst das in keiner Weise."

Heße kündigte an, die guten Beziehungen zur evangelischen Kirche "Seit' an Seit'" fortführen zu wollen. Der interreligiöse Dialog mit den Muslime sei eine große Herausforderung. Neue Wege müsse die Kirche auch im Umgang mit Ehe und Familie gehen. Menschen sehnten sich nach Beziehung, und es könne der Kirche nicht egal sein, wenn solche Beziehungen zerbrächen. Hier gebe es allerdings keine "Schwarz-Weiß-Antworten".

Erzbistum Köln kommissarisch geleitet

Der gebürtige Kölner war nach Studium und Priesterweihe vier Jahre lang Kaplan in der Bergbauregion in Bergheim und übernahm dann verschiedene Aufgaben im Erzbistum Köln. Nach seiner Promotion wurde er als Generalvikar Verwaltungschef des größten deutschen Bistums. Nach dem Rücktritt von Kardinal Joachim Meisner vor einem Jahr leitete er das Erzbistum Köln kommissarisch bis zur Einführung von Kardinal Rainer Maria Woelki im September.

Die Bäckerei seiner Eltern sei für ihn "die Schule des Lebens" gewesen, bekannte Heße. Er sei am Müngersdorfer Stadion des 1. FC Köln aufgewachsen. Statt Fußball habe es ihn aber stärker zur Leichtathletik hingezogen. Er sei zwar ein Kölner Jung, aber nicht der "allerjeckste Karnevalist". 

Besuch in der Ansgar-Krypta

Der Norden Deutschlands sei für ihn unbekanntes Terrain, räumte er ein. Er habe nicht einmal gewusst, dass Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands sei. Lediglich von Urlaubreisen kenne er die Schleswig-Holsteinische Nordseeküste und die Mecklenburgische Seenplatte ein wenig. Doch er wolle sich redlich bemühen, die unterschiedlichen Regionen und Mentalitäten des flächenmäßig größten deutschen Bistums kennenzulernen, bekräftigte Heße. Von den knapp 400.000 Mitgliedern leben rund 185.000 in Hamburg, 170.000 in Schleswig-Holstein und 40.000 in Mecklenburg.

Heße nutze seinen ersten Besuch auch zu einer Besichtigung der Ansgar-Krypta. Hier würde er aller Voraussicht begraben werden, wenn er bis zu seinem Ruhestand Erzbischof in Hamburg bleibe, erklärte ihm Dompropst Franz-Peter Spiza. Er würde sich jetzt ungern schon einen Platz aussuchen, entgegnete Heße launig, zumal er sich ja noch mit seinem Vorgänger absprechen müsse.

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