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Reformationsjubiläumsjahr

Christen aus Norddeutschland laden ein: Kommt nach Schwerin!

18.05.2017 | Am Pfingstmontag (5. Juni) laden evangelische und katholische Christen nach Schwerin ein, um im Dom und auf dem Marktplatz gemeinsam das Pfingstfest zu feiern und unter dem Motto „Gemeinsam die Stimme erheben“ an die Reformation vor 500 Jahren zu erinnern. Für den Schweriner Domprediger Volker Mischok und seinen katholischen Kollegen, Kaplan Heiko Kiehn von der Propstei St. Anna, ist das Ausdruck eines gewachsenen ökumenischen Selbstverständnisses.

Sie laden ein, am Pfingstmontag gemeinsam die Stimme zu erheben: Domprediger Volker Mischok (v.l.), Organisationsleiter Peter Schulze, Reformationsbeauftragte Gesine Isbarn und Kaplan Heiko Kiehn

„Wir leben hier in Schwerin miteinander kirchlich auf Sicht- und Hörweite“, sagt Mischok im Interview mit der Nordkirche. Kiehn ergänzt: „Am Pfingstmontag werden die Menschen erleben, dass wir als Christen gerne und froh miteinander unseren Glauben leben und teilen.“ 

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Festlich gedeckte Tische, ein einfaches Mahl, Gespräche unter freiem Himmel und ein feierlicher Gottesdienst: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren für die Organisatoren aus Nordkirche, Erzbistum Hamburg und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). „Dass wir miteinander dieses große, fröhliche Fest in Schwerin feiern, ist ein großer Segen für alle Christen“, sagt Gesine Isbarn, Reformationsbeauftragte der Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern. „Jede und jeder ist eingeladen“, unterstreicht Organisationsleiter Peter Schulze. „Wir rücken so lange an den Tischen zusammen, bis alle einen Platz gefunden haben.“

Ökumenischer Gottesdienst mit Landesbischof Ulrich und Erzbischof Heße

Zuvor sind die Gäste von nah und fern in den Dom eingeladen zum ökumenischen Gottesdienst, bei dem Nordkirchen-Landesbischof Gerhard Ulrich und der katholische Erzbischof Stefan Heße predigen werden.

Die Feier in Schwerin ist eingebunden in eine ökumenische Veranstaltungsreihe im Reformationsjubiläumsjahr, die am ersten Advent 2016 in Schleswig startete und beim Ökumenischen Kreuzweg am Karfreitag in Lübeck sowie am Ostermontag im St. Marien-Dom zu Hamburg ihre Fortsetzung fand. Auch Ministerpräsident Erwin Sellering wird den roten Faden „Reformation“ am Pfingstmontag weiterspinnen in seiner Tischrede auf dem Marktplatz in Schwerin.

Domprediger Mischok: Sehnsucht nach einer neuen Beweglichkeit der Kirche

Pfingsten als Geburtstag der Kirche und die Reformation passen für Domprediger Volker Mischok gut zusammen. „Wir sehnen uns auch heute nach neuer Beweglichkeit in der Kirche und mit der Kirche in der Welt, in die Welt hinein.“ Der erklärte Luther-Freund schätzt vieles am Reformator: „Seine Predigten und Streitschriften atmen so eine Energie! Da ist nichts von „gottgeliebter Langeweile“, wie ein befreundeter Pastor unser Reden manchmal bissig nennt.“ Davon lasse er sich gerne anstecken und anstiften. Mit einer deutlichen Ausnahme: „Weh tun mir seine antijüdischen Ausfälle, dafür schäme ich mich. Warum war Luther hier so zeitkonform und kurzsichtig? Das haben wir deutlich zu korrigieren“, sagt Mischok.

Kaplan Heiko Kiehn formuliert noch einen Wunsch für die Zukunft: „Ich würde mich freuen, wenn Menschen nicht nur unsere Kirchtürme sehen, sondern wenn jeder dort, wo er in seinem Alltag hingestellt ist, als Christ erkennbar ist. Als Christ bin ich aufgerufen, mich einzusetzen, gegen Unrecht und Ungerechtigkeit aufzustehen, Kirche und Gesellschaft mitzugestalten und mit einem wachen Blick für das Notwendige mich dort einzubringen, wo meine Hilfe und mein Engagement gebraucht werden – nicht zuletzt auch, damit es in Schwerin und darüber hinaus menschlicher zugehen möge.“

Das komplette Interview mit Domprediger Volker Mischok und Kaplan Heiko Kiehn finden Sie hier.

 

Info:

Wer sich vorstellen kann, am Pfingstmontag in Schwerin beim gemeinsamen Mahl aus Kartoffeln, Kräuterquark und Erdbeeren als Tischgastgeber die Gäste an ihrem Tisch zu begrüßen und miteinander ins Gespräch zu bringen, erfährt mehr bei Heike Bäcker, Tel. 0385 20223 114, E-Mail: heike.baecker@presse.nordkirche.de. Auch Gruppen werden gebeten, sich für den Pfingstmontag anzumelden.
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Von Wittenberg nach Mecklenburg“ laden der Künstler Alexander Dettmar und Domprediger Volker Mischok am 5. Juni, Pfingstmontag, um 14 Uhr im Schweriner Dom zu einem Gespräch unter dem Motto „Pfingstliche Erkundungen – eine Spurensuche zwischen Wittenberg und Mecklenburg“ ein.