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Gedenken

Nordkirche erinnert an Widerstandskämpfer Bonhoeffer

09.04.2015 | Greifswald/Zingst/Hamburg. Mit mehreren Veranstaltungen erinnert die Nordkirche an den Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer, in Hamburg und im Ostseebad Zingst, wo Bonhoeffer mehrere Jahre lebte.

Dietrich Bonhoeffer mit seiner Zwillingsschwester Sabine Leibholz im Juli 1939
Dietrich Bonhoeffer mit seiner Zwillingsschwester Sabine Leibholz im Juli 1939

Mit einer musikalischen Andacht auf dem Zingsthof (Ostseebad Zingst, Landkreis Vorpommern-Rügen) erinnert die Nordkirche am kommenden Freitag, 10. April, an den 70. Todestag des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer. Beginn ist um 19.30 Uhr. Unter dem Motto "Von guten Mächten wunderbar geborgen" wollen Menschen berichten, wie das auch als Lied bekanntgewordene Gedicht Bonhoeffers ihnen persönlich begegnet ist, teilte die Bischofskanzlei in Greifswald mit.

Der pommersche Bischof Hans-Jürgen Abromeit will in einer Gedenkansprache an das Leben und Werk Bonhoeffers erinnern. Die musikalische Gestaltung liegt beim Zingster Singkreis.

Kurze Andacht

Im Hamburger Kirchen- und Diakoniezentrum "Dorothee Sölle Haus" soll am heutigen Donnerstag um 11 Uhr mit einer Kurzandacht an Bonhoeffer erinnert werden. Die Evangelische Akademie der Nordkirche lädt am Donnerstag, 23. April, zu einem Bonhoeffer-Abend ebenfalls ins "Dorothee Sölle Haus" ein. Unter dem Motto: "Orientierung für Analyse und Widerstand" werden der Historiker Hannes Heer und der Theologe Ralf Wüstenberg erwartet. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Bonhoeffer, 1906 in Breslau geboren, war als Vertreter der Bekennenden Kirche am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt. Einen Teil seiner letzten zehn Lebensjahre hatte er an verschiedenen Wirkungsstätten in Pommern verbracht, unter anderem auf dem Zingsthof. Im Alter von 39 Jahren wurde Bonhoeffer am 9. April 1945 auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers im Konzentrationslager Flossenbürg (Bayern) hingerichtet – als einer der letzten NS-Gegner, die mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wurden.