Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

SCHLIESSEN

Kircheneintritt

Sie möchten in die Kirche eintreten oder wieder eintreten?

Sie sind willkommen! 

Hier finden Sie Informationen

Service-Telefon

0800 50 40 602 
Bundesweit, kostenfrei, Mo-Fr, 9-18 Uhr 

040 306 20 300 
Hamburg,  Mo-Fr, 8-18 Uhr

Schnellsuche

Orgelmuseum in Malchow

Das Orgelmuseum im ehemaligen Pfarrhaus in Malchow (Mecklenburg-Vorpommern)
© E-W / Wikimedia Commons

Information

Klosterkirche Malchow

Das Orgelmuseum in Malchow veranschaulicht in einer Dauerausstellung die Geschichte des Orgelbaus in Mecklenburg. In der ehemaligen Klosterkirche in Malchow werden Orgeln gezeigt, im benachbarten Pfarrhaus informieren wir über Geschichte des Orgelbaus.

Im Pfarrhaus geht es in sechs Räumen auf 125 Quadratmetern Fläche auch um die Tradition der Organisten in Mecklenburg und die allgemeine Entwicklung von Orgelbau und Orgelmusik.

Gezeigt werden etwa 25 Schautafeln mit Texten, Fotos und Zeichnungen sowie Schaustücke wie ein Orgelgehäuse aus dem 17. Jahrhundert aus Weitendorf bei Wismar, ein Choralbuch aus dem 19. Jahrhundert sowie verschiedene Orgelpfeifen. Zudem gibt es eine Hörstation mit Klangbeispielen von 15 Orgeln. Im Orgelmuseum in der benachbarten ehemaligen Klosterkirche sind vor allem Instrumente zu sehen.

Die ältesten Zeugnisse für Orgeln stammten aus Griechenland und seien über 2000 Jahre alt, so Drese. Dabei handele es sich jedoch nicht um Kultinstrumente, sondern Orgeln, die etwa an Fürstenhöfen gespielt wurden. Die erste Erwähnung einer Orgel in einer Kirche erfolgte um 800 und bezog sich auf den Aachener Dom. In Mecklenburg sei 1293 erstmals die Orgel im Güstrower Dom namentlich benannt worden. 

Derzeit gibt in Mecklenburg über 600 Orgeln, von denen etwa die Hälfte aus dem 19. Jahrhundert stammt. Über 100 Orgelbauer haben seit dem 13. Jahrhundert in dem Land ihre Spuren hinterlassen. Im 18. Jahrhundert war Paul Schmidt (um 1716-1798) aus Rostock der bedeutendste Orgelbauer in Mecklenburg. Im 19. Jahrhundert war Friedrich Friese III (1827-1896) mit mehr als 100 Orgeln zahlenmäßiger Spitzenreiter gewesen.

Das Orgelmuseum in Malchow wurde im Herbst 1997 eröffnet. Träger ist der Verein „Kultur- und Sportring Malchow“. Die Dauerausstellung wurde mit Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern, des Müritz-Kreises, der Jost-Reinhold-Stiftung und des Orgelmuseum-Trägervereins finanziert.

Quelle: Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung Nr.2/2006 (Marion Wulf-Nixdorf)

Link-Tipp

 Verzeichnis aller in Mecklenburg befindlichen - auch unspielbaren - Orgeln mit Ausnahme der von außerhalb Mecklenburgs in das Orgelmuseum gekommenen Orgeln (Stand 2009):

Mecklenburgisches Orgelmuseum: www.orgelmuseum-malchow.de

Gesellschaft der Orgelfreunde: www.gdo.de