Kombo KANGAÉRU – Gedenken

Mo, 25. Januar 2027 18:00 Uhr
Mahnmal St. Nikolai | Willy-Brandt-Straße 60 | 20457 Hamburg

 

Gemeinsam ist diesen Liedern ein gesellschaftlicher Hintergrund voll Gewalt: Vertreibung und Exil, Gefangenschaft und Todesstrafe, Bedrohung von Kulturschaffenden und politischem Widerstand. Aus 800 Jahren schildern sie die Folgen von historischen Umstürzen für Verfolgte und ihre Angehörigen.

Die Musik ist japanisch-pentatonisch, aus der Renaissance, armenisch-klassisch, expressionistisch-modern, türkisch-arabisch, atonal und spirituell (von einem russischen Komponisten in Palästina).

 Das Erschaffen wie das Singen dieser Lieder mit Schilderungen von Betroffenheit ist emotionales Gedenken und eine Würdigung. Die Lieder sind wohl in verschiedenen Sprachen geschrieben, doch die Gefühle der Opfer sind zeitlos vergleichbar. Wie im Selbstgespräch schildern sie das Erleben von Trauer, Sehnsucht und Sorge umeinander: von Geschwistern sowie Müttern, von einem vertriebenen Volk, von einer willkürlich verhafteten Hirtin und einem zum Tode Verurteilten um seine Geliebte, zuletzt für einen überlebenden Jungen nach der Atombombe auf Hiroshima.

Am Ende vermittelt das Freundschaftslied aus Palästina (1931) Zuversicht und den Glauben, dass Menschen aus verfeindeten Nationen es schaffen können sich zu versöhnen, wenn „einer den Schmerz des anderen versteht“.

 

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