Landesbischöfin: Unsere Welt braucht unser Streben nach Frieden und Versöhnung

Studientag zum Sonntag Judika 2022: Macht.Privileg.Gerechtigkeit.

01. April 2022 von Claudia Ebeling

Rassismuskritik, die Aufarbeitung des kolonialen Erbes und Gendergerechtigkeit standen im Mittelpunkt eines digitalen Studientages am 29. März anlässlich des diesjährigen Sonntags Judika. Er hat damit Themen aufgegriffen, die die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen als die drängendsten Probleme unserer Zeit definiert haben und mit denen sich die Vollversammlung in Karlsruhe im September 2022 beschäftigen wird.

Hamburg/Schwerin (ce) – Rassismuskritik, die Aufarbeitung des kolonialen Erbes und Gendergerechtigkeit standen im Mittelpunkt eines digitalen Studientages am 29. März anlässlich des diesjährigen Sonntags Judika. Er hat damit Themen aufgegriffen, die die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen als die drängendsten Probleme unserer Zeit definiert haben und mit denen sich die Vollversammlung in Karlsruhe im September 2022 beschäftigen wird. Dazu gehören auch die Folgen der Corona-Pandemie und der Klimawandel, Gefahren für die Demokratie durch autoritäre Regime, wachsende Militarisierung und das interreligiöse Miteinander. „Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine macht auf besonders traurige und dramatische Weise deutlich, wie hoch aktuell diese Themen sind. Der Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung gehört aus unserem Glauben heraus zu unseren wichtigsten Aufgaben als weltweiter Gemeinschaft von Kirchen und genau dieses Engagement braucht unsere Welt dringend“, betonte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, die sowohl auf dem Podium als Diskussionspartnerin teilgenommen als auch einen Workshop mitgestaltet hat.

Der Studientag sand unter dem Motto „Macht.Privileg.Gerechtigkeit.“ und wurde sowohl in deutscher wie auch in englischer Sprache angeboten. „Macht verbindet sich mit Gewalt und Unrecht, und gleichzeitig kann Macht auch eine positive Gestaltungskraft haben, im Sinne von Empowerment und Teilhabe“, erläutert die Organisatorin, Anne Freudenberg vom Zentrum für Mission und Ökumene. Im ersten Teil der Veranstaltung haben Awet Tesfaiesus, Bundestagsabgeordnete und Bündnis 90/Die Grünen, Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und Daniela Konrädi, afrodeutsche Pastorin aus Hamburg, Impulse gegeben. Moderator war Yared Dibaba, bekannt als Schauspieler und Moderator, zudem ist er ausgebildeter Diversity-Coach. Im zweiten Teil des Studientages wurden die Themen in Workshops inhaltlich vertieft.

Weitere Informationen und ein ausführlicher Bericht über den Studientag: www.sonntag-judika.de

Hintergrund:

Der Name „Judika“ entstammt der lateinischen Übersetzung des Eingangspsalms für diesen 5. Sonntag der Passionszeit, der mit den Worten „Gott, schaffe mir Recht!“ beginnt. Seit acht Jahren werden auf Initiative des Zentrums für Mission und Ökumene nordkirchenweit Gottesdienste unter einem bestimmten Aspekt von Gerechtigkeit, wie zum Beispiel Flucht, Frieden, Klima oder Vielfalt gefeiert. Mit Blick auf die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen, der vom 30. August bis zum 8. September in Karlsruhe tagt, steht der Sonntag Judika in diesem Jahr unter dem Motto „Gerechtigkeit und Ökumene“. Der Ökumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von 345 Kirchen aus mehr als 110 Ländern, die weltweit über 580 Millionen Christinnen und Christen vertreten.

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