„Frieden ist ohne Gerechtigkeit nicht zu denken“

Sonntag Judika am 3. April 2022

01. April 2022 von Claudia Ebeling

Nordkirchenweit sind Christ:innen am kommenden Sonntag Judika aufgerufen, Gerechtigkeit in den Mittelpunkt von Gebeten oder Andachten zu stellen. Der Name „Judika“ entstammt der lateinischen Übersetzung des Eingangspsalms für diesen 5. Sonntag der Passionszeit, der mit den Worten „Gott, schaffe mir Recht!“ beginnt

Hamburg (ce) – Nordkirchenweit sind Christ:innen am kommenden Sonntag Judika aufgerufen, Gerechtigkeit in den Mittelpunkt von Gebeten oder Andachten zu stellen. Der Name „Judika“ entstammt der lateinischen Übersetzung des Eingangspsalms für diesen 5. Sonntag der Passionszeit, der mit den Worten „Gott, schaffe mir Recht!“ beginnt. Seit acht Jahren wird auf Initiative des Zentrums für Mission und Ökumene der Nordkirche an diesen Sonntagen ein bestimmter Aspekt von Gerechtigkeit, wie zum Beispiel Flucht, Frieden, Klima oder Vielfalt, thematisch begleitet, damit Gottesdienste dazu gefeiert werden können. In diesem Jahr stehen „Gerechtigkeit und Ökumene“ im Fokus.

"Der Krieg in der Ukraine und das furchtbare Leid, das täglich geschieht, prägen unser Leben. Frieden ist ohne Gerechtigkeit nicht zu denken. "Gott, verschaffe mir Recht", diese Klageworte des Betenden aus Psalm 43 geben dem kommenden Sonntag seinen Namen. Drängende Gerechtigkeitsanliegen aus den Partnerkirchen stehen im Mittelpunkt der Themengottesdienste zum Sonntag Judika, die nordkirchenweit gefeiert werden." Pastorin Anne Freudenberg, Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche

„Zutiefst ungerecht, was Unschuldige in der Ukraine erleiden müssen, weil dort Krieg herrscht. Zutiefst ungerecht, was Kinder im Jemen ertragen müssen, Frauen in Afghanistan, Freigeister in Russland und Belarus. So viel Unrecht schreit zum Himmel. Wir bitten um heilige Momente, Überraschungsmomente von Frieden und Gerechtigkeit.“ Pastor Friedemann Magaard, Husum, Vorsitzender des Ausschusses „Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung“ der Landessynode

„Gerechtigkeit ist eine Hoffnung, die in uns Menschen lebt und uns immer wieder einlädt diese aufzurichten. Und obwohl wir darin scheitern, Gerechtigkeit zu erreichen, so müssen wir doch immer für ein Mehr an Gerechtigkeit kämpfen. Damit dies gelingt, brauchen wir den Glauben an Jesus Christus und sein Leben, welches uns als Beispiel dient, zusammen. Der Glaube daran bepflastert die Ungerechtigkeit, in der wir leben, mit immer mehr Steinen der Gerechtigkeit.“ Pastor Uwe Onnen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg

Mit Blick auf die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen, der vom 30. August bis zum 8. September in Karlsruhe tagt, steht der Sonntag Judika in diesem Jahr unter dem Motto „Gerechtigkeit und Ökumene“. Rassismus, Gendergerechtigkeit, die Folgen der Corona-Pandemie und der Klimawandel, Gefahren für die Demokratie durch autoritäre Regime, wachsende Militarisierung und das interreligiöse Miteinander sind Themen, die der Ökumenische Rat der Kirchen für seine Vollversammlung als „drängendste Fragen unserer Zeit“ definiert hat. Der Ökumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von 345 Kirchen aus mehr als 110 Ländern, die weltweit über 580 Millionen Christinnen und Christen vertreten.

Weitere Informationen: www.sonntag-judika.de

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