Bischöfin Fehrs: „Sehnsucht nach Licht und Zuversicht sichtbar gemacht“

Lichtaktion #hoffnungsleuchten: Zwölf Kirchtürme in Hamburg erstrahlen rot-golden

Choreograf John Neumeier begleitete Jan Wilhelm aus Aumühle beim letzten Anzünden des Hoffnungsleuchtens an der Hauptkirche St. Jacobi
Choreograf John Neumeier begleitete Jan Wilhelm aus Aumühle beim letzten Anzünden des Hoffnungsleuchtens an der Hauptkirche St. Jacobi© Maren Warnecke, Nordkirche

19. Dezember 2020 von Maren Warnecke

Hamburg. Rot-golden erstrahlen von heute (19. Dezember) an bis zum 6. Januar 2021, dem Epiphaniastag, bei Dunkelheit zwölf evangelische Kirchtürme im Hamburger Stadtgebiet: die Lichtaktion #hoffnungsleuchten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) feierte am Abend ihren Abschluss. Ziel war es, Zuversicht erstrahlen zu lassen in einer Corona-geprägten Advents- und Weihnachtszeit, die auch den Hamburgerinnen und Hamburgern viel abverlangt.

An den vier Adventssamstagen erzählten insgesamt 14 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren während einer Andacht vor der Kirchentür ihrer Gemeinde ihre ganz persönliche Hoffnungsgeschichte. Begleitet wurden Niclas, Ole, Irma und Ineke, Leo, Jan Wilhelm, Katharina, Elsa, Zoé, Jan-Peer, Liesbeth, Jasper und Jonathan sowie Mathilde dabei von zwölf prominenten Hamburgerinnen und Hamburgern aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Sport.

Mitinitiatorin der Aktion ist Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck: „Hamburg liegt im Hoffnungslicht. Schon bei den Vorbereitungen haben wir die Sehnsucht danach gespürt: Licht und Zuversicht werden gebraucht in dieser Pandemiezeit. Die Weihnachtshoffnung sollte konkret werden, und sie sollte sichtbar sein. Das war unser Anliegen und das ist von so vielen dankbar aufgenommen worden. Ich freue mich über die Resonanz, die unsere leuchtenden Kirchtürme und die Hoffnungskinder mit ihren Paten gefunden haben. Und ich bin zutiefst dankbar dafür, wie viele Menschen gern und engagiert mitgemacht haben. Solcher Zusammenhalt stärkt wahrlich die Hoffnung!“

Die Patinnen und Paten der Lichtaktion #hoffnungsleuchten waren:

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit

„Zu Recht heißt es, die Liebe sei noch größer als die Hoffnung. Wir werden diese schwere Zeit überstehen, wenn wir gut zueinander sind und Tag für Tag den Menschen, die uns nahestehen, mit denen wir Zeit verbringen, unsere Liebe zeigen. Auch unsere Hoffnungen sollten wir miteinander teilen, und uns erlauben, uns selbst und anderen zu wünschen, dass unsere Anstrengungen belohnt werden.“

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin

„Wir brauchen Hoffnung für schwierige Lebenslagen. Um Mut zu fassen und Kraft zu tanken, um weiter machen zu können, wenn es im Leben einmal nicht so rund läuft. Die Aktion #hoffnungsleuchten verbindet uns in Norddeutschland mit einer guten Botschaft und setzt das Signal: Ihr seid nicht alleine. Das gefällt mir sehr.“

Kirsten Boie, Schriftstellerin

„Hoffnung ist für uns alle in dieser schwierigen Zeit das Allerwichtigste – und ein sichtbares Symbol dafür ist eine wunderbare Unterstützung. Das #hoffnungsleuchten wird in der ganzen Stadt zu sehen sein und ist so für alle Menschen in Hamburg da - ganz unabhängig auch von ihrem Glauben oder ihrer Religion.“

John Neumeier, Ballettdirektor und Chefchoreograf

„Hoffnung bedeutet für mich, dass ich nie aufgebe, nach Lösungen zu suchen und Wege zu finden. In meiner Ballettkompanie arbeiten wir ständig an uns selber, um Dinge besser zu machen – auch in dieser Zeit, in der wir nicht auftreten können. Wenn ich das sehe, habe ich wirklich Hoffnung.“

Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli

„Hoffnung bedeutet für mich persönlich, darauf zu vertrauen, dass man Dinge beeinflussen kann, dass jede und jeder mit ihrem oder seinem Engagement etwas Gutes bewirken kann. Dieses Vertrauen ist auch die Grundlage für solidarisches und gemeinschaftliches Handeln.“ 

Yared Dibaba, Moderator und Schauspieler

„Die Hoffnung gibt uns die Kraft und die Zuversicht, dass wir durchhalten, dass wir nicht verzweifeln. Wir sagen nicht ohne Grund: die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht schaffen es einige von uns bei den Hoffnungslichtern kurz stehen zu bleiben, in sich hineinzuhorchen, Kraft zu schöpfen und frohen Mutes weiter zu gehen.“

Joachim Lux, Intendant Thalia Theater

„Wir leben in einer Zeit, in der es wichtiger denn je ist, uns gegenseitig Mut, Kraft und Zuversicht zu geben. Wir können diese dunkle Zeit nur überstehen, wenn wir uns gegenseitig Licht geben und uns helfen, auf das unsere Seele gesund bleibt. Oder jedenfalls nicht allzu sehr Schaden nimmt.“

Rolf Zuckowski, Liedermacher

„Ich lebe mit einem inneren Gottvertrauen und versuche, Krisen und Herausforderungen auch als Lehre und Chance zu sehen. Und da ich Teil der Kultur dieser Stadt, insbesondere der Kinder- und Familienkultur bin, ist es mir wichtig, diese mit neuen Perspektiven durch die Krise zu bringen. Das erfordert auch deutliche Zeichen in die breite Öffentlichkeit und in die Politik.“

Carlo von Tiedemann, Moderator

„Hoffnung ist etwas, das meine Seele erfüllt. Auch in meinen schwersten Zeiten war ich immer ganz nah beim lieben Gott. Für mich steht fest: Wer ohne Glauben ist, der kann auch keine Hoffnung haben. Und Corona ist für uns alle eine unendliche Prüfung, die sich nur mit Hoffnung bewältigen lässt.“

Sandra Völker, frühere Schwimm-Weltmeisterin

„Hoffnung ist für mich eine wichtige Grundlage für Wünsche und Träume, die wir alle haben sollten. Da können wir einiges von Kindern lernen, die anders auf die Welt schauen und uns so zeigen, wie wir sind: mit unseren Ängsten, Zweifeln und Hoffnungen.“

Nina Petri, Schauspielerin

„Hoffnung ist die Kraftquelle aus der wir schöpfen, wenn es so scheint als wäre nichts mehr möglich. Sie lässt uns  jeden Morgen aufstehen und weitermachen, sie birgt ein tiefes Wissen darüber, dass am Ende des Tunnels ein strahlendes Licht leuchtet.“

Frank Böttcher, Meteorologe, Wettermoderator, Buchautor

„Es wäre aus meiner Sicht wunderbar, wenn es gelingt, aus dem Licht der Hoffnung in uns in ein Funkeln der Vorfreude zu verwandeln. Vorfreude auf das Wiedersehen, auf die Rückkehr der Nähe und die Zeit nach der Pandemie.“

Konzipiert wurde die Lichtinstallation ehrenamtlich vom Künstler Michael Batz („Blue Port“): „Ich danke vor allem den beteiligten Kindern und Jugendlichen, die dieses Kunstprojekt zu etwas ganz Außergewöhnlichem gemacht haben: berührend ernsthaft, mitfühlend aufmerksam, strahlend hoffnungsvoll. Sie haben damit die schönsten und wichtigsten Eigenschaften, die Licht haben kann, in die Herzen gebracht.“

Die Kosten für die technische Umsetzung der Beleuchtung an den zwölf Kirchtürmen trägt der gemeinnützige ökumenische Verein Andere Zeiten e.V.

Näheres zu den #hoffnungsleuchten-Aktionen der Nordkirche in der Advents- und Weihnachtszeit 2020 finden Sie hier: www.hoffnungsleuchten.de

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