Wasserverbrauch im bundesweiten Fokus

Klimafasten 2021: Landesbischöfin ermutigt zu einer Ethik des Genug

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt© Marcelo Hernandez, Nordkirche

10. Februar 2021 von Claudia Ebeling

Hamburg/Schwerin. Gemeinsam mit 16 katholischen Bistümern und Evangelischen Landeskirchen ruft die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) zu der Aktion „Klimafasten“ auf. Unter dem Leitwort „So viel Du brauchst…“ können Christinnen und Christen sowie weitere Engagierte in der diesjährigen Fastenzeit vom 17. Februar bis zum 4. April eine klimafreundliche und ressourcenschonende Lebensweise ausprobieren.

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt begrüßt diese Aktion: „In den nächsten Monaten werden wir in der Nordkirche intensiv an unserem zweiten Klimaschutzplan arbeiten, um bis 2050 eine klimaneutrale Kirche zu sein. Die Aktion „Klimafasten“ macht deutlich, dass auch jede und jeder Einzelne etwas für eine bessere Ökobilanz tun kann.“ Denn die Aktion richte den Blick auf das persönliche Verhalten, zum Beispiel bei Alltäglichkeiten wie Morgendusche und Frühstückskaffee. „Außerdem hat der Klimaschutz neben politischen, ökologischen und ökonomischen Aspekten auch eine spirituelle Dimension. In der Fastenaktion entdecke ich wichtige Impulse zu einem Leben in Harmonie mit Gottes Schöpfung im Sinne einer Ethik des Genug“, sagte die Landesbischöfin weiter.

Im Fokus der diesjährigen Aktion „Klimafasten“ steht der Wasserverbrauch, der überprüft und hinterfragt werden soll. „Wir müssen das kostbare Gut Wasser in den Blick nehmen. Die absterbenden Wälder und halbleeren Talsperren im Sommer führen uns ganz drastisch vor Augen, welche Folgen der Klimawandel hat“, so Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). „Wasser ist auch weltweit knapp.

Informationen und Materialien zum Klimafasten

Der Klimawandel und unser Konsum verstärken diese Knappheit, besonders in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas“, betont auch Karin Kortmann, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. „Wenn beispielsweise Orangen- oder Baumwollplantagen für den Export bewässert werden, fehlt das Wasser auf den Feldern der kleinbäuerlichen Betriebe.“

Wasser ist zum einen eine notwendige Lebensgrundlage, zum anderen ein wichtiger Hebel zum Schutz des Klimas, erläutern die Organisatoren der Aktion „Klimafasten“, Umwelt- und Klimaschutzbeauftragte in Landeskirchen und Bistümern. Die Erderwärmung verändert den Wasserhaushalt – bei uns in Deutschland aber auch weltweit. So war es bei uns in den vergangenen Jahren viel zu trocken, verbunden mit schweren Folgen für Landwirtschaft und Wälder. Auch weltweit nimmt der Wasserstress in vielen Ländern zu. Die verheerenden Brände im Amazonas, Kalifornien oder Australien sind Zeichen dafür.

Die Fastenzeit bietet vielfältige Impulse, den eigenen Konsum zu überprüfen und bewusster zu leben. Eine Möglichkeit sei es, den eigenen Wasserfußabdruck in den sieben Wochen zu ermitteln und durch erste Schritte zu verringern, so ein Impuls der Organisatoren.

Die Aktion Klimafasten wird erstmalig in Kooperation mit „Hallo Benjamin“, der Evangelischen TV-Sendung für Kinder, angeboten: Es gibt auf www.hallo-benjamin.de und in den Social Media-Kanälen der Fastenaktion Videobeiträge. Vorschüler und Grundschulkinder sind dazu eingeladen, auch mit kleinen Dingen etwas Gutes für das Klima zu tun.

 

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