Gedenkstätte Neuengamme

Ausstellung über das Leben nach dem KZ

76 Jahre ist es her, dass das KZ Neuengamme befreit wurde. Die aktuelle Ausstellung zeigt, wie es den Überlebenden in den ersten Wochen danach ergangen ist.
76 Jahre ist es her, dass das KZ Neuengamme befreit wurde. Die aktuelle Ausstellung zeigt, wie es den Überlebenden in den ersten Wochen danach ergangen ist.

27. April 2021

Die Hamburger KZ-Gedenkstätte Neuengamme eröffnet am heutigen Dienstag um 17 Uhr ihre neue Ausstellung "Überlebt! Und nun?". Sie dokumentiert die Erfahrungen und Lebensumstände der Überlebenden der NS-Verfolgung in Hamburg.

Gefragt wird, wie es den KZ-Insassen in den Wochen und Monaten nach ihrer Befreiung im Jahr 1945 erging. Die Ausstellung wird digital eröffnet und kann nach Öffnung der Museen bis zum 22. August besucht werden. Sie wurde Anfang 2020 bereits im Hamburger Rathaus gezeigt.

Rückkehr in "Normalität" ist sehr schwierig

Tausende Häftlinge des KZ Neuengamme waren kurz vor der Ankunft der britischen Truppen aus der Stadt gebracht worden. Viele, die in Hamburg waren, hatten den nationalsozialistischen Terror nur knapp überlebt. Sie waren ausgezehrt, schwer krank und besaßen nur noch, was sie auf dem Leib trugen.

Ungeklärt war für viele die materielle Unterstützung, die Möglichkeit der Heimreise oder das Überleben der Angehörigen. "Nicht für alle bedeutete die Befreiung auch ein Ende der Not", sagte Detlef Garbe, Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkorte. Die Rückkehr in ein "normales" Leben war für viele Überlebende ein schwieriger Prozess.

Anmeldung für digitale Teilnahme 

Digital eröffnet wird die Ausstellung mit einem Vortrag der Sozialwissenschaftlerin Christa Paul über die Situation der als "asozial" verfolgten KZ-Häftlinge nach ihrer Befreiung. Alyn Beßmann und Lennart Onken werden die Ausstellung vorstellen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender nötig.

Erinnerung an die Befreiung

Am 3. Mai erinnert die Gedenkstätte Neuengamme mit Reden, Musik und einer Kranzniederlegung an die Befreiung des Konzentrationslagers vor 76 Jahren. Sprechen werden unter anderem Bürgermeister Peter Tschentscher, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien und Livia Fränkel (92), Überlebende des KZ Neuengamme, kündigte die KZ Gedenkstätte  an. Die Gedenkfeier findet ohne Publikum statt und wird live auf www.ndr.de übertragen. 
 

 

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