26. August 2021 | Hauptkirche St. Michaelis, Hamburg

Azubi-Gottesdienst 2021

26. August 2021 von Kirsten Fehrs

Liebe Auszubildende, liebe Ausbilderinnen und Ausbilder,

lieber Senator Ties Rabe, liebe Azubi-Gemeinde,

was für ein Glück, dass wir Menschen hier haben, die die arabischen Zeilen in diesem Lied singen können. Was für ein Glück, dass Sie so viele sind hier in dieser Kirche – und so viele verschiedene. Viele verschiedene Berufe, auch wenn die Pflegeberufe diesmal besonders stark vertreten sind. So viele verschiedene Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen, mit verschiedenen Muttersprachen und Lebensgeschichten. Wenn ich Sie so sehe, dann denke ich: Ja, Hamburg ist wirklich eine reiche Stadt. Weil sie einen solchen Reichtum an Vielfalt hat. Durch Sie. Sie bereichern uns – auch weil Sie in diesen schwierigen Zeiten so gebraucht werden, kostbare Azubis – alle freuen sich über und auf Sie. Uns so ist es für mich eine besondere Ehre, dass ich diesen Gottesdienst mitfeiern und Ihnen nachher den Segen zusprechen darf.

Sie bereichern uns mit dem, was Sie mitbringen, was Sie bisher schon gelernt und erlebt haben in Ihrem Leben. Und mit dem, was Sie sich jetzt in Ihrer Ausbildung aneignen. Sie lernen, um sich in dieser Stadt einzubringen als Mechatronikerin, als Bankkaufmann, als Altenpflegerin und so weiter. Sie lassen sich ausbilden, damit Sie sich entfalten können, damit Sie Freude haben an dem, was Sie können und was Sie tun. Und: Sie lassen sich ausbilden, damit Sie zu unserem Zusammenleben etwas beitragen können. Denn Ihr Können ist ja nicht nur für Sie selbst gut, sondern auch für andere. In der Pflege ist das ganz besonders augenfällig, aber für die anderen Berufe gilt das ja auch. Wer etwas lernt und sich einbringt, ist Teil eines großen Ganzen. Was wir tun, verbindet uns mit anderen Menschen. Es gibt in all der Vielfalt der Kulturen eine Sprache, die jeder versteht: Mitmenschlichkeit. Mariann hat das so schön ausgedrückt in dem Video eben. Und sie hat auch erzählt, dass das jetzt durch Corona schwieriger ist. Für andere da sein, wenn man Abstand halten soll: schwierig.

Ihnen allen wird in dieser Pandemie viel abverlangt – das ist auch mit Ängsten verbunden und Unsicherheit. Man kann sich dann wirklich wie in einer Wüste fühlen, und ich verstehe Ihre Sehnsucht so sehr, dass es bald besser werden möge, weniger ermüdend, weniger anstrengend. Dass die Seele wieder findet, was sie braucht an Nähe und Gemeinschaft, auch an Spaß und Erlebnis, an Lebenslust.

Als die Israeliten damals durch die Wüste gezogen sind, da war wenig mit Lebenslust. Sie haben gemurrt, heißt es. Geknötert und genölt, für Mose kaum zum Aushalten. Gott sei Dank erlebten sie Wunder, die ihnen halfen durchzuhalten: Da kam aus einem knochentrockenen Felsen plötzlich frisches Wasser. Da half ein einfacher Hirtenstock gegen gefährliche Schlangen. Da regnete es Brot vom Himmel und Wachteln flogen den Israeliten sozusagen direkt in den Mund. Die Wüste war immer noch schlimm, aber sie konnten durchhalten.

Sicher sehen die Wunder heutzutage anders aus. Oasen der Hoffnung – das kann die Familie sein, die stets an deiner Seite ist. Die Freundin, die dich liebt. Die Musik, die dich flasht. Viele, viele Wunder wünsche ich Ihnen, wenn Sie sich wie in der Wüste fühlen. Kleine oder größere Erfahrungen, an denen Sie merken: Ja, das Leben ist freundlich zu mir. Ich werde gebraucht, so wie ich bin. Und Gott ist an meiner Seite, ganz nah. Er begleitet mich und ist bei mir mit seinem Segen und seiner Hoffnung und seiner Kraft. Amen.

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