Entsetzen über massive militärische Angriffe auf Israel

Bischöfin Fehrs: „Mit der unfassbaren Gewalteskalation in Israel ist eine zivilisatorische Grenze überschritten“

Angezündete Kerzen in Hamburgs Hauptkirche St. Jacobi (Symbolbild)
Angezündete Kerzen in Hamburgs Hauptkirche St. Jacobi (Symbolbild)© Simone Viere/ Nordkirche

09. Oktober 2023 von Melanie Köhne

Wenn Bischöfin Kirsten Fehrs an diesem Montag (09.10.) zum Friedensgebet in Leipzig predigt und des Wunders der friedlichen Revolution gedenkt, bleibt der Blick Richtung Nahost nicht aus. Sie ruft zur Solidarität mit den Angegriffenen und zum Protest gegen das Morden auf.

Hamburg. Mit Kerzen und Gebeten, nicht mit Gewalt - heute (09.10.) wird ab 17 Uhr in der Leipziger Nikolaikirche der friedlichen Revolution und des Jahrestages des 09. Oktober 1989 gedacht. Für Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), die zum heutigen Friedensgebet eine Predigt hält, stellt sich die Frage, ob man angesichts der massiven Angriffe radikalislamischer Terroristen auf Israel, angesichts der unfassbaren Gewalt, die sich in Nahost gerade Bahn bricht, vom Frieden sprechen sollte. Ihre Antwort: Unbedingt!

Solidarität mit Israel

Die Bischöfin zeigt sich entsetzt von den Terrorangriffen auf Israel: „Ganz gleich, wie wir zum Nahostkonflikt mit all seinen Kriegen und verpassten Chancen auf Frieden stehen: Hier ist eine zivilisatorische Grenze überschritten worden. Ich fühlte mich spontan an Butscha erinnert, wo Ähnliches geschehen ist: diese hemmungslose Gewalt gegenüber wehrlosen Menschen. Es kann in solchen Momenten nur eine Reaktion geben: die Solidarität mit den Opfern, mit den Angegriffenen, die Solidarität mit Israel. Und den Protest gegen das Töten und Morden, die klare Benennung der Schuldigen. Zugleich braucht es alle Kräfte, um der Gewalt zu wehren und sie zugleich zu begrenzen. Und wenn wir heute als Kirche etwas tun können, dann das: der verwundeten, traumatisierten und getöteten Menschen zu gedenken. Und für die Wiederherstellung des Friedens zu beten.“

Friedensgebete für eine menschlichere Welt

Bischöfin Fehrs weiter: „Wenn wir aus unserer deutschen Geschichte etwas gelernt haben, dann doch, dass der Frieden Boten des Lichts braucht. Mit Kerzen und Gebeten - Zigtausende, die das Licht retten in der schützenden Faust. Wenn wir den Frieden nicht immer wieder erflehen, ja träumen - wie sollte die Sehnsucht danach wach bleiben?“ Es brauche das Gebet für den Frieden, das sich nicht abfinde mit Terror und Menschenverachtung.

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