Bischof Magaard stellt wichtige Aspekte vor

Landessynode: „Die nächste Dekade beim Klimaschutz wird entscheidend sein“

Die Pröpste des Kirchenkreises West/Südholstein bei der klimafreundlichen Auslieferung der Luther-Bibeln
Die Pröpste des Kirchenkreises West/Südholstein bei der klimafreundlichen Auslieferung der Luther-Bibeln© Archiv Klimaschutzbüro der Nordkirche

24. April 2021 von Antje Wendt

Schleswig/Kiel. Es waren eindringliche und mahnende Worte, die Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), heute (24. April) in seinem Bericht über die Umsetzung des Klimaschutzgesetzes in der Nordkirche vor der digitalen Sondertagung der Landessynode fand.

In seinen Ausführungen sprach Bischof Magaard die wichtigsten Aspekte des Berichtes an. „Im Jahr 2019 betrug die Gesamtsumme für Klimaschutzmaßnahmen in den 13 Kirchenkreisen und auf der landeskirchlichen Ebene 3,287 Millionen Euro“, erläuterte er. Für das Jahr 2019 konnte ein Absinken der CO2- Emission auf rund 86.001 Tonnen erreicht werden. Um zukünftig Emissionen zu vermeiden, gelte es weiterhin, gutes Energiecontrolling zu betreiben, Gebäude energetisch zu optimieren oder die Verbrauchsdaten für die Bilanzierung von CO2-Emissionen besser zu erfassen, so der Bischof.

Das 68 Seiten starke Dokument gibt zusätzlich im Detail Auskunft über die Klimaschutzmaßnahmen in den einzelnen Kirchenkreisen der Nordkirche. Die Schritte umfassen beispielsweise energetische Sanierungen von Gebäuden, den Einbau von modernen Heizanlagen, den Einkauf von klimaneutralen Waren oder die Beschaffung von Lastenfahrrädern. Ergänzend zeigt der Klimaschutzbericht eine ganze Reihe von guten Projekten und Maßnahmen im Bildungsbereich auf.

Bischof Magaard ergänzte: „Klimaschutz ist für uns als Kirche immer auch mit der Frage nach der globalen Klimagerechtigkeit verbunden.“ 2019 war die Nordkirche dem Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit beigetreten.

Mit mahnenden Worten ging der Bischof am Ende seines Berichtes auf die nahe Zukunft ein: „Die wichtigste Strecke des Weges in der menschheitlichen Aufgabe des Klimaschutzes liegt unmittelbar vor uns! Die nächste Dekade wird der entscheidende Zeitraum sein, um dramatische Kippeffekte im globalen Klima zu verhindern. Diese Irreversibilität muss unbedingt verhindert werden“.

Abschließend forderte er: „Wir stehen erst am Anfang eines komplexen Umlernens in vielen Handlungsfeldern. Aus dem fernen Globalziel CO2-Neutralität 2050 muss eine erkennbare Praxis 2032 werden.“

Für die Zukunft hat die Kirchenleitung bereits 2020 die Weichen gestellt und einen Ausschuss berufen, der den ersten Klimaschutzplan (2016-2021) auswerten und fortschreiben soll in einem zweiten Klimaschutzplan. Dieser soll die Jahre 2022 bis 2028 umfassen und der Landessynode im kommenden Jahr vorgeschlagen werden.

Hintergrund Klimaschutz in der Nordkirche

Seit 2015 gibt es das Klimaschutzgesetz der Nordkirche. Ein wesentliches klimapolitisches Ziel darin lautet, die CO2-Neutralität bis zum Jahr 2050 zu erreichen.
Für den Klimaschutzbericht werden alle Emissionen einbezogen, die durch die Nordkirche und ihr Handeln verursacht werden. Zurzeit wird nur der Bereich Gebäude erfasst. Für Mobilität und Beschaffung werden 15% bzw. 5% zusätzlich veranschlagt. Mit 80 Prozent verursacht der Gebäudebestand in der Nordkirche den größten Anteil an den Gesamtemissionen.

Das Klimaschutzgesetz sieht verbindlich vor, dass mindestens 0,8% des Anteils der Landeskirche sowie der Schlüsselzuweisungen an die Kirchenkreise für den Klimaschutz verwendet werden.

 

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