Bericht der Flüchtlingsbeauftragten vor Synode

Dietlind Jochims: Mit Solidarität und Nächstenliebe für Geflüchtete bessere Kirche werden

Die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, Dietlind Jochims, vor dem Info-Mobil auf der Synode. Seit dem 25. August 2022 tourt es durch die Nordkirche. "Menschenrechte auf der Flucht" lautet das Motto. An Bord ist auch eine Ausstellung von Pro Asyl.
Die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, Dietlind Jochims, vor dem Info-Mobil auf der Synode. Seit dem 25. August 2022 tourt es durch die Nordkirche. "Menschenrechte auf der Flucht" lautet das Motto. An Bord ist auch eine Ausstellung von Pro Asyl.© Annelie Haack, Nordkirche

17. September 2022 von Claudia Ebeling

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) wird ihre Arbeit für Geflüchtete von 2023 bis 2027 mit mehr als 4,3 Millionen Euro fördern.

Mit dem größten Teil dieser Summe werden die Flüchtlingsbeauftragten in allen Kirchenkreisen der Nordkirche finanziert. Außerdem erhält unter anderem die Rechtsberatungsstelle „Fluchtpunkt“ in Hamburg Unterstützung. „Wir wollen die drei Säulen unserer Arbeit weiter profilieren und qualifizieren: Die Lobby- und Advocacyarbeit, die Beratung und Rechtshilfe sowie unser solidarisches Handeln, zu dem auch Kirchenasyl gehört“, erläuterte die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, Dietlind Jochims, am Samstag auf der Tagung der Landessynode in Travemünde.

Die Leiterin der Rechtsberatung Fluchtpunkt im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein: Anne Harms.
Die Leiterin der Rechtsberatung Fluchtpunkt im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein: Anne Harms.© Heike Günther

„Alles, was wir heute als kirchliche Aufgabe definieren, steht schon im Ersten Testament beim Propheten Jesaja: Gib Rat, schaffe Recht, verbirg die Gejagten und verrate die Flüchtlinge nicht“, zitierte Dietlind Jochims. Dies bedeute heute, dass die Kirche Geflüchtete und ihre Unterstützenden beim Ankommen und Fuß fassen in Norddeutschland  berät, sie öffentlich für die Belange und die Durchsetzung der Menschenrechte von Geflüchteten einsteht, und Gemeinden in besonderen Härtefällen auch Kirchenasyl gewähren. „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit solcher Solidarität und Nächstenliebe eine bessere Kirche, eine bessere Gesellschaft werden können“, sagte sie weiter.

Ein Motto der Engagierten in der Arbeit mit Geflüchteten: "Leave no one behind".
Ein Motto der Engagierten in der Arbeit mit Geflüchteten: "Leave no one behind".© Dietlind Jochims

In den kommenden Jahren gehe es darum, dass die Kirchenkreise ihre unterschiedlichen Aufgaben für Geflüchtete gut wahrnehmen können: „Eine Abschiebehafteinrichtung, große Erstaufnahmen, ländlich oder großstädtisch geprägter Raum verlangen unterschiedliche Schwerpunktsetzungen“, erläuterte Dietlind Jochims. Ein entsprechendes Konzept zur Finanzierung der kirchlichen Arbeit für Geflüchtete und zu Schwerpunkten angesichts sich verändernder politischer und rechtlicher Rahmen hat die Kirchenleitung im Juli befürwortet. Die Synodalen haben den Flüchtlingsbeauftragten in den Kirchenkreisen und der Landeskirche nun für ihre Arbeit und die Weiterentwicklung von Schwerpunkten ausdrücklich gedankt.

Das Projekt "Hoffnungsgrund" in Sandesneben im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg
Das Projekt "Hoffnungsgrund" in Sandesneben im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg: Haus und Garten stehen als Begegnungs- und Schutzraum offen: Sei es für Kirchenasyl-Anfragen, bei der Wohnungs- und Ausbildungssuche. Im Internationalen Frauentreff gibt es Austausch zu beruflicher Weiterbildung, zu Partnerschafts- und Erziehungsfragen und es wird gemeinsam Gemüse angebaut. © Dietlind Jochims

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