Internationale Gemeinden

Kirchenkonvent gegründet - Landesbischöfin: „Zeichen für Frieden, Gemeinschaft und Gerechtigkeit“

Landesbischöfin Kirstina Kühnbaum-Schmidt im Gespräch mit Gästen nach der Gründung des Internationalen Kirchenkonvents auf dem Gebiet der Nordkirche
Landesbischöfin Kirstina Kühnbaum-Schmidt im Gespräch mit Gästen nach der Gründung des Internationalen Kirchenkonvents auf dem Gebiet der Nordkirche© Annelie Haack

27. Juni 2022 von Claudia Ebeling

„Oh happy Day“ sang Sister Lillian bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Urkunde für den Internationalen Kirchenkonvent auf dem Gebiet der Nordkirche - und so war auch die Stimmung am Samstag in der Erlöserkirche in Hamburg-Borgfelde: Erfüllt von Freude über die erreichte Einheit und Vorfreude auf den Beginn eines neuen Wegabschnitts.

Mehr als 40 Geistliche haben mit einem festlichen Gottesdienst die Gründung des Konvents gefeiert. „Wir sind auf einem gemeinsamen Weg, es ist klar, dass wir zusammen gehören“, betonte Prince Okeke, Referent für Internationale Gemeinden der Nordkirche, zur Begrüßung. Und: „Es ist noch viel Platz bei uns, wir wollen weiter wachsen.“

Zu den Gründungsmitglieder gehören neben der Nordkirche, Gemeinden aus Afrika und Asien, da es hier bereits die meisten Verbindungen gibt. Prince Okeke ist auch Vorsitzender des „African Christian Council“ in Hamburg und viele Gemeinden asiatischer Herkunft engagieren sich seit vielen Jahren in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg.

"Brücken in die Gesellschaft"

„Nur durch Einheit kommen wir voran. Gott will, dass nicht jeder seinen eigenen Weg geht, sein eigenes Interesse verfolgt. Wir gehören zusammen, weil Gott es so will“, sagte Pastor Ato Eduah der Church of Pentecost in seiner Ansprache. 

Vertreterin der Nordkirche war Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Diese Gemeinsamkeit ist ein Zeichen der Hoffnung in einer Welt, in der sich Menschen nach Frieden und Gemeinschaft, Gerechtigkeit und Versöhnung sehnen!“, sagte sie in ihrem Grußwort. Und weiter: „Alle Gemeinden, die heute hier einen Schritt aufeinander zugehen, tun dies aus einem bestimmten Grund: weil sie immerzu und unermüdlich und geduldig Brücken bauen für Menschen. Brücken zwischen den Konfessionen, Brücken in die Gesellschaft, Brücken zwischen Nachbar:innen, sprachliche Brücken, auch Brücken zum Glauben an Jesus Christus.“ 

Gründungsmitglieder des Internationalen Kirchenkonvents am 25. Juni 2022 in Hamburg
Gründungsmitglieder des Internationalen Kirchenkonvents am 25. Juni 2022 in Hamburg© Annelie Haack

Urkunde unterzeichnet: Frömmigkeit, Tradition und Identität eine Bereicherung

Feierlicher Höhepunkt des Gottesdienstes war am Ende die Unterzeichnung der Gründungsurkunde durch alle anwesenden leitenden Geistlichen einer Gemeinde: „Wir sind ein freies Netzwerk christlicher Gemeinden aus aller Welt, das im Geist der weltweiten Ökumene miteinander verbunden ist und zusammenarbeitet“, heißt es dort. „Wir bringen unsere Frömmigkeit, unsere Tradition und unsere kulturelle Identität in den Internationalen Kirchenkonvent ein. Die Erfahrungen unserer Mitgliedskirchen sind eine Bereicherung für uns“, würdigt der Text weiter. 

„In dieser Gemeinschaft entdecke ich immer wieder  überraschende Einheit und überwältigende Vielfalt“, sagte die Ökumenebeauftragte der Nordkirche, Annette Reimers-Avenarius, am Samstag.

Feierliche Unterzeichnung der Gründungsurkunde
Vertreter afrikanischer Gemeinden beim Unterzeichnen der Gründungsurkunde für den Internaionalen Kirchenkonvent am 25. Juni 2022 in Hamburg© Annelie Haack

Getragen von Wertschätzung und Respekt füreinander endete der Gottesdienst. Für den Internationale Kirchenkonvent beginnt nun ein gemeinsamer Weg für den vielfältigen Ausdruck christlichen Glaubens in unserer Gesellschaft.

Hintergrund:

Die Geistlichen und Mitglieder internationaler Gemeinden haben Wurzeln in Afrika oder Asien, aber auch Lateinamerika und leben meist seit vielen Jahren in Norddeutschland. Sie haben zum Beispiel katholische, orthodoxe oder pfingstkirchliche Traditionen. Sie sind ausschließlich auf Spenden angewiesen, da sie keine Kirchensteuern erhalten.

 

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