Schleswig-Holstein verzichtet auf Unterrichtskürzungen an weiterführenden Schulen

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt: Religiöse Bildung ist unverzichtbar

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt.
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt.© Theresa Lange

19. Februar 2026 von Dieter Schulz

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt begrüßt, dass Schleswig-Holstein ursprünglich geplante Kürzungen in den gesellschaftlichen Fächern nicht umsetzt. Sie betont: Bildung stärkt Demokratie, Orientierung und Verantwortung in einer pluralen Gesellschaft.

Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Kristina Kühnbaum-Schmidt, begrüßt die Ankündigung der Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Dorit Stenke, dass die im Frühjahr 2025 geplanten Kürzungen der Stundenzahl für die Jahrgangsstufe 11 an der Oberstufe in den Fächern Religion, Geschichte und anderen gesellschaftswissenschaftlichen Bereichen nicht umgesetzt werden. „Das ist eine kluge und auch weise Entscheidung im Interesse der Schülerinnen und Schüler und unserer Demokratie. Denn Bildung vermittelt Kompetenzen, schärft das Verständnis für Zusammenhänge, schult selbstständiges Denken und Urteilskraft. Religiöse Bildung ist dabei unverzichtbar“, erklärt Kristina Kühnbaum-Schmidt.

Schulen brauchen Zeit für Werte, Geschichte und Orientierung 

„Schulen sind Orte, an denen junge Menschen sich Kompetenzen und Wissen aneignen. Es sind Orte, an denen sie lernen, die Welt zu verstehen, ihre Mitmenschen zu achten und sich für das Gemeinwohl einzusetzen“, so die Landesbischöfin. „Und genau dort, wo junge Menschen neben wichtigem naturwissenschaftlichen Wissen ebenso geisteswissenschaftliche Kompetenzen erwerben, wo sie beispielsweise lernen, Geschichte, Ethik und Religion zu verstehen und über deren Fragen nachzudenken, wächst ihre Fähigkeit, sich konstruktiv in unsere plurale und multireligiöse Gesellschaft einzubringen.“ Für Kühnbaum-Schmidt zeigt die Entscheidung das hohe Interesse des Landes an Schulen als Orten des gemeinsamen Nachdenkens, Lernens und Streitens – Orte, an denen junge Menschen Orientierung finden und lernen, Verantwortung für die Zukunft und die Demokratie zu übernehmen.

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