Klimaschutz und Schöpfungsverantwortung

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt ruft zum Klimafasten auf

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt.
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt.© Theresa Lange

13. Februar 2026 von Dieter Schulz

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt ruft zur Teilnahme am Klimafasten 2026 auf. Die bundesweite ökumenische Aktion beginnt am 18. Februar und verbindet Klimaschutz, Gerechtigkeit und spirituelle Praxis in der Fastenzeit.

Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Kristina Kühnbaum-Schmidt, ruft zur Teilnahme am diesjährigen Klimafasten auf. Die bundesweite ökumenische Aktion beginnt am 18. Februar 2026 und stellt den Klimaschutz sowie die Verantwortung für Gottes Schöpfung bewusst in den Mittelpunkt der kommenden sieben Wochen. „Klimafasten lädt uns ein, neu darüber nachzudenken, was wir wirklich brauchen – und was nicht“, so die Leitende Geistliche der Nordkirche. „Als Menschen leben wir mitten in Gottes Schöpfung und tragen eine besondere Verantwortung für sie. Wenn wir erleben, wie sich das Klima rasant verändert, dann ist das kein fernes Zukunftsthema, sondern betrifft unser Leben hier und heute.“

Klimaschutz ist Gewinn an Gerechtigkeit, Lebensqualität und Zukunft

Das Klimafasten 2026 steht unter dem Leitmotiv „Genug ist genug!“ und greift damit eine biblische Perspektive auf, die über bloßen Verzicht hinausweist. „Jesus spricht vom Leben in Fülle“, betont Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Diese Fülle meint nicht grenzenlosen Verbrauch, sondern ein gutes Leben für alle – heute und für kommende Generationen. Klimaschutz ist deshalb kein Verlust, sondern ein Gewinn an Gerechtigkeit, Lebensqualität und Zukunft.“ Die sieben Fastenwochen laden mit jeweils eigenen Schwerpunkten dazu ein, persönliche Lebensgewohnheiten zu reflektieren und neue Wege einzuüben – von Fragen nach Gemeinschaft über Gesundheit, Zeit und Achtsamkeit bis hin zu Segen und Verantwortung.

Klimafasten als geistlicher und gesellschaftlicher Weg

Nach den Worten der Landesbischöfin, die auch Beauftragte für Schöpfungsverantwortung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist und die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen hat, verbindet das Klimafasten spirituelle Praxis mit gesellschaftlichem Handeln: „Fasten heißt nicht nur, etwas wegzulassen. Es heißt auch, den Blick zu schärfen – für das, was uns trägt, für unsere Mitmenschen und für die Mitgeschöpfe. Klimafasten kann helfen, Hoffnung zu stärken und konkrete Schritte hin zu einem achtsameren, klimagerechten Lebensstil zu gehen.“

Ökumenische Initiative mit breiter Beteiligung

Das Klimafasten ist eine gemeinsame ökumenische Initiative von 24 evangelischen und katholischen Partner*innen, darunter Landeskirchen, (Erz-)Bistümer, Freikirchen sowie die Hilfswerke „Brot für die Welt“ und „Misereor“. Gemeinden, Gruppen und Einzelpersonen sind eingeladen, sich mit eigenen Projekten zu beteiligen oder bestehende Ideen aufzugreifen. Begleitend zur Aktion werden auf www.klimafasten.de ein Fastenheft, wöchentliche Impulse sowie Videos angeboten.

Hintergrund: Klimafasten 2026

Das Klimafasten 2026 lädt während der Fastenzeit dazu ein, Klimaschutz und Klimagerechtigkeit bewusst in den Alltag zu integrieren. Jede der sieben Wochen steht unter einem eigenen Motto:

• Woche 1: Genug. Beschenkt.

• Woche 2: Gerecht. Lebenswert.

• Woche 3: Gut. Versorgt.

• Woche 4: Gemeinsam. Leben.

• Woche 5: Geschenkt. Zeit.

• Woche 6: Glückselig. Liebevoll.

• Woche 7: Gesegnet. Bereichert.

Weitere Informationen und Materialien zum Klimafasten gibt es auch auf dem Klimaportal der Nordkirche: https://nordkirche-klimaportal.de/schoepfung/klimafasten/.

Das Umwelt- und Klimaschutzbüro unterstützt und berät Gemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen auf ihrem Weg zur Treibhausgasneutralität. Nach einem Beschluss der Landessynode will die Nordkirche bis 2035 zu 90 Prozent treibhausgasneutral sein.

 

 

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