Empfang bei König Abdullah II.

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt würdigt Jordaniens Engagement für interreligiösen Dialog und friedliches Zusammenleben

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt  (l.) beim Empfang von König Abdullah II. und Kronprinz Al Hussein. Sie nahm als Teil einer Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) zusammen mit Bischof Henrik Stubkjær, Präsident des Lutherischen Weltbundes, und weiteren leitenden Geistlichen aus der Weltgemeinschaft an der Begegnung in Amman teil. @The Royal Hashemite Court
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (l.) beim Empfang von König Abdullah II. und Kronprinz Al Hussein. Sie nahm als Teil einer Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) zusammen mit Bischof Henrik Stubkjær, Präsident des Lutherischen Weltbundes, und weiteren leitenden Geistlichen aus der Weltgemeinschaft an der Begegnung in Amman teil. @The Royal Hashemite Court

15. Januar 2026 von Dieter Schulz

Die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, ist von Jordaniens König Abdullah II. empfangen worden. Sie würdigte das Engagement des Königshauses für interreligiösen Dialog, humanitäre Verantwortung und das friedliche Zusammenleben der Religionen.

Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und Vizepräsidentin des Lutherischen Weltbundes (LWB), Kristina Kühnbaum-Schmidt, ist in Amman von König Abdullah II. empfangen worden. Sie nahm als Teil einer Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) zusammen mit Bischof Henrik Stubkjær, Präsident des Lutherischen Weltbundes, und vier weiteren leitenden Geistlichen aus der Weltgemeinschaft an der Begegnung im Palast des Königshauses teil. Anlass war die Audienz von Bischof Imad Haddad, dem neugewählten leitenden Geistlichen der ELCJHL, bei König Abdullah II. und Kronprinz Al Hussein.

Verbunden durch Geschichte und Glauben

Während des Treffens dankte die Landesbischöfin dem König für die Einladung und unterstrich die enge Verbundenheit der lutherischen Kirchen weltweit: „Ich fühle mich sehr privilegiert und geehrt, Teil dieser Delegation zu sein, und bin sehr dankbar für die heutige Einladung.“ Kristina Kühnbaum-Schmidt erinnerte an die historischen und geistlichen Wurzeln der lutherischen Kirchen in unterschiedlichen Weltregionen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land sei „eine Kirche in einer Region, in der das Christentum entstanden ist“, während die lutherischen Kirchen in Deutschland in einer Region beheimatet seien, „in der Martin Luther lebte und die Reformation begann“, so die leitende Geistliche der Nordkirche. Daraus folge eine besondere Verbundenheit der lutherischen Kirchen hier und dort in Geschichte und Glauben.

Interreligiöser Dialog als zentrale Aufgabe

Mit Blick auf die deutsche Geschichte betonte die Landesbischöfin die besondere Verantwortung für das friedliche Zusammenleben der Religionen. Sie erklärte: „Als jemand, der aus Deutschland kommt und die Geschichte meines Landes kennt, bin ich mir der Bedeutung des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen sehr bewusst.“ Die Vizepräsidentin des LWB würdigte das Engagement des jordanischen Königshauses für Verständigung und Dialog: „Mit großem Respekt und hoher Wertschätzung habe ich von der vielfältigen Unterstützung erfahren, die die jordanische Königsfamilie für interreligiöse Studien und interkulturellen Dialog in Jordanien und darüber hinaus geleistet hat.“ Der interreligiöse Austausch sei auch für die Nordkirche und die lutherischen Kirchen in Deutschland von zentraler Bedeutung. „Sich gegenseitig zu verstehen und als Nachbarn respektvoll und friedlich miteinander zu leben, ist gegenwärtig nicht nur notwendig, sondern tief in den religiösen Traditionen verwurzelt“, so Kristina Kühnbaum-Schmidt.

Humanitäre Verantwortung und Hoffnungsperspektiven

Zugleich äußerte die Landesbischöfin Sorge über die Missachtung grundlegender humanitärer Prinzipien. „Umso besorgniserregender ist es, wie oft diese grundlegenden menschlichen Prinzipien missachtet werden, zum Beispiel, wenn Menschen in Not der Zugang zu Nahrung, Unterkunft oder medizinischer Versorgung verweigert wird“, betonte Kristina Kühnbaum-Schmidt beim Empfang bei König Abdullah II. Als Zeichen der Hoffnung verstehe sie deshalb auch das Engagement der christlichen Kirchen für Menschen in Not.

 

 

 

 

 

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