Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt gratuliert Pastor i. R. Joachim Liß-Walther zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
18. Februar 2026
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt gratuliert Pastor i. R. Joachim Liß-Walther zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Sie würdigt dessen jahrzehntelanges Engagement für den christlich-jüdischen Dialog, für Verständigung, Aussöhnung und ein respektvolles Miteinander in Schleswig-Holstein und darüber hinaus.
Anlässlich der Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Kristina Kühnbaum-Schmidt, das langjährige kirchlich-gesellschaftliche Engagement von Pastor i. R. Joachim Liß-Walther. „Mit dem Bundesverdienstkreuz wird eine Persönlichkeit geehrt, deren Wirken weit über die kirchlichen wie gesellschaftlichen Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus strahlt. Der Einsatz von Joachim Liß-Walther für den christlich-jüdischen Dialog ist ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Verständigung, Respekt und gemeinsames verantwortliches Handeln gelingen können.“
Christlich-jüdischer Dialog als gelebte Realität
„Mit Ihrem Wirken haben Sie über Jahrzehnte hinweg gezeigt, dass christlich-jüdischer Dialog nicht nur ein theologisches Konzept, sondern gelebte Realität sein kann“, schreibt die leitende Geistliche der Nordkirche in ihrem Gratulationsbrief an Joachim Liß-Walther.
„Sie haben an vielen Orten den Austausch zwischen christlichen und jüdischen Gemeinden, Initiativen und Einzelnen wachgehalten, befördert und gestärkt. Durch Ihre Arbeit wurden Vorurteile abgebaut, Verständnis aufgebaut und Brücken des Vertrauens errichtet. Ihr Engagement ist getragen von tiefem Respekt vor dem Anderen und einer klaren Orientierung an Versöhnung, die aus der Anerkennung gemeinsamer Geschichte erwächst“, heißt es in dem Schreiben weiter.
Wichtiges Fundament für das Miteinander in unserem Land
Joachim Liß-Walther hat sich in verschiedensten Funktionen dafür eingesetzt, dass jüdisches Leben sichtbar, hörbar und als Teil der gemeinsamen Geschichte wahrgenommen wird. Sein langjähriger Vorsitz in der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein e. V. sowie sein Engagement in zahlreichen Freundeskreisen und Initiativen haben vorurteilsfreie Begegnungen sowie kontinuierliche Aufklärung über jüdische Kultur und Geschichte gefördert. Die Landesbischöfin betont in ihrem Glückwunsch: „Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz haben Sie maßgeblich dazu beigetragen, dass jüdisches Leben in seiner ganzen Breite in unserer Gesellschaft wahrnehmbar wird. Dies bildet ein wichtiges Fundament für das Miteinander in unserem Land – gerade angesichts zunehmender antisemitischer Herausforderungen.“
Dank im Namen der Nordkirche
Kristina Kühnbaum-Schmidt schließt ihr Schreiben mit den Worten: „Dass wir heute jüdisches Leben feiern und zugleich klare Worte gegen Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung finden, ist auch Ihrem beharrlichen, liebevollen und zugleich kritischen Engagement zu verdanken. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Nordkirche von Herzen.“
