Test in Altholstein

Mit der Luca-App zum Gottesdienst

Ab Sonntag können Gottesdienst-Besucher in Kisdorf wählen, ob sie sich weiterhin mit handschriftlichen Zetteln oder per Luca-App registrieren möchten. Die Gemeinde erhofft sich, dass die App-Nutzung die Kontaktdatenerfassung für beide Seiten einfacher macht.
Ab Sonntag können Gottesdienst-Besucher in Kisdorf wählen, ob sie sich weiterhin mit handschriftlichen Zetteln oder per Luca-App registrieren möchten. Die Gemeinde erhofft sich, dass die App-Nutzung die Kontaktdatenerfassung für beide Seiten einfacher macht. © Unsplash, Clique Images

27. April 2021 von Jürgen Schindler

Bislang fallen nach den Gottesdienste haufenweise Zettel an, auf denen die Kontaktdaten der Besucher erfasst worden sind. Im Kirchenkreis Altholstein testet Kisdorf nun die Luca-App, mit der man online einchecken kann.

Am kommenden Sonntag, 2. Mai, ist es so weit: Zum Abendgottesdienst um 18 Uhr können die Gottesdienstbesucher zum ersten Mal mit der Luca-App nutzen, um sich zu registrieren. 

Besucher haben die Wahl 

Nicht zu übersehen hängt am Eingang zur Kirche ein großer QR-Code. Was die Besucherinnen und Besucher jetzt noch brauchen, ist ein Smartphone. Wenn darauf die App Luca installiert ist, halten sie das Geräte einfach davor, und schon sind sie erfasst. Das heißt: Das Gesundheitsamt kann – falls im Gottesdienst Corona auftreten sollte – nachverfolgen, wer an der Feier teilgenommen hat. Sonst hat jedoch niemand Zugriff auf die Daten.

"Das ist eine echte Erleichterung", findet Pastorin Christiane Ellger. "Bisher stapelten sich bei uns Berge von Listen mit den Kontaktdaten unserer Besucherinnen und Besucher." Ganz ohne werde es auch in Zukunft nicht gehen. Denn wer kein Smartphone hat oder die Luca-App nicht nutzen möchte, kann weiterhin auf die herkömmlichen Zettel zurückgreifen. Auch die Anmeldung über das Kirchenbüro zu den Gottesdiensten läuft weiter wie gewohnt.

"Klappt in null-komma-nix": Propst Kurt Riecke checkt per Luca-App bei Pastorin Christiane Ellger für den Gottesdienst in Kisdorf ein.
"Klappt in null-komma-nix": Propst Kurt Riecke checkt per Luca-App bei Pastorin Christiane Ellger für den Gottesdienst in Kisdorf ein.© Kirchenkreis Altholstein, Jürgen Schindler

"Spannend wird es, wenn wir wieder mehr Gruppen anbieten dürfen. Wenn sich vielleicht die Konfirmanden oder der Kirchengemeinderat mit Luca registrieren, wäre das eine große Hilfe", ist sich Ellger sicher.

Auch Propst Kurt Riecke vom Kirchenkreis Altholstein nutzt die App bereits regelmäßig. "Das funktioniert in null-komma-nix", hat er festgestellt. Die Predigt am 2. Mai in Kisdorf wird er im Rahmen seiner "Abschiedstournee" halten, bevor er Ende Mai in den Ruhestand gehen wird. 

Gottesdienst soll Mut machen und neue Kraft geben

Die Vereinsamung vieler Menschen nimmt nach einem Jahr Corona merklich zu. Da tun wir gut daran, alle technischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um Kontakte so einfach wie möglich zu gestalten", sagt er. Im Gottesdienst in Kisdorf möchte Riecke der Angst und der allgemeinen Zurückhaltung etwas entgegensetzen. "Wir gehen auf Pfingsten zu, wir brauchen neue Perspektiven und sollten uns nicht länger lähmen lassen. Denn der Heilige Geist bringt uns allen Lebenskraft."

Die Luca-App ist übrigens auch bei den Nachbarn in Kaltenkirchen im Einsatz. Dort funktioniert in der Kirchengemeinde das Einchecken per Smartphone genauso. Ebenso nutzen etwa die Hälfte aller Kirchen in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel die App. 

So funktioniert die Luca-App

Die App wurde zur Nachverfolgung von Kontaktpersonen während der Corona-Pandemie entwickelt und macht die Risikokontaktbenachrichtigung möglich. Laut Entwickler werden die Daten dezentral verschlüsselt und auf die Schnittstellen Gastgeber, Gast und Gesundheitsamt aufgeteilt. Nur im Falle einer Infektion setzen sich die Daten zusammen und werden für das Gesundheitsamt lesbar.

Die App erzeugt aus den Check-Ins des Anwenders eine Historie. Diese kann der Anwender dem Gesundheitsamt per Tan im Falle einer Infizierung mit Covid-19 freischalten. Die Luca-App sendet dann alle Veranstaltungsorte, die der Getestete in den vergangenen 14 Tagen besucht hat, an das Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt fordert anschließend über das Luca-System die entsprechenden Veranstalter auf, die Kontaktdaten aller Gäste, die zur selben Zeit wie der Getestete am jeweiligen Veranstaltungsort waren, ans Gesundheitsamt zu übertragen. So können gegebenfalls Hotspots nachvollzogen werden. 

Befürworter sehen in dieser Cluster-Erfassung einen klaren Vorteil zur Corona-Warn-App. Kritiker bemängeln hingegen, dass es zwar eine Datenverschlüsselung gibt, jedoch keine vollständige Anonymität der Nutzer. Ebenso sei ein Missbrauch durch falsche Angaben nicht vollständig ausgeschlossen. 

Genutzt wird die Luca-App etwa in vielen Touristenregionen, die den Besuch ihrer Region gleichzeitig sicher und unkompliziert für die Gäste gestalten möchten. Voraussetzung ist natürlich, dass die Gesundheitsämter der Städte und Kommunen an das Luca-System angeschlossen sind. Der Download der App für Android und iOS ist kostenlos. 

 

 

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