Osterbotschaft 2026
04. April 2026
Vorletzte Woche hatte ich einen jungen Mann zu beerdigen. Er wurde nur 28 Jahre alt und starb an seiner schweren Krebserkrankung. Warum er, der sein Leben doch eigentlich noch vor sich haben sollte, der so hoch engagiert in der evangelischen Jugendarbeit war? Warum dieser bodenlose Schmerz für seine Mutter, seine Freundin, so viele Begleiterinnen und Begleiter aus der Jugendarbeit?
Diese bohrenden Fragen konnte die Trauerfeier nicht beatworten. Aber wir haben uns in dieser Stunde an Gott gewendet, ihm unser Leid geklagt, auch wenn wir seine Wege nicht verstehen können. Wir haben versucht, füreinander da zu sein.
Ja, wir haben den Leichnam des jungen Mannes in Gottes Erde legen müssen, ein bitterer Abschied. Aber wir klammern uns an das göttliche Versprechen, dass er jetzt in Gottes guten Händen ruht, befreit von den Qualen der letzten Monate.
Und wir haben das große christliche Privileg, auch an dem Sarg eines so jungen Menschen von unserer Glaubens-Hoffnung zu sprechen. Davon, dass der Tod nicht das letzte Wort über uns hat. Diese Hoffnung hat einen Grund. Jesus Christus, unschuldig hingerichtet, ebenfalls als junger Mann, ist von Gott aus dem Tod auferweckt worden nach drei Tagen.
Die Auferstehung Jesu ist der Grund für das größte christliche Fest, das Osterfest. Wir feiern nichts weniger als den Sieg Gottes über den Tod. Darum wird nie im Kirchenjahr so intensiv gejubelt und Gott gelobt wie zu Ostern. Und dieser göttliche Sieg weist damit auch alle Todesmächte in die Schranken, wie Machtgier, Gewalt oder Terror. So sehr sie gegenwärtig die Oberhand zu gewinnen scheinen, so sehr verspricht uns Ostern, dass ihre Zeit begrenzt ist. Gott schafft neues Leben, Freude und Fülle für alle Menschen.