Die Bischöfinnen Nora Steen und Marianne Christiansen unterwegs auf Ansgars Spuren

Pilgerweg über die deutsch-dänische Grenze: Nordkirche setzt Zeichen für Verständigung und Zusammenhalt

Die dänische und die deutsche Flagge wehen im Wind.
Die dänische und die deutsche Flagge wehen im Wind.© Sasha Strekoza, AdobeStock

12. Mai 2026 von Clarissa Leu

Am Sonntag, 17. Mai 2026, lädt die Nordkirche zu einem ökumenischen Pilgerweg mit deutsch-dänischem Grenzübertritt zwischen Ladelund und Dänemark ein. Anlass ist das Ansgar-Jubiläumsjahr „1.200 Jahre Ansgar im Norden“. Gemeinsam mit den Bischöfinnen Nora Steen und Marianne Christiansen pilgern Teilnehmende aus Deutschland, Dänemark und Schweden für Frieden, Verständigung und ein gemeinsames Europa. Höhepunkte des Tages sind ein Gottesdienst an der Grenze sowie eine öffentliche Abschlussveranstaltung im dänischen Lydersholm. Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind eingeladen, den Pilgerweg zu begleiten.

Unterwegs im Geiste Ansgars 

Im Jahr 2026 erinnert die Nordkirche gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern in Deutschland und Dänemark an ein bedeutendes historisches Ereignis: Vor 1.200 Jahren brach der französische Mönch Ansgar vom Kloster Corvey bei Höxter in den Norden auf. Sein Wirken gilt bis heute als Symbol für Verständigung, kulturelle Offenheit und den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache. 

Vom 13. bis zum 23. Mai 2026 geht eine internationale Pilgergruppe Ansgars Weg nach und lässt sich auf den einzelnen Etappen von Themen aus seiner Biografie inspirieren, die auch für unsere heutige Gesellschaft relevant sind: Mut, Pioniergeist, das Überwinden von Grenzen, Freiheitsliebe und Bildung. Der Grenzübertritt am 17. Mai 2026 bildet dabei einen besonderen symbolischen Moment. 

Nora Steen, Bischöfin der Nordkirche im Sprengel Schleswig und Holstein, betont: 
„Die deutsch-dänische Grenzregion zeigt seit vielen Jahren, wie Verständigung, gegenseitiger Respekt und friedliches Zusammenleben gelingen können. Gemeinsam zu pilgern bedeutet, einander zuzuhören, Unterschiede wahrzunehmen und zugleich das Verbindende zu entdecken. Darin liegt eine wichtige Botschaft für Europa.“ 

Gemeinsam mit Bischöfin Marianne Christiansen aus dem dänischen Stift Hadersleben wird Nora Steen die Pilgergruppe begleiten. Für den symbolträchtigen Pilger-Abschnitt mit Grenzübertritt hat die Nordkirche Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft aus Deutschland und Dänemark eingeladen, um gemeinsam ein Zeichen für Frieden und grenzüberschreitenden Zusammenhalt zu setzen. 

Pilgern, beten und miteinander ins Gespräch kommen 

Der Tag beginnt um 9.30 Uhr in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund mit einer Begrüßung von Nora Steen, Bischöfin im Sprengel Schleswig und Holstein. Anschließend führt der insgesamt rund zwölf Kilometer lange Pilgerweg bis zur deutsch-dänischen Grenze. Dort findet gegen 12.15 Uhr ein Gottesdienst zum Grenzübertritt statt. Im Mittelpunkt stehen biblische Texte zur Gemeinschaft über Grenzen hinweg, gemeinsame Gebete sowie eine Predigt mit anschließendem Dialog zwischen den beiden Bischöfinnen über Frieden, Identität und Zusammenhalt in Europa. 

Den Abschluss bildet ab 14 Uhr eine öffentliche Veranstaltung in Lydersholm mit Gespräch, Musik und gemeinsamem Essen. Unter der Überschrift „Was können wir heute von Ansgar lernen?“ soll der Austausch über die Bedeutung von Offenheit, Dialog und Versöhnung in der Gegenwart fortgesetzt werden. 

Fördermittel für die deutsch-dänische Zusammenarbeit

Gefördert wird das Projekt mit aus Mitteln von Interreg Deutschland-Danmark zur Weiterentwicklung der deutsch-dänischen Region, kofinanziert von der Europäischen Union. Die Gesamtfördersumme beträgt 14.297 Euro. Rund zwei Drittel der Mittel fließen in die Durchführung der geamten Pilgerwanderung, darunter Vorbereitungskosten, Übernachtungen, Verpflegung sowie Treibstoff- und Mietkosten für das Begleitfahrzeug. Etwas weniger als ein Drittel ist für die öffentliche Abschlussveranstaltung in Lydersholm am Tag des Grenzübertritts vorgesehen.

Medien sind herzlich eingeladen 

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich eingeladen, den Pilgerweg ganz oder teilweise zu begleiten. 
 

Wann: 

Sonntag, 17. Mai 2026, 9.30 Uhr 

Treffpunkt: 

KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund 
Raiffeisenstraße 3, 25926 Ladelund 

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