Corona-Pandemie

Seelsorger: Aufhebung der Impfreihenfolge benachteiligt Studenten

Die Universität Rostock wurde im Jahr 1419 gegründet und ist nach eigenen Angaben die älteste im Ostseeraum.
Die Universität Rostock wurde im Jahr 1419 gegründet und ist nach eigenen Angaben die älteste im Ostseeraum.

03. Juni 2021

Nach Ansicht der beiden Rostocker Studentenseelsorger werden Studierende durch die geplante Aufhebung der Corona-Impfreihenfolge stark benachteiligt. "Ich fürchte, dass die Studierenden ans Ende der Warteschlange katapultiert werden", sagte kürzlich Christina Innemann von der Katholischen Studierendengemeinde Rostock.

Immer mehr Menschen würden derzeit über die Hausarztpraxen mit Impfstoff versorgt, viele Studierende hätten jedoch keinen Hausarzt am Studienort.

Kaum Impfstoff für jüngere Menschen

Doch auch junge Menschen mit Hausarzt würden am Ende der Warteschlange stehen, sagte der evangelische Studentenpastor Martin Kumlehn. Denn die Ärzte müssten entscheiden, wer den knappen Impfstoff nötiger hat. "Das sind natürlich nicht die jungen Menschen", so Kumlehn.

Studierende hätten zunehmend das Gefühl, dass sie die Letzten sein werden, die geimpft werden, so die beiden Theologen. Viele seien so verzagt, dass sie noch nicht einmal beim Hausarzt nachfragten. Zudem wüssten vor allem internationale Studierende nicht, ob ihre private Krankenversicherung eine Corona-Impfung beinhaltet.

Wenn Studierende sehr lange auf die Impfung warten müssen, blieben sie auch lange von Erleichterungen im Alltag wie beispielsweise der Lockerung von Kontaktbeschränkungen bei privaten Treffen ausgeschlossen, hieß es. "Es wäre fatal, wenn die jungen Menschen an den Hochschulen das Gefühl hätten, auf sie käme es am wenigsten an", sagte Innemann.

Hoffen auf kreative Lösungen

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Kumlehn hoffe sie deshalb auf kreative Lösungsvorschläge für die über 13.000 Studierenden in Rostock. "Wir wünschen uns, dass die Hochschulen Rostocks und die Stadt gemeinsam Ideen entwickeln, Studierende in die Impfkampagne einzubeziehen", erklärten die beiden Theologen.

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