Eine Woche Krieg in der Ukraine

Sieben Minuten Glockengeläut für den Frieden

Auch in der Nordkirche wollen sich zahlreiche Gemeinden an der Aktion beteiligen und um 12 Uhr die Glocken erklingen lassen.
Auch in der Nordkirche wollen sich zahlreiche Gemeinden an der Aktion beteiligen und um 12 Uhr die Glocken erklingen lassen. © Nordkirche

03. März 2022

Der Krieg in der Ukraine hat die Welt verändert und hinterlässt uns traurig und fassungslos. Doch wir wollen gemeinsam ein Zeichen des Friedens und der Anteilnahme setzen: Ab heute Mittag werden in vielen Kirchenkreisen und Gemeinden der Nordkirche die Kirchenglocken läuten, so wie es an vielen anderen Orten Europas ebenso der Fall ist.

Zum europaweiten Läuten für den Frieden hat die Europäische Vereinigung der Dombau-, Münsterbau- und Bauhüttenmeister mit Sitz in Köln aufgerufen. Um 12 Uhr sollen die Glocken für sieben Minuten europaweit als Friedenszeichen läuten. Sieben Minuten, das ist eine Minute für jeden Tag, den der Krieg bislang andauert. 

An vielen Orten kommen die Menschen zu Friedensgebeten zusammen und entzünden Kerzen, um zu sagen: Wir sind bei euch.
An vielen Orten kommen die Menschen zu Friedensgebeten zusammen und entzünden Kerzen, um zu sagen: Wir sind bei euch. © Marcelo Hernandez, Nordkirche

Ein Zeichen der Verbundenheit und Anteilnahme

Zahlreiche Kirchenkreise und Gemeinden folgen dieser Initiative: Auch bei uns im Norden werden die Kirchenglocken ertönen, um für den Frieden zu werben. Beteiligt sind unter anderem Gemeinden in Rostock, Stralsund, die Hamburger Hauptkirchen sowie die Lübecker Kirchen und einige weitere in Schleswig-Holstein. Zusätzlich werden die Hamburger Kirchenkreise Banner mit der Friedensbitte aufhängen, um ihre Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine auszudrücken.

Die Nordkirche bietet Plakate und Postkarten mit einem Aufruf zum Frieden an.Bestellung

In Lübeck ruft Pröpstin Petra Kallies die Menschen dazu auf, in der Zeit des Glockenläutens innezuhalten und für die Opfer des Krieges zu beten. Zusätzlich kündigte sie an, dass die Danziger Friedensglocken der Lübecker St. Marienkirche nicht nur am 3. März, sondern an jedem Folgetag des Krieges zehn Minuten lang läuten werden. 

Gebete für den Frieden

„Die Glocken stammten ursprünglich aus evangelischen Kirchen in Danzig. Bei uns ertönen sie als akustisches Mahnmal gegen den Krieg und für den Frieden“, sagt Pastor Robert Pfeifer. Ab sofort findet täglich ab 12 Uhr ein Friedensgebet in der Marienkirche statt. Gleiches bieten es auch die St. Michaelis-Gemeinde in Hamburg und viele weitere Gemeinden im Norden an. Zu finden sind sie unter anderem in unserer Gottesdienst-Übersicht

Auch der Weltgebetstag der Frauen widmet sich dem Krieg in der Ukraine. Geplant ist unter anderem eine Gebetskette für den Frieden. Details zu den Aktionen: Weltgebetstag 2022.

Der Aufruf der Dombaumeister

Mit diesem Läuten
erklären wir uns solidarisch mit den Menschen,
die diesen Krieg aushalten und um ihr Leben bangen müssen,
die den Widerstand gegen eine Übermacht organisieren müssen,
die vor dem Krieg fliehen müssen,
die den Mut haben, gegen die Kriegstreiber in ihrem Land zu protestieren und
die in den Ländern leben, die unmittelbar von diesem Krieg betroffen sind.

Mit diesem Läuten
trauern wir um die Toten aller beteiligten Länder;
drücken wir unseren Dank aus, sollten die Waffen bis dahin schweigen.

Mit diesem Läuten
beten wir für alle, die von diesem Krieg betroffen sind.

Mit diesem Läuten beten wir um Frieden.

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