Ein Gebetsschrei nach Hilfe für die Menschen in der Ukraine

Ukrainekrieg: Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und Nordkirche gedenken des vierten Jahrestages

Integrationsbeauftragte Mecklenburg-Vorpommerns Jana Michael, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern Tilman Jeremias und Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten in Mecklenburg-Vorpommern Bettina Martin in der Schlosskirche Schwerin zum Gedenkgottesdienst des vierten Jahrestages des Ukrainekrieges. © Geschäftsstelle Integrationsbeauftragte MV
Integrationsbeauftragte Mecklenburg-Vorpommerns Jana Michael, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern Tilman Jeremias und Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten in Mecklenburg-Vorpommern Bettina Martin in der Schlosskirche Schwerin zum Gedenkgottesdienst des vierten Jahrestages des Ukrainekrieges. © Geschäftsstelle Integrationsbeauftragte MV

25. Februar 2026 von Marlene Nürnberger

Am 24. Februar 2026 kamen Vertreter/innen der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns und Vertreter/innen der Nordkirche, darunter der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Tilman Jeremias, zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des vierten Jahrestages des Ukrainekrieges zusammen. Der Gottesdienst fand im Anschluss an den Fachtag zur „Zukunft der Ukrainer:innen in Mecklenburg-Vorpommern“ in der Schlosskirche Schwerin statt.

Im Rahmen eines Gottesdienstes wurde auf hoffnungsvolle und zugleich bewegende Weise der Ereignisse vom 24. Februar 2022 und der folgenden vier Jahre in der Ukraine gedacht. Unter Anwesenheit von Ministerin Bettina Martin (Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten) sowie Bischof Tilman Jeremias und der Integrationsbeauftragten der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns Jana Michael wurde ein Gedenkgottesdienst anlässlich des vierten Jahrestages des Ukrainekrieges in der Schlosskirche Schwerin abgehalten.

 

Meine Hoffnung und meine Freude – Kranzniederlegung als Zeichen der Würdigung und Anteilnahme

Nach einer musikalischen Eröffnung durch den Kantor begrüßte Bischof Tilman Jeremias gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten Jana Michael die Gäste und hob die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns und der gelebten Solidarität hervor. Danach richtete die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Bettina Martin, ein Grußwort an die Gemeinde, in dem sie die anhaltende Verantwortung Europas und die Notwendigkeit des Zusammenhalts betonte. Der Gottesdienst wurde zwischen den Beiträgen von Taizégesang musikalisch begleitet, der in deutscher und ukrainischer Sprache gesungen wurde und die internationale Verbundenheit zum Ausdruck brachte. Unter der Überschrift „Vier Jahre Krieg – was bedeutet es für uns Ukrainer:innen?“ schilderte Nataliya Novikova eindrücklich die persönlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Krieges und verlieh den Erfahrungen vieler Betroffener Ausdruck. Im Anschluss fand die Kranzniederlegung durch Ministerin Bettina Martin statt. Danach waren alle Anwesenden eingeladen, ebenfalls Kerzen anzuzünden und so ein sichtbares Zeichen des Gedenkens, der Trauer und der Hoffnung zu setzen.

 

Ein Gebetsschrei nach Hilfe: „Wir fühlen mit und beten für unsere Geschwister“

In seiner Andacht griff Bischof Tilman Jeremias die geistliche Dimension des Gedenkens auf und sprach Worte des Trostes und der Ermutigung: „Dieser Gottesdienst vermag uns zu helfen, intensiv um den Frieden zu beten und in Stille vor Gott an die Menschen zu denken, die Opfer dieses fürchterlichen Krieges geworden sind. Vier Jahre Angriffskrieg heißt vier Jahre lang Leiden für ganz viele Menschen, besonders in der Ukraine, aber auch auf russischer Seite. Immer noch herrscht dauernde Angst vor nächtlichem Beschuss. Das Leiden der Menschen können wir uns nicht vorstellen“, bedenkt Bischof Tilman Jeremias. „Die Bibel ist davon überzeugt: All der Zorn über die sinnlose Gewalt, all die unendliche Trauer über die ungezählten Verstorbenen und an Leib und Seele Verletzten, all die Klage über Angst, Kälte und Grausamkeit, all dies hat eine gute Adresse in den Ohren Gottes. Wir dürfen ihm unsere Ohnmacht und unsere Tränen bringen. Wir können wieder und wieder um Frieden beten. Er hört. Und sagt uns zu: Die Gewaltherrscher dieser Erde werden vergehen, Friede, Versöhnung und Heilung werden kommen und bleiben“, predigt Bischof Tilman Jeremias.

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