30. April 2022 | Osterkirche Eilbek

Grußwort zur Weihe als bulgarisch-orthodoxe Kirche "Die Heiligen Kyrill und Methodius"

30. April 2022 von Kirsten Fehrs

Hoch verehrte Eminenz Metropolit Anthonii,
hoch verehrte Eminenz Bischof Polycarp von Belogradchik,
hoch verehrte Eminenzen und Priester, liebe Schwestern und Brüder,

endlich angekommen – so fühlt es sich gewiss für Sie an, angekommen in „Ihrem“ Gotteshaus. Was für ein Segen! Welche Gnade, hier nun in dieser Osterkirche, in dieser österlichen Zeit die Weihe zu feiern. Angekommen sind Sie – nach einem wahrlich weiten Weg: Seit Ihrer Gründung 2007 als bulgarische-orthodoxe Kirchengemeinde fanden Sie bis 2019 in etlichen verschiedenen Gebäuden der evangelischen Kirche Herberge, angefangen von der Bugenhagenkirche in Barmbek, wo ich Sie 2007 schon willkommen heißen durfte, bis hin zur Kapelle am Friedhof Diebsteich. Zum Gedenktag ihrer Schutzheiligen am 11. Mai 2019 feierten sie mit einem Festgottesdienst hier ihren Einzug. Endlich.

Wie das „wandernde Gottesvolk“ auf dem Weg zu einem verheißenen Ziel – so kommt es mir angesichts Ihrer Reise durch die Stadt vor. Und so ist es mir eine Ehre und Freude, Ihnen auch im Namen von Pröpstin und Hauptpastorin Astrid Kleist herzlich zur Weihe dieser Kirche „Die Heiligen Kyrill und Methodius“ zu gratulieren. Wie schön, dass dieses Gotteshaus nun (für gewisse Zeit) Ihre „bleibende Statt“ ist, in der – auch in ökumenischer Freundschaft – das Gotteslob erklingen soll. Mit seinem Kyrie und seinem Gloria.

Das wandernde Gottesvolk – darin liegt tiefer Sinn. Die ganze Bibel ist von diesem schönen Gedanken durchzogen, dass sich unsere Lebenswege immer auch als ein Unterwegssein mit Gott offenbaren. Angefangen von Abraham und Sara, über den langen Wüstenweg des Volkes Israels hin zum gelobten Land, und natürlich – gerade jetzt ist uns dies so nah – Jesu Weg durch Galiläa, sein Wirken, sein Leben, sein Sterben und vor allem: seine Auferstehung.

Wir leben und feiern die Weihe dieser Kirche in österlicher Zeit – als Hoffnungszeichen. Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja! Christus lebt – und das heißt: Die Hoffnung lebt. Sie lebt trotz allem, was Menschen durchleiden. Ostern bietet jeder Gewalt und jeder Demütigung der Würde die Stirn. Wie wichtig ist es, jetzt in diesen Zeiten der Krise und des grausamen Angriffskrieges, der in der Ukraine tobt, Zeuginnen und Zeugen dieser Hoffnung zu sein. Mit unserem Schöpferlob, unserem Mut, unserem Aufstehen für den Frieden. Und mit unserem Gebet. Wir beten für die Menschen, die nun in einem über achtwöchigen Karfreitag brutal angegriffen, drangsaliert und getötet werden. Wir beten für die Millionen Frauen und Kinder auf der Flucht. Wir beten mit Erschütterung und beten zugleich mit Hoffnung auf Frieden im Herzen. Dass Tod, Vernichtung und Krieg nicht das letzte Wort haben mögen. Denn Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja.

Und so rührt es mich zutiefst an, dass Sie in dieser Oster-Kirche nun angekommen sind, nach langem Weg mit dieser uns alle tragenden österlichen Hoffnung. Hoffnung, die diese Welt jetzt so braucht. Und also feiern wir heute auch mit großer Dankbarkeit. Dankbar für dieses Gnadengeschenk, dankbar für so viele, die sich unermüdlich eingesetzt haben, dass diese Weihe möglich wurde. Dankbar für das hingebungsvolle Engagement besonders von Ihnen, lieber Pater Krastin und Ihnen, dem Kirchenvorstand und allen Gemeindegliedern, danke aber auch dir, lieber bulgarischer Honorargeneralkonsul Prof. Dr. Gerd-Winand Imeyer.

Natürlich darf im Angesicht der guten Ökumene zwischen evangelischer und bulgarisch-orthodoxer Kirche ein kleines Gastgeschenk nicht fehlen: Dieses Buch ist etwas Besonderes. Es ist die gerade in diesen Tagen erschienene bulgarische Übersetzung des Wörterbuches der Bilateralen Dialoge der Evangelischen Kirche in Deutschland mit den orthodoxen Kirchen, druckfrisch. Ich gebe damit meiner Vorfreude auf alle weitere ökumenische Geschwisterlichkeit in dieser Stadt Ausdruck und schließe mein Grußwort mit einem Segenswunsch, der in diesen Tagen unsere Herzen verbinden möge. Ein Segenswunsch, der das Singen und Loben, wie sollte es für eine orthodoxe Gemeinde anders sein, in den Mittelpunkt stellt:

Singt von Frieden in der Welt, dort, wo Menschen streiten!
Christus sein Versprechen hält: Er steht uns zur Seiten,
wenn in seinem Namen wir Friedensstifter werden.
Singt von Frieden in der Welt: Er gescheh auf Erden.

Amen

Veranstaltungen
Orte
  • Orte
  • Flensburg
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Flensburg-St. Johannis
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Gertrud zu Flensburg
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Marien zu Flensburg
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Michael in Flensburg
    • Ev.-Luth. St. Nikolai-Kirchengemeinde Flensburg
    • Ev.-Luth. St. Petrigemeinde in Flensburg
  • Hamburg
    • Hauptkirche St. Jacobi
    • Hauptkirche St. Katharinen
    • Hauptkirche St. Michaelis
    • Hauptkirche St. Nikolai
    • Hauptkirche St. Petri
  • Greifswald
    • Ev. Bugenhagengemeinde Greifswald Wieck-Eldena
    • Ev. Christus-Kirchengemeinde Greifswald
    • Ev. Johannes-Kirchengemeinde Greifswald
    • Ev. Kirchengemeinde St. Jacobi Greifswald
    • Ev. Kirchengemeinde St. Marien Greifswald
    • Ev. Kirchengemeinde St. Nikolai Greifswald
  • Kiel
  • Lübeck
    • Dom zu Lübeck
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Aegidien zu Lübeck
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Jakobi Lübeck
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Marien in Lübeck
    • St. Petri zu Lübeck
  • Rostock
    • Ev.-Luth. Innenstadtgemeinde Rostock
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rostock Heiligen Geist
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rostock-Evershagen
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rostock-Lütten Klein
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis Rostock
    • Ev.-Luth. Luther-St.-Andreas-Gemeinde Rostock
    • Kirche Warnemünde
  • Schleswig
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schleswig
  • Schwerin
    • Ev.-Luth. Domgemeinde Schwerin
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Nikolai Schwerin
    • Ev.-Luth. Petrusgemeinde Schwerin
    • Ev.-Luth. Schloßkirchengemeinde Schwerin

Personen und Institutionen finden

Info-Service

0800 5040 602

Montag bis Freitag von 9-18 Uhr kostenlos erreichbar - außer an bundesweiten Feiertagen

Sexualisierte Gewalt

0800 0220099

Unabhängige Ansprechstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Nordkirche.
Montags 9-11 Uhr und mittwochs 15-17 Uhr

Telefonseelsorge

0800 1110 111

0800 1110 222

Kostenfrei, bundesweit, täglich, rund um die Uhr. Online telefonseelsorge.de

Zum Anfang der Seite