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Nordkirche und Diakonie zum Abschiebestopp nach Afghanistan

Dankbarkeit für humanitäre Entscheidung Schleswig-Holsteins

14.02.2017 | Schleswig/Rendsburg. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und das Diakonische Werk Schleswig-Holstein begrüßen den heute (14. Februar) von der Landesregierung Schleswig-Holsteins verfügten Abschiebestopp für Flüchtlinge nach Afghanistan.

Bischof Gothart Magaard, Sprengel Schleswig und Holstein der Nordkirche, erklärte dazu heute in Schleswig:

„Gerade die Nachrichten der letzten Tage verdeutlichen erneut: Die Gewalt, der die Menschen in Afghanistan ausgesetzt sind, ist allgegenwärtig, auch in als ursprünglich ‚sicher‘ eingestuften Regionen. Sie macht nicht einmal vor Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz halt, das nach den Morden an sechs seiner Mitarbeiter seine Arbeit in Afghanistan vorerst aussetzen musste.

Ich bin Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt dankbar für seine humanitäre Entscheidung, vorerst keine Flüchtlinge in dieses täglich von blutigem Terror erschütterte Land abzuschieben. Ausdrücklich ermutigen und bestärken möchte ich ihn in seinem Bemühen darum, dass afghanischen Asylsuchenden auch weiterhin Schutz in Deutschland gewährt wird.“


Landespastor Heiko Naß, Diakonisches Werk Schleswig-Holstein, sagte in Rendsburg:

„Bei der Flüchtlingskonferenz im November in Lübeck haben wir gemeinsam mit der Landesregierung die Leitlinie vertreten, dass eine Rückkehr in die Heimat nur in Sicherheit, Würde und mit zukunftsorientierter Unterstützung erfolgen kann.

Ich begrüße es daher, dass die Landesregierung diese Grundsätze weiterhin teilt. Mit ihrer heutigen Entscheidung trägt sie der Tatsache Rechnung, dass in Afghanistan die Voraussetzungen für eine Rückkehr in Sicherheit und Würde derzeit nicht gegeben sind. Umso notwendiger ist es, dass jetzt auch afghanische Flüchtlinge bei uns einen Zugang zu den Sprach- und Integrationsmaßnahmen des Bundes erhalten.“