Krisen.Kraft.Kunst - eine Paul-Gerhardt-Nacht

So, 7. Juni 2026 20:00 Uhr
St. Nicolai-Kirche | Kirchplatz 2 | 24340 Eckernförde

Veranstalter: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Eckernförde

Lea Woitack, Volker Holly, Karl-Bernhardin Kropf. Begrüßung: Bischöfin Nora Steen

 

Krisen.Kraft.Kunst

eine Paul-Gerhardt-Nacht
 
anlässlich seines 350. Todestags am 27. Mai 1676.
 

Paul Gerhardt – zeitloser Dichter & Theologe – hat mit seinen Texten voll tiefem Vertrauen Hoffnungslichter nicht nur im 17. Jahrhundert gesetzt, sondern steht auch heute noch für einen Künstler, der in fragilen Zeiten starke Akzente in die Gesellschaft einbringt. An diesem Punkt setzt das Projekt „Krisen.Kraft.Kunst“ an:
 

Im Juni 2026 – rund um den Gedenk-Todestag von Paul Gerhardt – lässt eine Paul-Gerhardt-Nacht unter dem Titel „Krisen.Kraft.Kunst“ den Dichter an drei Orten in drei Bundesländern lebendig und aktuell werden: Dabei wollen wir nicht nur nach den Überlieferungen und historischen Kontexten fragen, sondern vielmehr danach, was Kunst und Musik in dunklen Zeiten vermögen. In Zeiten, in denen vermeintliche Sicherheiten, Wahrheiten, Beziehungen und Ordnungen brüchig werden: Welche Kraft, welche Rolle kommt im dann – und vielleicht gerade dann – der Kunst zu? Paul Gerhardt, selbst Augenzeuge der politischen Zersplitterung und kriegerischen Identitätsfragen, wird in dieser Frage zu einer Kristallisationsfigur, in der sich tiefstes Urvertrauen, Resilienz und künstlerische Schöpferkraft spiegeln. Die Paul-Gerhardt-Nacht begibt sich poetisch-musikalisch auf die Spuren eines Ausnahmekünstlers, dessen Biografie selbst von Tod, Krankheit und Welt-Unordnung geprägt war, und dessen Œuvre bis heute ein Sinnbild dafür ist, was Kunst vermag.

 

An drei Orten – in Eckernförde, Hamburg und Rostock – lädt die Paul-Gerhardt-Nacht dazu ein, sich hochaktuellen Themen zu stellen: Am 6., 13. und 14. Mai öffnen drei Kirchen ihre Tore für eine Collage aus Paul-Gerhardt-Worten, aktueller und zeitgenössischer Poesie, Chorälen sowie jazzigen und klassischen Saxophon- und Orgelimprovisationen: die Paul-Gerhardt-Kirche Hamburg-Winterhude (angefragt), St. Nicolai Eckernförde und St. Marien Rostock. Teile der zeitgenössischen Textfragmente sind eigens zum Paul- -Jubiläumsjahr entstanden und umfassen namhafte Autor*innen wie Dr. Anne Gidion (EKD), Daniel Kaiser (NDR) oder Nicolas Moumoumi (Nordkirche).
 

Der Abend wird zusammengehalten durch eine „poetische Moderation“ der Deutschlandweit bekannten Schauspielerin Lea Woitack, die mithilfe der literarischen Fragmente die künstlerischen Fäden spinnt und verschiedene Themen aufmacht. So wird Paul Gerhardts Leben und Werk zum Spiegel für historische und zugleich hochaktuelle Themen:
 

  • Zwischenmenschliche Nähe und Ferne
  • Gottesbeziehung und Transzendenz
  • Allzu Menschliches als Teil des Kosmos
  • Urvertrauen als Reaktion und Einübung
  • Bild- und Klanggewalten als Quelle von Kraft

 

Mit Lea Woitack als Moderatorin (Schauspielprofessorin München), Volker Holly Schlott am Saxophon (Deutscher Jazzpreis 2023) und Karl-Bernhardin Kropf leiten drei ebenso feinfühlige wie hochkarätige Künstler*innen durch den Abend.

 

Neben der klassischen Rezeptions-Ebene wird das Publikum in einer partizipativen Aktion dazu eingeladen, Gefühle und Gedanken zu Paul-Gerhardt zu verbildlichen: Als Bühnenbild dient dabei ein großes Banner Krisen.Kraft.Kunst mit viel Freiraum und Platz. Zuschauer*innen werden durch Postkarten dazu eingeladen, das Banner zu vervollständigen bzw. zu kommentieren: Dazu liegen auf allen Plätzen Postkarten mit je einem starken Wort aus, z.B. PROTEST, HOFFNUNG, SCHWARZ, SINGEN, STILLE, ALLEIN, EXPLOSION, LEERE. Diese Worte können nach der Veranstaltung an das Banner gepinnt werden, so dass die Überschrift Krisen.Kraft.Kunst mit den Eindrücken der Zuschauer*innen komplettiert wird.

 

Die beiden Bischöfinnen und der Bischof in den Sprengeln der Nordkirche werden jeweils die Schirmherrschaft der Veranstaltungen in ihren Sprengeln übernehmen.             

 

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