Heilige Drei Könige

3.000 Sternsinger unterwegs durch die Gemeinden im Norden

Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar ziehen rund 300.000 Kinder in ganz Deutschland von Haus zu Haus, um den Bewohnern den Segen Gottes zu bringen und Spenden zu sammeln (epd-Archiv).
Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar ziehen rund 300.000 Kinder in ganz Deutschland von Haus zu Haus, um den Bewohnern den Segen Gottes zu bringen und Spenden zu sammeln (epd-Archiv).

06. Januar 2020

Am Montag (6. Januar) feiern Katholiken das Fest der Heiligen Drei Könige. Mehr als 3.000 Jungen und Mädchen zogen und ziehen in den ersten Januartagen als "Heilige Drei Könige" verkleidet durch die Kirchengemeinden in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Dass auch evangelische Kinder bei der Aktion mitmachen, ist dabei nicht ungewöhnlich.

Im Rahmen der Sternsingeraktion schreiben sie den Segenswunsch "20*C+M+B+20" (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus) mit Kreide an die Haustüren und bitten um eine Spende für Kinder in armen Ländern. Vor allem in katholischen Regionen ist das Sternsingen weit verbreitet, aber oft beteiligen sich auch evangelische Kirchengemeinden. 

In manchen Gegenden wird das Sternsingen sogar federführend von der evangelischen Gemeinde durchgeführt. So findet zum Beispiel in der evangelischen Kirche im schleswig-holsteinischen Sörup seit Jahren ein Familiengottesdienst zur Aussendung der Sternsinger statt. In Rellingen ziehen evangelische und katholische Kinder gemeinsam von Tür zu Tür, in diesem Jahr am Sonnabend, 11, Januar. 

Hilfe für Kinder in mehr als 100 Ländern

Jährlich unterstützen die Sternsinger etwa 1.300 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in mehr als 100 Ländern. 2019 sammelten sie dafür bundesweit 50,2 Millionen Euro. Im Erzbistum Hamburg waren es 551.000 Euro, rund 8.000 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Träger der Aktion sind der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk "Die Sternsinger". Die Sternsingeraktion findet 2020 zum 62. Mal statt. Sie befasst sich am Beispiel des Libanon mit dem Thema Frieden.

Sternsinger bei Steinmeier und Merkel zu Gast

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommen in diesen Tagen Besuch von den Sternsingern. Heute (6. Januar) sind Sternsinger aus dem Bistum Passau bei Steinmeier. Er wird sie an Heilige Drei Könige, der in Teilen Deutschlands freie Feiertag, in seinem Amtssitz Schloss Bellevue empfangen. Am Dienstag werden Mädchen und Jungen aus allen 27 katholischen deutschen Diözesen Merkel im Bundeskanzleramt besuchen.

Die Heiligen Drei Könige

Obwohl immer von den Heiligen Drei Königen gesprochen wird, ist in der Bibel nicht von ihnen die Rede. Das Matthäus-Evangelium überliefert, dass Weise oder Sterndeuter aus dem Morgenland zur Krippe kamen, um Jesus anzubeten. Dass es sich um drei Könige gehandelt haben soll, wurde aus der Zahl und der Kostbarkeit der Geschenke - Gold, Weihrauch und Myrrhe - abgeleitet.

Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar erhielten die drei "Könige" wohl um das 8. Jahrhundert herum. Später wurde einer von ihnen, oft Caspar, mit dunkler Hautfarbe dargestellt. Nach katholischer Überlieferung fanden sie ihre letzte Ruhe in einem goldenen Sarg im Kölner Dom. Jedes Jahr am 6. Januar können Besucher einen Blick auf die darin enthaltenen Gebeine werfen.

Epiphanias - das Erscheinen Gottes in der Welt

In der evangelischen Kirche heißt das Fest am 6. Januar Epiphanias. Epiphanias ist eines der ältesten kirchlichen Feste. Der Tag erinnert an den Besuch der Weisen aus dem Morgenland bei Jesus an der Krippe – und damit an das Erscheinen Gottes in der Welt. Daher kommt auch der Name Epiphanias, abgeleitet vom griechischen Wort „epiphaneia“ für „Erscheinung“.

Weihnachten in der orthodoxen Kirche

Einige orthodoxe Christen feiern in der Nacht zum 7. Januar das Weihnachtsfest. Die russisch-orthodoxe Kirche begeht Weihnachten nach dem julianischen Kalender und damit 13 Tage nach den katholischen und protestantischen Christen. Auch die serbischen, georgischen und ukrainischen Orthodoxen sowie einige weitere Kirchen, die nicht der gregorianischen Kalenderreform gefolgt sind, feiern die Geburt Christi in der Nacht zum 7. Januar.

 

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