Gottesdienste und Konzerte

Aktion "Güstrow schwebt" - Gemeinde feiert Sanierung

Der Dom zu Güstrow gehört mit zur norddeutschen Backsteingotik und hat eine reiche Ausstattung von der späten Romanik bis in die Neuzeit
Der Dom zu Güstrow gehört mit zur norddeutschen Backsteingotik und hat eine reiche Ausstattung von der späten Romanik bis in die Neuzeit © ricul

23. August 2018 von Anne-Dorle Hoffgaard

Nach mehr als 15 Jahren ist der Güstrower Dom im Wesentlichen restauriert - 150 Jahre nach der letzten großen Renovierung.

Im Oktober soll mit der einzigartigen Aktion "Güstrow schwebt" gefeiert werden. Der Kartenverkauf startet am 26. August.

Besucher sollen selbst ins "Schweben" kommen

Besucher des Güstrower Doms (Mecklenburg-Vorpommern) können bald auf Höhe von Ernst Barlachs bekannter Bronzeplastik "Der Schwebende" selbst ins "Schweben" kommen. Dank einer Spende soll im Oktober zwei Wochen lang eine hölzerne Zwischenebene direkt über den Bänken einen völlig anderen Raumeindruck ermöglichen, sagte der evangelische Dompastor Christian Höser.

"Der Schwebende" von Ernst Barlach ist eine überlebensgroße Bronzefigur, die Ernst Barlach 1927 als Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs geschaffen hat und die später von den Nationalsozialisten zerstört wurde.
"Der Schwebende" von Ernst Barlach ist eine überlebensgroße Bronzefigur, die Ernst Barlach 1927 als Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs geschaffen hat und die später von den Nationalsozialisten zerstört wurde. © Schiwago, Wikimedia Commons

Ähnlich dem vor der Reformation, als es noch keine durchgängige Bestuhlung gab. Der temporäre Holzboden wird bis an die Wände und bis zum Chorraum reichen und soll so die ganze Weite des Gebäudes uneingeschränkt erlebbar machen. "In den nächsten hundert Jahren wird es sowas nicht wieder geben im Dom", ist Höser überzeugt.


Mit der Aktion "Güstrow schwebt" wolle die 2.250 Mitglieder zählende Domgemeinde ihre Freude mit anderen teilen darüber, dass der Backsteinbau nach über 15 Jahren nun im Wesentlichen restauriert und für alle Besucher einladend ist, sagte der Theologe. Die letzte große Domsanierung im neugotischen Stil (1865-1868) ist genau 150 Jahren her. 

Konzerte und Kreative Gottesdienste

Die Idee zum "Zwischenraum" auf der Höhe des "Schwebenden" entstand durch die einmalige Raumerfahrung während der Bauarbeiten auf dem Gerüst direkt unter der Decke. Während der Aktion "Güstrow schwebt" wird der Dom vom 2. bis 14. Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein. Am 2. und 7. Oktober gibt es Konzerte, und am 7. und 14. Oktober kreative Gottesdienste. Dies alles kann kostenfrei besucht werden.

Außerdem sind vom 3. bis 6. Oktober tägliche Abendveranstaltungen auf der Zwischenebene geplant, die Kunst und Genuss vereinen sollen. Jeweils von 19 bis 21.30 Uhr können 120 Menschen an Sechser-Tischen Platz nehmen und ein Programm mit Pop, Theater, Kabarett, geistlichem Impuls sowie einem Drei-Gänge-Menü erleben. Kostengünstige Karten (15 Euro) gibt es dafür am 26. August und 9. September jeweils nach dem Sonntagsgottesdienst.

Ab 10. September sind Karten für 25 Euro in der Güstrow-Information im freien Verkauf erhältlich - sofern noch verfügbar. Denn die Hälfte der Abendkarten sei zum vergünstigten Preis von 15 Euro pro Stück "in die Stadt hinein verschickt" worden, um mit Pflegediensten, Krankenhaus und anderen "unsere Freude zu teilen", sagte Pastor Höser.

Festwoche für die restaurierte Lütkemüller-Orgel

Bis Oktober soll noch der Haupteingang von der Südseite in den Westen verlegt werden. Dafür wurde bereits Barrierefreiheit im künftigen Eingangsbereich geschaffen und ein Tresen für die Domwache eingebaut. Ein gläserner Windfang und Glasscheiben am Tresen sollen bis Oktober noch folgen. Für die restaurierte Lütkemüller-Orgel von 1868 gibt es bereits vom 2. bis 9. September eine eigene Festwoche mit Gottesdienst zur Wiederweihe (2. September, 14 Uhr), Konzerten und einer Orgelführung.

Dom zu Güstrow
Dom zu Güstrow© epd-bild / Norbert Neetz


Er wünsche sich, dass die jetzt erfolgte Sanierung des Domes wieder 150 Jahre hält, sagte Pastor Höser. Doch er ist überzeugt davon, dass die Klimaveränderungen sich auch auf Kirchen auswirken. Der Theologe erinnerte beispielsweise an den Tornado, der am 5. Mai 2015 über Bützow (nahe Güstrow) hinwegfegte und auch die dortige Stiftskirche stark beschädigte.
 

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