Landessynode

Bericht: Was hat die Kirchenleitung im vergangenen Jahr beschäftigt?

25. September 2020

Im Bericht der Kirchenleitung ließ Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt das vergangene Jahr Revue passieren. Dabei erinnerte sie an die zahlreichen Herausforderungen, vor die Kirche und kirchliche Gremien durch die Corona-Pandemie gestellt wurden.

Seit April haben die Sitzungen der Kirchenleitung digital stattgefunden. Ab August unter Beachtung der Corona-Regeln wieder analog. "Ausgelöst von Corona, aber nicht allein corona-bedingt, sondern auch unter den Aspekten Klimaschutz, Kosten, Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement bedenkt die Kirchenleitung derzeit ihre Sitzungsformate", so die Landesbischöfin in ihrem Bericht.

Besonders in den Fokus nahm sie mehrere Schwerpunktthemen, wie die Zukunft der Kirche und in diesem Zusammenhang die Freiburger Studie. „Dass wir trotz Corona und der dadurch mitbedingten Bindung vieler Kräfte und Ressourcen in der Vorbereitung des Zukunftsprozesses mittlerweile so weit gekommen sind, halte ich für ausgesprochen ermutigend“, so Vorsitzende der Kirchenleitung, Kühnbaum-Schmidt.

Weiteres Thema war die Aufarbeitung und Prävention sexualisierter Gewalt in der Kirche. "Dass die Koordinierungsstelle Prävention im Hauptbereich Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog seit dem 1. Januar 2020 als Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt unmittelbar bei der Kirchenleitung angebunden ist, zeigt deutlich, dass Aufarbeitung und Prävention sexualisierter Gewalt Leitungsverantwortung und Leitungsaufgabe ist", betonte Kühnbaum-Schmidt.

Sorgsame Aufarbeitung und Schutz von Betroffenen

Die Aufarbeitung und Prävention sexualisierter Gewalt bewege in erster Linie die Betroffenen, die damit verbundenen Themen bewegten aber auch und besonders die Öffentlichkeit, so die Landesbischöfin weiter. "Eine sorgsame, Betroffene schützende und  Aufarbeitung und Prävention unterstützende Kommunikation innerhalb und außerhalb unserer Kirche ist deshalb essentiell."

Presse-und Öffentlichkeitsarbeit

Die Landesbischöfin sprach auch über die Änderungen in der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit. So werden das Amt für Öffentlichkeitsdienst und die Stabsstelle Presse und Kommunikation in einem unselbständigen Werk innerhalb der Hauptbereichsstruktur zusammengefasst.

Gesamtkonzept des Landeskirchlichen Archivs

Ebenfalls ging die Vorsitzende der Kirchenleitung auf das Thema Gesamtkonzept des Landeskirchlichen Archivs ein. Hintergrund: Wegen der Corona-bedingten Kirchensteuereinbrüche wird die Greifswalder Außenstelle des Landeskirchlichen Archivs der evangelischen Nordkirche nicht wie geplant ins künftige Pommersche Archivzentrum in Greifswald einziehen.

"Die Beratungsergebnisse der aktuellen Archivarbeitsgruppe waren Grundlage für die am 22. August gefallene Entscheidung der Kirchenleitung, den Beschluss zur Archivkooperation mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern zurückzunehmen, besser gesagt: zurücknehmen zu müssen", so die Landesbischöfin in ihrem Bericht.

Weitere Themen im Bericht waren der Religionsunterricht, Gesetze und die Unterstützung der Initiative Lieferkettengesetz. "Die Kirchenleitung hat sich das Anliegen des Ausschusses und der Initiative Lieferkettengesetz zu eigen gemacht, bei politisch Verantwortlichen darauf hinzuwirken, dass durch ein Lieferkettengesetz Menschenrechte und Umweltschutz gesetzlich verankert werden", so Kühnbaum-Schmidt.

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