Bischöfin Kirsten Fehrs: Osterbotschaft gibt Hoffnung und Halt
02. April 2026
Für Bischöfin Kirsten Fehrs ist die Osterbotschaft der Auferstehung Jesu Christi eine der machtvollsten Hoffnungsgeschichten, die Zuversicht und Entlastung mitten ins Leben bringen kann: "Ostern richtet den Blick darauf, dass wir wieder aufgerichtet werden."
Hamburg / Hannover. Angesichts wachsender Verunsicherung durch Krisen und Kriege sieht die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Kirsten Fehrs, in der Osterbotschaft eine elementare Quelle von Hoffnung und Halt. Zugleich verweist Bischöfin Fehrs, die auch Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, auf das breite Seelsorgeangebot der Kirche, das Menschen ganz konkret und kontinuierlich im Alltag und in Krisen begleitet.
Widerständiger und kraftvoller Osterruf
In ihrer Osterbotschaft sagt sie: „Die Osterbotschaft der Auferstehung Jesu Christi ist eine der machtvollsten Hoffnungsgeschichten, die wir kennen. Der Sohn Gottes, der unter unglaublicher menschlicher Gewalt gelitten hat, überwindet den Tod. Not und Leid haben nicht das letzte Wort. Mich berührt in diesem Jahr besonders, wie widerständig und kraftvoll dieser Osterruf ist: Die Zuversicht, dass das Leben siegt, inmitten all der Kriege und des Elends dieser Tage.“ Ostern setze jeder Barriere, jeder Lebensfeindlichkeit sein Halleluja entgegen. „Gott weist Hass und Vernichtung in die Schranken und hat dem Tod am Kreuz die Macht genommen“, so Bischöfin Kirsten Fehrs. „Die Abgründe der Welt sind nicht die ganze Wirklichkeit. Darin liegt die Kraft von Ostern.“
Durch Seelsorge wird Ostern mitten im Leben konkret
Diese Osterbotschaft habe so gesehen auch eine seelsorgerliche Dimension: sie stehe für eine Seelsorge der Hoffnung, die nicht nur in den großen Krisen, sondern auch in persönlichen Niederschlägen trägt: „Ostern richtet den Blick darauf, dass wir wieder aufgerichtet werden, auch in den leisen Nöten, bei Einsamkeit, Angst oder Überforderung. Schon darüber sprechen zu können, lässt oft den schweren Stein von der Seele rollen und ermöglicht ein befreites Aufatmen.“
Osterhoffnung, die hilft, das Leben zu umarmen
Dass viele Menschen solche Gespräche suchen, zeige sich in den vielfältigen Seelsorgeangeboten der Kirche. Allein in der Telefonseelsorge werden jährlich 1,3 Millionen Gespräche von den mehr als 200 Hauptamtlichen und rund 8.000 Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge geführt – im Schnitt rund 3.500 Gespräche am Tag. Hinzu kommen 44.000 Mails und fast 40.000 Chats.
Für die Ratsvorsitzende ist das gelebte Osterhoffnung. „Genau darin wird Ostern mitten im Leben konkret: Menschen erfahren Entlastung, werden gehört und spüren, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind. Dieser lebensrettende Hoffnungstrotz hilft, das Leben anzunehmen und zu umarmen“, so die Bischöfin.
Termine zu Ostern
Bischöfin Kirsten Fehrs predigt im Fest-Gottesdienst zu Ostern, am Ostersonntag, 5. April, um 10 Uhr im Hamburger Michel (Hauptkirche St. Michaelis, Englische Planke 1, 20459 Hamburg).
Bereits am Karfreitag, 3. April, gestaltet Bischöfin Fehrs die letzte Station des ökumenischen Kreuzweges in Lübeck, bei dem hunderte Gläubige ab 10 Uhr mit einem Holzkreuz in fünf Stationen von der St. Jakobi-Kirche <meta charset="UTF-8" />(St. Jakobi, Jakobikirchhof 1, 23552 Lübeck) zum Jerusalemsberg ziehen.
Hinweise für Journalist:innen
Die Osterbotschaft der Ratsvorsitzenden ist als Video abrufbar unter www.ekd.de/Ostern
Informationen und Materialien zum Thema Seelsorge stehen online unter https://www.ekd.de/pressekit-seelsorge bereit.
