Gemeinschaft finden auf festem Boden

Bischöfin Nora Steen besucht die Seemannsmission in Brunsbüttel

Bischöfin Nora Steen am Südportal des Schleswiger Doms,2024
Bischöfin Nora Steen am Südportal des Schleswiger Doms,2024© Marcelo Hernandez, Nordkirche

19. August 2026 von Clarissa Leu

Täglich laufen in Brunsbüttel Schiffe aus aller Welt den Nord-Ostsee-Kanal und den Elbehafen an. Was für die meisten Beobachter des lebhaften Treibens unsichtbar bleibt: Hinter jedem Schiff stehen Menschen, die oft monatelang fernab ihrer Familien leben, unter anspruchsvollen Bedingungen arbeiten und nur selten festen Boden unter den Füßen haben.

Schleswig/Brunsbüttel (cl). Wie die Deutsche Seemannsmission Westküste e.V. diesen Seeleuten ein Stück Heimat in der Fremde bietet, davon macht sich Nora Steen, Bischöfin der Nordkirche im Sprengel Schleswig und Holstein, am Freitag, 21. August, um 10:30 Uhr in Brunsbüttel ein persönliches Bild.
„Wir sehen die großen Schiffe in unseren Häfen – doch die Menschen, die an Bord arbeiten und leben, bleiben oft unsichtbar. Die Seemannsmission erinnert uns daran, dass hinter jedem Container und jeder Warenlieferung Menschen stehen, die Fürsorge, Respekt und auch mal ein offenes Ohr für ihre Sorgen brauchen.“, so Bischöfin Nora Steen.

Ein Zuhause bieten - auf dem Land und auf See

Stationsleiter und Seemannsdiakon (Port Chaplain) Leon Meier wird die Arbeit der Seemannsmission vorstellen, die Bischöfin wird mit Haupt- und Ehrenamtlichen ins Gespräch gehen und gemeinsam einen Rundgang durch die Räumlichkeiten machen. Geplant ist außerdem ein Bordbesuch, bei dem Nora Steen mit den Seeleuten über ihren Arbeits- und Lebensalltag auf See spricht.

Den Blick für die Menschen und ihre Sorgen schärfen

Mit ihrem Besuch möchte die Bischöfin die Arbeit der Seemannsmission stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken. Die Einrichtung steht für christliche Nächstenliebe, die ganz praktisch gelebt wird: In der Missionseinrichtung treffen die Seeleute auf Menschen, die ihnen zuhören, Hilfe in schwierigen Lebenslagen bieten und mit ihrem Stationshaus einen Ort bereithalten für persönlichen Rückzug und Begegnung auf Augenhöhe. Alle Seeleute sind willkommen,unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Religion.

Auch in Zeiten moderner Schifffahrt bleibt das Leben auf See für viele Menschen von langen Trennungen, harter Arbeit und einem Alltag auf engstem Raum geprägt. Die Seemannsmission setzt sich dafür ein, dass diese oft übersehenen Menschen nicht aus dem Blick geraten.

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