Evangelisches Lernen an einem zukunftsweisenden Schulstandort

Bischöfin Nora Steen und Bischof Tilman Jeremias besuchen die Evangelische Schule Robert Lansemann in Wismar

Tilman Jeremias, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche
Tilman Jeremias, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche© Marcelo Hernandez, Nordkirche

27. August 2026 von Clarissa Leu

Wismar (cl/dds) Die beiden Bischöfe der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Bischöfin Nora Steen und Bischof Tilman Jeremias, besuchen am Freitag, 28. August, die Evangelische Schule Robert Lansemann in Wismar. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen Gespräche mit der Schulleitung und Einblicke in den pädagogischen Alltag der Schule. Der Besuch ist Teil einer Reihe, in der Bischöfin Nora Steen die Arbeit der Evangelischen Schulen im Sprengel Mecklenburg und Pommern gemeinsam mit Bischof Tilman Jeremias kennenlernt.

Ankommen und Gemeinschaft finden 

Der Besuch der Bischöfe fällt in die erste Schulwoche nach den Sommerferien. Diese Zeit ist an der Schule besonders vom Ankommen, Kennenlernen und gruppendynamischen Angeboten in den Lerngruppen geprägt. Bischof Tilman Jeremias und Bischöfin Nora Steen werden daher erleben können, wie die Schulgemeinschaft in das neue Schuljahr startet und wie Lernen und Gemeinschaft an der evangelischen Schule miteinander verbunden werden. 

„Evangelische Schulen sind Orte, an denen Bildung, Persönlichkeitsentwicklung und gelebter Glaube zusammenkommen“, sagt Bischöfin Nora Steen. „Mich interessiert besonders, wie Kinder und Jugendliche hier erleben, dass sie mit ihren Begabungen, Fragen und unterschiedlichen Lebenswegen willkommen sind. Eine gute Schule vermittelt nicht nur Wissen, sondern stärkt junge Menschen darin, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“ 

Auch Bischof Tilman Jeremias betont die Bedeutung der evangelischen Bildungsarbeit: „Schule ist für Kinder und Jugendliche ein zentraler Lebensort. Evangelische Schulen wollen Räume eröffnen, in denen junge Menschen in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen werden und zugleich erfahren, wie tragend Gemeinschaft sein kann. In Wismar sehen wir, wie pädagogische Qualität, Beziehung und ein evangelisches Profil zusammenwirken. Der Besuch gibt uns die Möglichkeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die diesen Anspruch Tag für Tag mit Leben füllen.“ 

Was die Schule auszeichnet 

Die Evangelische Schule Robert Lansemann in Wismar ist eine von 20 Standorten der Schulstiftung der Nordkirche und steht beispielhaft für die Vielfalt evangelischer Bildungsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern. An der Schule lernen rund 340 Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse. Die Grundschule und die schulartunabhängige Orientierungsstufe ermöglichen den Schülerinnen und Schülern sechs Jahre gemeinsames Lernen. Ergänzt wird der Schulalltag durch ein eigenständiges Hortangebot und Angebote des offenen Ganztags. 

Die Schule versteht sich als „Haus des Lernens“ und verbindet reformpädagogische Ansätze mit einem klaren evangelischen Profil. Im Mittelpunkt stehen individuelles und gemeinsames Lernen, gegenseitiger Respekt und die Entwicklung sozialer Verantwortung. Gemeinsame Gottesdienste, Schulfeste und Projektarbeit gehören ebenso zum Schulleben wie die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde. 

Auch baulich zeigt sich die Entwicklung des Schulstandorts: Die Schülerinnen und Schüler lernen seit 2019 in einem eingeschossigen Niedrigenergie-Neubau in Holzbauweise. Der modular errichtete Bau ist erweiterbar und bietet moderne Lernräume. Der frühere Schulstandort auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird heute als Hort genutzt. 

Ein Ausbildungsort für zukünftige Fachkräfte 

Die Evangelische Schule Robert Lansemann ist darüber hinaus Ausbildungs- und Seminarschule. Sie beteiligt sich an der Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren sowie an der von Mecklenburg-Vorpommern akkreditierten Seiteneinstiegsqualifikation „Auf Augenhöhe“ der Schulstiftung. Damit übernimmt der Standort auch Verantwortung für die Gewinnung und Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte. 

Schulleiterin Steffi Wolf und Vertreterinnen und Vertreter der Schulstiftung der Nordkirche werden den beiden Bischöfen die pädagogische Arbeit und die aktuellen Entwicklungsperspektiven der Schule vorstellen. Geplant ist zudem ein gemeinsames Mittagessen im Rahmen der Schulverpflegung. 

An dem Schulbesuch nehmen außerdem Pröpstin Almut Witt aus dem Kirchenkreis Altholstein, Dr. Maike Tesch als Mitglied der Kirchenleitung und Matthias Bernstorf, Referent für Bildung und Schule Mecklenburg-Vorpommern aus dem Dezernat Kirche und Gesellschaft sowie Pastor Kai Gusek, Vorstandsvorsitzender der Schulstiftung der Nordkirche, teil. 

 

Termin für Medien 

Freitag, 28. August 2026, 11.00 bis 13.30 Uhr 
Evangelische Schule Robert Lansemann 
Lenensruher Weg 33 
23970 Wismar 

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