„Ausbau zu einem landeskirchlichen Zentrum“

Bischof Abromeit stellt der Landessynode das Bauprojekt „Campus Ratzeburg“ vor

Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit
Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit

03. März 2018 von Annette Klinkhardt

Lübeck-Travemünde. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) baut den „Campus Ratzeburg“ zu einem landeskirchlichen Zentrum aus. Darüber informierte Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit heute (3. März) in einem Bericht die Mitglieder der in Lübeck-Travemünde tagenden Landessynode. Dem Greifswalder Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern obliegt die bischöfliche Zuständigkeit für die landeskirchliche Aus- und Fortbildung und damit auch für den Standort Ratzeburg.

Lübeck-Travemünde. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) baut den „Campus Ratzeburg“ zu einem landeskirchlichen Zentrum aus. Darüber informierte Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit heute (3. März) in einem Bericht die Mitglieder der in Lübeck-Travemünde tagenden Landessynode. Dem Greifswalder Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern obliegt die bischöfliche Zuständigkeit für die landeskirchliche Aus- und Fortbildung und damit auch für den Standort Ratzeburg.

Die Kirchenleitung plane, den Domhof 33 und den Domhof 34 grundlegend zu renovieren und zu erweitern, so Abromeit. Die Gebäude auf der Domhalbinsel beherbergen das Pastoralkolleg und das Prediger- und Studienseminar der Nordkirche, also die Aus- und Fortbildungsstätten insbesondere für Pastorinnen und Pastoren, sowie ein Gästehaus der Vorwerker Diakonie.

Bischof Abromeit erläuterte: „Die Kirchenleitung möchte den Standort Ratzeburg wegen seiner besonderen Lage inmitten unserer jungen Landeskirche, wegen seiner Bedeutung für ihre Gründungsgeschichte und wegen der besonderen spirituellen Atmosphäre, die der Dom und seine Aura bieten, so ausbauen, dass der ‚Campus Ratzeburg‘ sich zu einem landeskirchlichen Zentrum entwickelt. Hier sollen auf Jahrzehnte die Ausbildung der Vikarinnen und Vikare und die Fortbildung der Pastorinnen und Pastoren nicht nur auf inhaltlich hohem Niveau, sondern auch unter guten räumlichen und logistischen Bedingungen stattfinden.“

Möglich werden die Baumaßnahmen dadurch, dass die Landeskirche vor knapp zwei Jahren die Grundstücke Domhof 33 und Domhof 34 in einem Erbpachtverhältnis auf 99 Jahre von der Domkirchengemeinde übernommen hat. Gleichzeitig wurden damals auch die Immobilien, die auf den beiden Grundstücken stehen, von der Landeskirche gekauft. Gemeinsam mit den Einrichtungen vor Ort und unter Einbeziehung des Denkmal- und Naturschutzes habe die Kirchenleitung seither bauliche Maßnahmen geplant, die langfristig gute Bedingungen garantieren sollen. „Das ‚Gästehaus Domkloster‘ verzeichnet seit vielen Jahren Anfragen von Gruppen wie Kirchengemeinderäten, die neben den Kursgruppen des Predigerseminars und des Pastoralkollegs gern an diesem besonderen Ort tagen möchten. Wir gehen deshalb davon aus, dass das Planungsvolumen und die Investitionen gerechtfertigt  und wirtschaftlich chancenreich sind“, sagte Abromeit in seinem Bericht. Auch der Arbeitsbereich Spiritualität im Hauptbereich Gemeindedienst habe bereits ein Interesse an einem neuen geistlichen Zentrum signalisiert.

Auf diesen wachsenden Bedarf möchte die Kirchenleitung eingehen. „Seit Mitte der 1980er Jahre ist in die Immobilien nicht wesentlich investiert worden. Der Betrieb der landeskirchlichen Einrichtungen funktioniert – man muss sagen – noch, braucht aber auf die Dauer einen modernen Zuschnitt. Diesen möchte die Kirchenleitung nun bieten und zwar so, dass ein Tagungs- und Beherbergungszentrum entsteht, das auch anderen Gruppen zur Verfügung steht. Das Raumkonzept sieht vor, dass auch große Gremien wie der Gesamtpröpstekonvent hier tagen können“, erläuterte Bischof Abromeit. Im Domhof 33 sollen 19 zusätzliche Zimmer entstehen, außerdem soll das gesamte Gebäude barrierefrei werden. Ein zusätzlicher großer Seminarraum und mehrere kleinere sind geplant. Das Gebäude Domhof 34 soll grundlegend renoviert werden. Auf dem Grundstück soll zusätzlich ein Gebäude für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vorwerker Diakonie entstehen.

Beraten und beschließen wird die Landessynode über dieses Projekt voraussichtlich im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen im November. Abromeit machte klar, „dass es sich um ein ambitioniertes Projekt handelt, das dem Erweiterungs- und Umbau des Landeskirchenamtes in Kiel wenig nachsteht“, und bezifferte die Kosten auf rund 12 Millionen Euro. 

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