Gedenken

Erinnerung an die Bombardierung Hamburgs vor 80 Jahren

Das durch die Bombadierungen der alliierten Luftwaffe zerstörte Hamburg (Foto um 1945). Die britischen Bomber orientierten sich am 25. Juli 1943 bei ihren ersten Anflügen auf Hamburg an der Hauptkirche St. Nikolai, dem dritthöchsten Kirchturm Deutschlands. Mehr als 100.000 Sprengbomben gingen vor 70 Jahren, bei der "Operation Gomorrha" vom 25.Juli bis 3.August 1943, auf Hamburg nieder. Innerhalb von zehn Tagen starben mehr als 35.000 Menschen. Bis heute sind die Narben des "Feuersturms" in der Stadt sichtbar. Dass die Bomben eine so verheerende Wirkung hatten, lag vor allem am schönen Sommerwetter. 
(Siehe epd-Feature vom 18.07.2013)
Das durch die Bombadierungen der alliierten Luftwaffe zerstörte Hamburg (Foto um 1945). Die britischen Bomber orientierten sich am 25. Juli 1943 bei ihren ersten Anflügen auf Hamburg an der Hauptkirche St. Nikolai, dem dritthöchsten Kirchturm Deutschlands. Mehr als 100.000 Sprengbomben gingen vor 70 Jahren, bei der "Operation Gomorrha" vom 25.Juli bis 3.August 1943, auf Hamburg nieder. Innerhalb von zehn Tagen starben mehr als 35.000 Menschen. Bis heute sind die Narben des "Feuersturms" in der Stadt sichtbar. Dass die Bomben eine so verheerende Wirkung hatten, lag vor allem am schönen Sommerwetter. (Siehe epd-Feature vom 18.07.2013)© epd-bild / akg-images

20. Juli 2023

An die massiven Alliierten-Luftangriffe auf Hamburg vor 80 Jahren erinnern in den kommenden Wochen zahlreiche Gedenkveranstaltungen. Unter dem Codenamen „Operation Gomorrha“ flogen die Alliierten in den Nächten vom 24. auf den 25. Juli 1943 sowie vom 27. auf den 28. Juli 1943 massive Luftangriffe auf Hamburg.

"Ohlsdorfer Friedensfest" vom 22.7. bis 7.8..

Ort: An den Sammelgräbern der Bombenopfer, Friedhof Ohlsdorf, Mittelallee.

Auf dem Ohlsdorfer Friedhof wird am Sonnabend (22. Juli) das rund vierwöchige Friedensfest eröffnet. Die Gemeinden der Regionen Mittleres Alstertal und Bramfeld-Steilshoop, sowie die Kirchliche Gedenkstättenarbeit feiern am 30. Juli um 11:00 Uhr einen Gottesdienst vor dem Bombenopfermahnmal.

Angemessenes Gedenken

Das Friedensfest versteht sich als Feier der Befreiung vom Nationalsozialismus. Damit stärkt es die heute geltenden demokratischen Werte, insbesondere die Anerkennung der Würde des Menschen. Gleichzeitig will es neue Formen des angemessenen Gedenkens suchen und erproben, womit es ein Beispiel für aktives Friedenshandeln sein soll.  

Rechtsradikale haben in den 2000er Jahren bei den Ohlsdorfer Bombenopfergräbern versucht, die nationalsozialistischen Verbrechen zu relativieren. Das „Bündnis Ohlsdorfer Friedensfest“ tritt seit 13 Jahren mit dem Friedensfest diesen Umdeutungsversuchen der Geschichte entgegen.

Gedenkabend im Trintiatis-Quartier

Am Montag (24. Juli) finde in der Hauptkirche St. Trinitatis zwischen 18 und 21.30 Uhr ein Gedenkabend statt, der mit einer Andacht von Bischöfin Kirsten Fehrs eröffnet wird. Es gibt einen Ort für stilles Gebet sowie ein Programm mit Gebeten und Texten zur Vergangenheit der Alten Mitte Altona und zur Zukunft des Trinitatis-Quartiers.

 Weitere Informationen

 

18 Uhr: Eröffnung mit einer Andacht von Bischöfin Kirsten Fehrs
18.30 Uhr: Pastor Torsten Morche: Gedanken zu Zerstörung und Neubeginn
19 Uhr: Ines Vollert: Lesung aus Verena Rabe: Thereses Geheimnis
19.30 Uhr: Karin Sprenger: Biblische Lesung
20 Uhr: "Herrengrey": Nie wieder Krieg
20.30 Uhr: Michael Benthack: Von der alten Mitte Altonas zum neuen Trinitatis Quartier
21 Uhr: Gunnar Urbach: Abschluss mit einem Abendsegen

Ort: Hauptkirche St. Trinitatis, Kirchenstraße 40, 22767 Hamburg

Hintergrund: Die Operation Gomorrha

Beim ersten Angriff wurden Gebiete in Altona, Eimsbüttel und Hoheluft verwüstet. Beim zweiten Angriff zerstörte der Feuersturm Stadtteile im Osten Hamburgs - Hamm, Billbrook, Borgfelde, Rothenburgsort, Hohenfelde und Teile von St. Georg. Im Feuersturm starben Zehntausende Menschen.

1
Der Turm der 1943 zerstörten evangelischen Hauptkirche St. Nikolai in Hamburg mit der Bronzeplastik "Erden Engel" von Edith Breckwoldt, 2003, am 7.3.2008. Die vierthöchste Kirche der Welt brannte im Hamburger Feuersturm aus und ist heute Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewalt. Ein Dokumentationszentrum in der Krypta zeigt internationale Ausstellungen zur europäischen Geschichte. Bei den alliierten Bombenangriffen im Sommer 1943 wurden circa 35.000 Hamburger getötet. St. Nikolai als höchster Turm der Stadt diente den Bomberpiloten damals als Zielpunkt.© epd-Bild, Norbert Neetz

Auch die Alte Mitte Altonas wurde zerstört. Dort, wo jetzt das Trinitatis-Quartier entsteht, verschwanden den Angaben zufolge ganze Straßen in Schutt und Asche, die Kirche wurde schwer beschädigt.

Veranstaltungen
Orte
  • Orte
  • Flensburg
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Flensburg-St. Johannis
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Gertrud zu Flensburg
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Marien zu Flensburg
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Michael in Flensburg
    • Ev.-Luth. St. Nikolai-Kirchengemeinde Flensburg
    • Ev.-Luth. St. Petrigemeinde in Flensburg
  • Hamburg
    • Hauptkirche St. Jacobi
    • Hauptkirche St. Katharinen
    • Hauptkirche St. Michaelis
    • Hauptkirche St. Nikolai
    • Hauptkirche St. Petri
  • Greifswald
    • Ev. Bugenhagengemeinde Greifswald Wieck-Eldena
    • Ev. Christus-Kirchengemeinde Greifswald
    • Ev. Johannes-Kirchengemeinde Greifswald
    • Ev. Kirchengemeinde St. Jacobi Greifswald
    • Ev. Kirchengemeinde St. Marien Greifswald
    • Ev. Kirchengemeinde St. Nikolai Greifswald
  • Kiel
  • Lübeck
    • Dom zu Lübeck
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Aegidien zu Lübeck
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Jakobi Lübeck
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Marien in Lübeck
    • St. Petri zu Lübeck
  • Rostock
    • Ev.-Luth. Innenstadtgemeinde Rostock
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rostock Heiligen Geist
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rostock-Evershagen
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rostock-Lütten Klein
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis Rostock
    • Ev.-Luth. Luther-St.-Andreas-Gemeinde Rostock
    • Kirche Warnemünde
  • Schleswig
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schleswig
  • Schwerin
    • Ev.-Luth. Domgemeinde Schwerin
    • Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Nikolai Schwerin
    • Ev.-Luth. Petrusgemeinde Schwerin
    • Ev.-Luth. Schloßkirchengemeinde Schwerin

Personen und Institutionen finden

EKD Info-Service

0800 5040 602

Montag bis Freitag von 9-18 Uhr kostenlos erreichbar - außer an bundesweiten Feiertagen

Sexualisierte Gewalt

0800 0220099

Unabhängige Ansprechstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Nordkirche.
Montags 9-11 Uhr und mittwochs 15-17 Uhr. Mehr unter kirche-gegen-sexualisierte-gewalt.de

Telefonseelsorge

0800 1110 111

0800 1110 222

Kostenfrei, bundesweit, täglich, rund um die Uhr. Online telefonseelsorge.de

Zum Anfang der Seite