Im Zentrum einer zukunftsfähigen Verwaltung steht der Mensch

Erweitertes Landeskirchenamt der Nordkirche eingeweiht

Gute Stimmung bei der Einweihung des Landeskirchenamtes auch bei (v.l.) LKA-Präsident Prof. Dr. Peter Unruh, Ministerpräsident Daniel Günther und Landesbischof Gerhard Ulrich
Gute Stimmung bei der Einweihung des Landeskirchenamtes auch bei (v.l.) LKA-Präsident Prof. Dr. Peter Unruh, Ministerpräsident Daniel Günther und Landesbischof Gerhard Ulrich© Marie-Elisabeth Most-Werbeck

17. Januar 2018 von Stefan Döbler, Silke Stöterau

Kiel. Mit einer Andacht und einer Ausstellungseröffnung hat die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) nach gut zweijährigen Bauarbeiten zur Erweiterung und Sanierung heute (17. Januar) ihr Landeskirchenamt in Kiel festlich eingeweiht.

Landesbischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender der Ersten Kirchenleitung, stellte seine Ansprache unter das biblische Wort „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ (Psalm 127). Er dankte Bauarbeitern, Architekten, Bauverantwortlichen kirchlicher Gremien und Mitarbeitenden des Landeskirchenamtes für ihren Einsatz.

Im Blick darauf, dass die restlichen Arbeiten an der Dänischen Straße noch einige Monate in Anspruch nehmen werden, erinnerte der Landesbischof daran, dass das Bauen für eine Kirche in geistlicher Hinsicht nie abgeschlossen sei. Das gelte auch für die 2012 gegründete Nordkirche: „Die Fusion über die ehemalige innerdeutsche Grenze hinweg war einzigartig in unserem Land und ist es bis heute, ein Weg, auf dem Gott mit uns an etwas Wichtigem baut: eine Kirche zu schaffen, die ein Zeichen ist für das Zusammenwachsen von Menschen, die getrennt waren, die es aushält, verschieden zu sein, und die nicht zerbricht, obwohl sie nicht aus einem Guss ist.“ Dabei stehe das Landeskirchenamt mit seinen Dezernaten auf seine Weise für die Gewissheit, dass Gott Grenzen überwinde, dass der Glaube „Partner in Stadt und Land sucht und findet, um gemeinsame Themen miteinander zu gestalten und voneinander zu lernen“. Ministerpräsident Daniel Günther überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung: „Die Mischung aus Alt und Neu zeigt sich auch im Bau des Landeskirchenamtes“, so der Ministerpräsident. „Renovierter Altbau und Erweiterungsbau fügen sich ineinander, auch städtebauliche Aspekte sind berücksichtigt worden.“ Er wünschte allen Mitarbeitenden in diesem Gebäude viel Kraft, um weiterhin dazu beizutragen, dass mehr Menschen für Kirche und Evangelium begeistert werden.

Prof. Dr. Peter Unruh, Präsident des Landeskirchenamtes, dankte in seiner Ansprache der Ersten Kirchenleitung als Bauherrin sowie den „Architekten Detlefsen + Figge“ (jetzt „Detlefsen Architekten BDA“) und dem Projektsteuerer Siegmund Kuzmicki (KPMC Kuster Projektmanagement und Consulting GmbH) sowie dem Baudezernat und dem Gebäudemanagement des Landeskirchenamtes. Sein Dank galt auch den Mitarbeitenden, die die Bauphase getragen hätten. Er betonte: „Im Zentrum einer modernen, kompetenten, kommunikationsfähigen Verwaltung stehen die Menschen, die hier Dienst tun. In und mit den neuen Räumlichkeiten sollen und werden sich die Rahmenbedingungen für eine gelingende interne und externe Kommunikation ‚unter einem Dach‘ erheblich verbessern“, so Unruh. Damit könne das Landeskirchenamt als oberste Verwaltungsbehörde der Nordkirche seiner Aufgabe als Dienstleister, Aufsichtsbehörde und Denkwerkstatt zukünftig gut nachkommen.

Aus Sicht von Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer hat die Nordkirche mit der Erweiterung des Kirchenamtes ein deutliches Signal für gute und zeitgemäße Arbeitsbedingungen der Verwaltungsmitarbeitenden und für den Standort Kiel gesetzt: „Mit seinen Beschäftigten belebt das Landeskirchenamt die Kieler Altstadt – ein Areal, das im Mittelpunkt des städtebaulichen Aufbruchs steht.“ Mit seiner Kulturreihe amtsKULTUR bringe es zudem „immer wieder spannende Lesungen, Schauspiele oder Musikauftritte in die Altstadt“.

Zur Einweihung zeigen die Nordkirche und amtsKULTUR die Fotoausstellung „Tagewerk“ des Bildhauers und Fotografen Jost Wischnewski aus Worpswede, der die Bauphase begleitete. Die Ausstellung sei ein „Zeitzeugnis des Bauvorhabens“, sagte die Kunsthistorikerin Silke Stöterau. Mit dem Blick eines Bildhauers habe der Künstler die Veränderungen wahrgenommen und in Materialien und Strukturen sowohl geistliche Symbolik als auch Metaphern für verschiedene Arbeitsfelder des Landeskirchenamtes sichtbar werden lassen. Die Ausstellung ist der Auftakt für verschiedene Kooperationen von amtsKULTUR unter anderem mit Museen im Bereich der Nordkirche. Gemeinsam mit dem Künstlermuseum Heikendorf werden noch bis zum 15. Juni Landschaftsmalereien aus der dortigen Künstlerkolonie zum Thema „Licht und Schatten“ gezeigt.

Mit der Fusion der Nordelbischen Landeskirche und der Landeskirchen in Mecklenburg und Pommern zur Nordkirche war 2012 auch die Entscheidung für Kiel als Standort des gemeinsamen Landeskirchenamtes mit einer Außenstelle in Schwerin gefallen. 2014 hat die Kirchenleitung die Sanierung und Erweiterung des in den 1950er Jahren errichteten Landeskirchenamtes in Kiel beschlossen. Neben einer deutlichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch klimafreundliche Dämmung und Heizung sowie effektivere Arbeitsabläufe sind auch Einsparungen durch den Wegfall von Kosten für extern angemietete Büroflächen zu erwarten.

Unvorhersehbare Schwierigkeiten waren unter anderem im Baugrund des Gebäudes und durch zusätzlichen Sanierungsbedarf, der sich erst im Zuge der Bauarbeiten zeigte, aufgetreten. Um Kosten zu sparen, wurden diese Sanierungen im Zuge der laufenden Arbeiten mit behoben. Infolgedessen kam es zu einer Steigerung von rund 18 Prozent gegenüber dem ursprünglich angestrebten Kostenumfang auf rund 15,7 Millionen Euro. Dennoch blieben die Kosten unter dem maximal eingeplanten Rahmen. Insgesamt müssen am Standort Kiel Arbeitsmöglichkeiten für über 170 Mitarbeitende vorgehalten werden.

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