Flüchtlinge

Flüchtlingsschiff "Sea-Eye 4" in Rostock getauft

Das 55 Meter lange Schiff ist 48 Jahre alt und hat bisher Baumaterialien auf der Ostsee transportiert. Für den Einsatz als Rettungsschiff ist es besonders gut geeignet, weil es zwei große Decks hat.
Das 55 Meter lange Schiff ist 48 Jahre alt und hat bisher Baumaterialien auf der Ostsee transportiert. Für den Einsatz als Rettungsschiff ist es besonders gut geeignet, weil es zwei große Decks hat.© Philipp Reiss, epd

01. März 2021

Das neue Rettungsschiff der Flüchtlingsorganisation "Sea-Eye" ist am Sonntag im Rostocker Hafen getauft worden. Die "Sea-Eye 4" soll im Frühsommer Richtung Mittelmeer starten, um dort Flüchtlinge in Seenot zu retten.

Die Schiffstaufe der "Sea-Eye 4" sei ein wichtiges Zeichen für die Humanität und für das praktische Eintreten für Menschenrechte, sagte Claudia Roth (Grüne), Bundestagsvizepräsidentin und Mitglied von "Sea Eye". Es seien zivile Seenotretter und Seenotretterinnen, die die Grundwerte der Europäischen Union hochhalten.

Ausbau des Schiff mit Hilfe kirchlicher Spenden

Finanziert wurde das neue Schiff größtenteils von dem Bündnis "United4Rescue", an dem auch die Nordkirche und die EKD beteiligt sind. Die Kosten für Anschaffung, Umbau und Überführung liegen bei etwa einer Million Euro.

Nach Angaben von "Sea-Eye" werden noch weitere Spenden gebraucht. Es ist nach der "Sea-Watch 4" das zweite Schiff, das mit Hilfe von kirchlichen Spenden zur Rettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer geschickt wird.

Ehemaliger Bootsflüchtling als Taufpate

Taufpate der "Sea-Eye 4" war der 19-jährige Alpha Jor Barry. Er gehörte zu den ersten 17 Flüchtlingen, die von dem "Sea-Eye"-Rettungsschiff "Alan Kurdi" am 29. Dezember 2018 im Mittelmeer gerettet wurden. In dem kleinen Holzboot hätten die Menschen den Sturm damals nicht überlebt, sagte Barry. "Wenn die 'Alan Kurdi' mich damals nicht gefunden hätte, wäre ich nicht mehr am Leben."

Das knapp 50 Jahre alte Schiff ist 55 Meter lang und hat bisher Baumaterialien auf der Ostsee transportiert. Mehrere Dutzend Freiwillige arbeiten seit Oktober 2020 daran, das Rettungsschiff herzurichten. Heimathafen soll Regensburg werden, wo der Verein seinen Sitz hat. Die Feier im kleinen Kreis fand nach eigenen Angaben unter strengen Corona-Regeln statt.

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