Karfreitagsbotschaft 2024 von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt

Gottes hingebungsvolle Liebe inspiriert, Gewalt zu überwinden

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt Foto: Susanne Hübner / Nordkirche
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt Foto: Susanne Hübner / Nordkirche

28. März 2024 von Dieter Schulz

In ihrer Karfreitagsbotschaft hat Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt betont, dass Gottes hingebungsvolle Liebe dazu inspiriere, Gewalt zu überwinden.

„Unsere Welt ist keine sterbende Welt. Sie ist die in Christus schon angebrochene neue Welt, in der Gott unbeirrbar daran arbeitet, Tod und Gewalt mit Leben und Liebe zu überwinden.“, erklärt die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Kristina Kühnbaum-Schmidt in ihrer diesjährigen Botschaft zu Karfreitag.  Gottes Liebe zu uns sei der Grund allen Lebens, so Kristina Kühnbaum-Schmidt und betont: „Sie gibt uns die Kraft, mitten in der Welt mit all ihrem Leid als Menschen zu leben, die sich nicht damit abfinden, dass die Welt und ihre Menschen so bleiben, wie sie sind.“

Der Unmenschlichkeit von Menschen steht die tiefe Menschlichkeit Gottes gegenüber

Das Geschehen am Kreuz zeige, was Menschen erleiden und was Menschen einander antun können, so die Leitende Geistliche der Nordkirche. „Menschen werden zu Mördern ihrer Menschengeschwister, oder vergreifen sich brutal mit Worten und Taten und mit nicht nachlassender Energie an den Wehrlosesten.“, so die Landesbischöfin. Sie denke an die Opfer von Krieg und Gewalt, Hass und Terror in unseren Tagen: in der Ukraine und in Russland, in Israel und Gaza, im kaum noch beachteten Bürgerkrieg im Sudan, in den blutigen Bandenkriegen in Nigeria. „Am Karfreitag erfahren wir Grundlegendes – über uns Menschen, aber auch über Gott. Denn wir sehen auch: Der Unmenschlichkeit von Menschen steht eine tiefe Menschlichkeit Gottes gegenüber.“, erklärt Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Im Geschehen am Kreuz sehen wir, wie Gott ist. Kein ferner Gott, der aus sicherer Distanz unserem Leben in seinen Höhen und seinen Abgründen zusieht.“, so die Landesbischöfin und betont: „In Jesus Christus teilt Gott auch unser Leid und unsere Angst – bis in den Tod. All das einzig und allein aus Liebe - aus Liebe zu uns Menschen. Denn gerade in schweren Stunden, in Krisen, in Einsamkeit und Ausweglosigkeit will Gott uns nahe sein.“

Helfend niederknien neben denen, die allein nicht mehr auf die Beine kommen

Den zahlreichen Kriegen, Krisen und Gewalttaten derzeit zum Trotz lade Christus am Kreuz mit weit ausgebreiteten Armen dazu ein, bei deren Überwindung an seiner Seite zu sein, erklärt Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Als Menschen, die nicht vor scheinbar übermächtigen Mächten und Gewalten in die Knie gehen, sondern helfend niederknien neben denen, die allein nicht mehr auf die Beine kommen.“, so die Landesbischöfin. „Friede sei mit euch!“ - so wird der auferstandene Christus seine Freunde grüßen. „Sein Friedensgruß erinnert nach den Schrecken von Gewalt und Tod daran, was für ein wahrhaft menschliches Zusammenleben von zentraler Bedeutung ist“, betont Kristina Kühnbaum-Schmidt.  „Einander Frieden zu wünschen. Einander zuzusagen und zuzusprechen: Ich will, dass Du in Frieden lebst. Als mein Nächster, als meine Nachbarin, als mein Mitmensch auf diesem verletzlichen und gefährdeten Planeten. Als Gottes Geschöpf unter Mitgeschöpfen wie ich selbst. Und ich will mein Bestes dafür tun, dass der Friede, den ich mir und meinen Liebsten wünsche, auch für Dich Wirklichkeit wird.“

Die Termine zu Gottesdienst und Andacht der Landesbischöfin an Karfreitag 2024

29.3.2024 || 10:00 – 11:00 Uhr

Die Landesbischöfin predigt im Gottesdienst zu Karfreitag im Schweriner Dom

Dom zu Schwerin, Am Dom 4, 19055 Schwerin

29.3.2024 || 16:00 – 17:00 Uhr

Die Landesbischöfin hält die Andacht zur Sterbestunde Jesu im Schweriner Dom

Dom zu Schwerin, Am Dom 4, 19055 Schwerin

Hinweis an die Redaktionen

Ein Audio mit den Kernaussagen der Landesbischöfin zu Karfreitag finden Sie unter dem Link „Botschaft der Landesbischöfin zu Karfreitag“.

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