Neue Rezepte für die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit?

„Gruß aus der digitalen Küche”

Grafik zur Jahrestagung Öffentlichkeitsarbeit der Kirchen

27. Februar 2018 von Lena Modrow

„Gruß aus der digitalen Küche – Neue Rezepte für die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit“ war der Titel der 52. Jahrestagung Öffentlichkeitsarbeit des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik. In Vorträgen und Workshops ging es um das  praktische Arbeiten im „Digital“ – nicht ohne Diskussionen.

Hannes Leitlein
Hannes Leitlein („Christ und Welt”) beim Netzwerk Öffentlichkeitsarbeit in Erfurt
Mehr Mut haben, das war das Leitwort des Publizisten Hannes Leitlein, der sich etwa ein Jahr nach seinem vielbeachteten Artikel „Ob ich schon wanderte im finster’n Digital“ damit auseinandersetzte, was nach der Diskussion nun eigentlich zu tun wäre. „Die Kirche tut, als wäre sie ein ewiger Ladebalken“, so Leitlein. „Sie sollte sich nicht lange Gedanken machen, sondern überhaupt erst mal ausprobieren“. Seine Ideen reichen von der Gründung eines Startups („Der verlorene Sohn“), über die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Netzwerken (z.B. "Freifunk" in Sachen WLAN) bis dahin, dass Kirche sich mehr für Gleichheit und Vielfalt einsetzen solle. „Kirche ist ja ein großes soziales Netzwerk“, sagt Leitlein. Sie müsse nur mit den Menschen, die schon da sind kommunizieren – und zwar in einer Sprache, die „anschlussfähig“ ist.

Arbeitsprozesse, transparent und offen

Zusammenarbeit und die Nutzung schon bestehender Strukturen war auch ein Thema, mit dem sich Harald Schirmer (Digitale Transformation bei der Continental AG) beschäftigte. Leute, die sich in den Bereichen des Digitalen auskennen, seien nicht unbedingt „da draußen“, sondern häufig durchaus schon in der Kirche bzw. im eigenen Unternehmen vorhanden. Und müssten eventuell nur noch individuell geschult werden. „Es geht um ein Umdenken, um das Verlernen“, so Schirmer. Mitarbeiter seien häufig darauf geschult, Probleme – etwa mit der IT – zu delegieren. Dabei würden sie sie in einem privaten Kontext auch selbst lösen. Doch das müsse im Arbeitsalltag erst wieder erlernt werden. „Aber eine Verhaltensänderung funktioniert nicht mal eben so“. Er empfahl unter anderem etwa „Working out loud“ von John Stepper, einer Arbeitsweise, bei der Mitarbeiter lernen, ein Netzwerk aufzubauen, um ein definiertes Ziel zu erreichen oder eine neue Fähigkeit zu erlernen, ganz transparent und offen.

Sich in die Debatte zur digitalen Kirche einmischen

Dazu gehört auch, bei der Digitalisierung sein Wörtchen mitzureden. Dazu forderte Dr. Ralph Charbonnier aus dem Kirchenamt der EKD auf. Zwar sei eine Arbeitsgruppe daran, ein umfassendes Papier zum Thema zu entwickeln. Doch: „Nicht die EKD allein kann mit 20 Leuten alle Fragen der Digitalisierung klären“, so Charbonnier. Theologen und weitere Experten am Schnittfeld von Informatik und Kirche sollen sich in die Debatte einmischen und eigene Beiträge veröffentlichen. Einfach „nur auszuprobieren“ sieht Charbonnier kritisch: „Die Kirche zeichnet aus, dass sie nicht nur tut, sondern auch reflektiert.“ Als Beispiel nannte er die Debatte um  die Frage der Nutzung bestimmter Messenger-Dienste und anderen sozialen Plattformen. „Wir denken, wir seien selbstbestimmt, aber wissen letztlich nicht, was mit unseren Daten passiert.“ Und prophezeite, dass man da in Zukunft noch negative Überraschungen erleben werde.

Whatsapp, Facebook und Mobile Reporting

Und trotzdem: Whatsapp und andere werden genutzt – etwa in der Gemeindearbeit. Während in der Podiumsdiskussion noch dazu geraten wurde, insbesondere Konfirmanden mit einem neuen Medienbewusstsein auszustatten, zeigte die Theologiestudentin Julia Schönbeck ganz praktisch, wie man tägliche Impulse über den Messenger versenden kann. So werden auch Menschen, die sonst nicht so viel mit Kirche zu tun haben, der Glaube näher gebracht.

Ralf Peter Reimann (Internetbeauftragter der Evangelischen Kirche im Rheinland) diskutierte mit seinen Teilnehmern, welche anderen Netzwerke außer Facebook für die kirchliche  Kommunikation noch passend sein könnten. Auch hier sollte es nicht nur eine Vernetzung nach außen, sondern auch nach innen geben. „Im Orchester spielt es sich besser“, sagte er. TV- und Videojournalist Martin Heller zeigte Mobile Reporting mit dem Smartphone, Esther Stosch vom Evangelischen Medienhaus in Frankfurt am Main „Das Video im Web“.

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