15. Dezember 2015 | Neustrelitz, Kapelle der Jugendanstalt

Hinter Mauern Verantwortung für die Freiheit einüben

15. Dezember 2015 von Gerhard Ulrich

Vortrag von Landesbischof Gerhard Ulrich vor Mitarbeitenden der Jugendanstalt Neustrelitz und der Justitzvollzugsanstalt Neubrandenburg bei einem Besuch der Jugendanstalt Neustrelitz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendanstalt Neustrelitz und der Justizvollzugsanstalt Neubrandenburg!

Ich danke sehr für die Einladung zu einem zweiten Besuch hier in der JA Neustrelitz und für die Möglichkeit, heute tiefer als bei meinem ersten Besuch bekannt zu werden mit Ihrer Arbeit, mit Ihren Maßnahmen. Ich habe heute sehr viel gelernt. Und ich bin beeindruckt von der hohen Qualität und Professionalität, mit denen den Gefangenen hier begegnet wird. Ich danke und weiß, dass es nicht eben selbstverständlich ist, dass ich als Bischof einer Landeskirche die Gelegenheit haben durfte, bei einer Therapieeinheit dabei zu sein. Eigentlich bin ich es, der Grund hat, zu lauschen und zu lernen.

Zu Beginn meines Besuchs haben wir darüber gesprochen, wie herausfordernd gerade diese Jahreszeit ist, in der wir in unseren Familien, Häusern, Städten und Gemeinden uns vorbereiten auf das Weihnachtsfest und Advent begehen in verschiedensten Formen: die Straßen sind weihnachtlich geschmückt, die Sinne werden angesprochen, Musik tönt: Vorfreude gewinnt Gestalt.

Für uns Christen ist dies die Zeit der Erwartung, der wartenden Erinnerung an das Kommen Gottes zu den Menschen. Gott wird Mensch, kommt herunter zu den Heruntergekommenen, bleibt nicht im Himmel. Er sucht die zuerst auf, die im Finstern sitzen, die gefangen sind und fremd, die ohne Hoffnung scheinen und sich sehnen nach Freiheit und Fülle.

Dieses Fest mit seinen Bildern von Fülle und Freude, Gemeinschaft und Frieden weckt bei allen Menschen – auch bei denen, die gar nicht glaubende Christen oder Kirchenmenschen sind, hohe Erwartungen. Es ist eine hoch emotionalisierende Zeit. Auch hier hinter den Mauern. Gefangene reagieren unterschiedlich. Manche gehen aus sich heraus, andere werden in sich gekehrt und ziehen sich zurück. Für Sie als Mitarbeitende ist in jedem Fall eine erhöhte Sensibilität gefordert. Keine leichte Zeit, die Zeit der Freude und Fülle an einem Ort, da diese Gefühle eher selten Grund und Anlass haben.

Ich bin nicht gekommen, um Ihnen Ihren Dienst zu erklären. Dafür bin ich natürlich nicht der Richtige. Aber ich bin gekommen, Ihnen zu danken für Ihren Dienst, den Sie hier leisten, und der Sie oft genug über die eigenen Grenzen hinaus fordert, und von dem so viele Menschen ganz merkwürdige Vorstellungen und Phantasien haben. Ich bin gekommen, Sie zu würdigen und Ihnen zu sagen, dass wir als Kirche Ihren Dienst an und mit den Menschen hier sehr zu schätzen wissen.

Ich will Sie also teilhaben lassen an den Gedanken, die ich mir im Vorfeld meines Besuches über Ihr Tun in der Jugendanstalt und in der Einrichtung in Neubrandenburg gemacht habe.

 

I.

Auf einer ziemlich guten Homepage für Evangelische Gefängnisseelsorge las ich folgenden Text:

„Wir haben einmal richtig Ärger bekommen, als unser Sohn, ein Kleinkind, unter den Tisch zu seinem Vater gekrabbelt ist. Wir wurden rausgeworfen und mein Sohn wurde dann noch durchsucht", so eine Frau, deren Mann in Deutschland inhaftiert ist.“

Dazu hieß es: „Die Fachtagung zur Gefängnisseelsorge – mit über 100 Teilnehmern – machte deutlich, unter welchem Druck Inhaftierte, Ihre Angehörigen und Freunde leben.“

Sie sitzen auf der anderen Seite des Tisches – zu der vielleicht ein Kleinkind krabbelt, auch wenn wir hier in einer Jugendanstalt sind und das vielleicht nicht so oft vorkommt, – trotzdem: Die Geschichte macht deutlich, unter welchem Druck auch Sie stehen. Sie müssen die Sicherheit gewährleisten und wollen und sollen gleichzeitig die Gefangenen begleiten – das ist vielleicht manchmal die Quadratur des Kreises.

Wer sich für ein Berufsleben im Justizvollzug entscheidet, der wird – völlig zu Recht – von unserem Staat gelobt. Gleichzeitig wird von ihm  ein hohes Maß an Nervenstärke und Belastbarkeit verlangt. Es ist ein anspruchsvolles und sicher auch interessantes Arbeitsfeld – und ein schwieriges, sicher eins der schwierigsten, die der öffentliche Dienst zu bieten hat. Denn sobald zum Dienstantritt sich hinter Ihnen das Tor schließt, arbeiten Sie sozusagen unter Verschluss, immer findet Ihr Dienst in einer besonderen, angespannten Situation statt. „Normalität“ heißt für Sie etwas völlig anderes als in anderen Arbeitsfeldern. Ich vermute, dass Sie sich in Ihrem privaten Umfeld auch den einen oder anderen „Witz“ anzuhören haben, dessen Komik sich Ihnen vielleicht gar nicht immer erschließt.

Sie arbeiten mit Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen straffällig geworden sind. Menschen mit ganz verschiedenen Biographien, von denen viele von Kindheit an schwierige Erfahrungen gemacht haben, benachteiligt wurden, familiäre und finanzielle Schwierigkeiten oder Suchtprobleme haben.

Sie sollen Sicherheit gewährleisten und den inhaftierten Menschen neue Chancen eröffnen. Zu Ihren Aufgaben zählen nicht nur die Betreuung, Versorgung und Sicherung der Gefangenen. Ihre wichtigste Aufgabe ist vielmehr, positiv auf die Gefangenen einzuwirken und ihre Resozialisierung und Reintegration zu fördern. Auf ein Leben in der Freiheit vorbereiten – wissend, dass so mancher Ihrer Schutzbefohlenen eben in der Vergangenheit gerade mit dieser Freiheit nur schlecht zurechtgekommen ist. Das tun Sie mit Menschen, die mitunter schwer zu erreichen sind – oder gar unerreichbar erscheinen. Sie haben diese Spannung mit auszuhalten: die Sehnsucht nach der Freiheit und zugleich nicht selten die Angst vor der Erfüllung dieser Sehnsucht. Hier, hinter den Mauern, gilt es, die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass Entwicklung möglich ist, als wäre die Mauer nicht da. Ein Labor für die Freiheit. Dabei ist die Mauer immer die eigentliche Realität, das alltägliche Leben hat wenig nur mit dem zu tun, was Sie nach Feierabend, wenn wieder das Tor hinter Ihnen verschlossen wird, erleben. Der Begriff der „Schlüsselgewalt“ – er bekommt hier an diesem Ort und für Sie eine ganz eigene Bedeutung. Es ist tatsächlich ein Stück Macht – und zugleich Schutz und Selbstschutz.

Vom Wecken bis zum Nachteinschluss: Sie haben die Verantwortung gegenüber den Gefangenen. Von Ihnen hängt nicht unerheblich ab, wie sich sein oder ihr Weg nach draußen entwickelt. Sie sind Ansprechpartner und Bezugsperson für die Nöte der Inhaftierten – auch sicher für die Stimmungen und Schwankungen, für Wut, Traurigkeit, Klage, Aggression. Nähe und professionelle Distanz sind wichtig und schwierig zugleich, Erfahrungen von Macht und Ohnmacht stehen quer dazu.

Durch ihre große Verantwortung und das hohe Engagement für Ihre Klientel sind sie auf besondere Weise gefordert. Durch die tiefen Einblicke in schwierige Lebensumstände oder -schicksale von Menschen, den Kontakt mit Suchtmittelabhängigkeit, psychischen und physischen Erkrankungen und nicht zuletzt durch die Aggressivität, mit der sie konfrontiert werden, werden Sie immer wieder herausgefordert. Der Balanceakt zwischen Nähe und Distanz, zwischen Engagement und Abgrenzung ist zu meistern, um nicht „auszubrennen“ und dauerhaft zu erkranken. Gefangene und Leitung erwarten von Ihnen Engagement und professionelles Handeln, viele Hände greifen nach jeder Fachkraft. Das kann überfordern und auch krank machen.

Manche mögen sich mitgefangen fühlen. Hohe Krankenstände und längere Fehlzeiten aufgrund von Stress; Mitarbeitende, die bereits die „innere Kündigung“ ausgesprochen, die „Fluchtgedanken“ haben, nur noch Dienst nach Vorschrift leisten; die – aus Selbstschutz – einen ständigen Zynismus an den Tag legen, die demotiviert und nicht mehr kreativ sind – so etwas gibt es hier hoffentlich nicht. Dort wo es an den Tag tritt, kostet es die Kollegen viel seelische Kraft.

 

II.

Wer viel Feuer für seine Arbeit entwickelt, muss für ausreichend Brennstoff sorgen. Was aber ist guter Brennstoff für die Fachkräfte in den Justizanstalten?

Es gibt viele Weiterbildungsangebote für Sie – alle finde ich wichtig. Natürlich gerade in den Bereichen Sicherheit, Selbstverteidigung und Zugriff, Drogen und Stoffkunde, Feuerlöschtraining, Fahrsicherheitstraining, Haftraumrevisionen , Vernehmungen und Anhörungen, Verhalten bei Geiselnahmen. Deeskalation statt Eskalation in Krisensituationen. Eben die verschiedensten Krisensituationen zu beherrschen, hier die Sicherheit zu garantieren. Diese Bereichsbezeichnungen zeigen ja allein schon auf, dass Misstrauen die vornehmliche, naheliegende Haltung ist, das ständige „Auf der Hut Sein“, Achthaben auf plötzliche Eskalationen; rechnen mit Ausbrüchen in mehrfacher Bedeutung des Wortes. Klar: die Menschen hier wollen vor allem eins: nicht hier bleiben, raus, zu den ihren, folgen den eigenen Bildern von Freiheit und Eigenständigkeit.

Doch woher bekomme ich die Grundhaltung? Woher die Kraft, die Orientierung, in solchen kritischen Situationen „Ja“ zu sagen zu meiner Verantwortung – und auch zu meinen Grenzen. Da geht es noch um etwas anderes, als um die Techniken der Konfliktlösung, des Krisenmanagements, so wichtig sie sind.

Und daneben der ganz normale Alltag in der JVA, der doch ganz anders – gewissermaßen unnormal ist – verglichen mit dem Leben da draußen. Woher bekomme ich die Kraft, hier die Gefangenen zu begleiten?

 

III.

Ich möchte Ihnen eine Geschichte aus der Bibel erzählen, aus dem Neuen Testament, eine Geschichte, die auf den ersten Blick im starken Kontrast steht zu unserem heutigen modernen Leben.

Matthäus 10, 5-14.16 (Aussendung der Zwölf):

 „Diese Zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Geht nicht den Weg zu den Heiden und zieht in keine Stadt der Samariter, sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel.

Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus. Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch.

Ihr sollt weder Gold noch Silber noch Kupfer in euren Gürteln haben, auch keine Reisetasche, auch nicht zwei Hemden, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert.

Wenn ihr aber in eine Stadt oder ein Dorf geht, da erkundigt euch, ob jemand darin ist, der es wert ist; und bei dem bleibt, bis ihr weiterzieht. Wenn ihr aber in ein Haus geht, so grüßt es; und wenn es das Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.

Und wenn euch jemand nicht aufnehmen und eure Rede nicht hören wird, so geht heraus aus diesem Hause oder dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“

Sie, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, stehen mitten im heutigen Leben, auch wenn es ein Leben ist an einem besonderen Ort. Und dann dieser Text: altertümlich. Sie wollen und sollen die Häftlinge vorbereiten auf ein Leben draußen, im beginnenden 21. Jahrhundert. In einer Gesellschaft, die gerade wieder auf dem Sprung ist. Hinein in die digitale Revolution. Und dann dieser archaische Text.

Aber vielleicht gibt es eine heimliche Nähe zwischen den Wanderpredigern der frühen Christenheit, um die es hier geht, und einem Justizvollzugsmitarbeiter?

Jesus gibt seinen Jüngern hier Anweisungen: So sollt ihr euch ausrüsten, wenn ihr meine Botschaft weitertragt. Kein Gold, kein Silber, kein Kupfer im Gürtel. „Das haben wir hier doch eh‘ nicht“, werden Sie jetzt vielleicht einwenden. „Und eine goldene Nase kann man sich hier auch nicht verdienen – okay, anständige Bezahlung: ja, aber nicht das.“ Doch, halt! Das sind die Metalle, aus denen damals die Münzen geschaffen wurden; und sie wurden im Beutel am Gürtel getragen. Also: Geht ohne Geld zu den Leuten. Auch keine Reisetasche, nicht zwei Hemden, keine Schuhe, keinen Stecken. Es geht nicht darum, dass Sie toll sind, äußerlich beeindruckend. Es geht um das, was Gott Ihnen mitgibt, über das sie aber nicht nach Belieben verfügen können.

Ein Mitarbeiter in Neustrelitz oder Neubrandenburg, der den ganzen Tag zwischen den verschieden Bereichen hier pendelt. Das ist schon ein Wanderer. Und am Morgen wird er präzise überlegen, was er erreichen will, was er mitnimmt. Genau das, was ich brauche. Nicht mehr. Gute Arbeit zielt aufs Wesentliche: Knapp, klar. Kein Firlefanz. Das erinnert schon an die Kargheit der ersten Wanderprediger, der ersten Gemeinden. Aber Jesus geht es nicht um Fragen der Ausrüstung. Und primär geht es Ihnen auch nicht um Methodik und richtige Planung. So wichtig, wie es ist. Das sind Mittel für etwas anderes: Die Menschen, die ihnen anvertraut sind. Ihnen zu begegnen, jeden Tag neu. Offen, freundlich, zugewandt. Empathisch, mitfühlend – und doch als klares Gegenüber. Ich stelle mir vor, dass geht selten wirklich locker. Darum geht es, denke ich mir, Ihnen. Und Menschen sind nicht leicht zu gewinnen, gerade wenn sie Schwierigkeiten haben – und deshalb Schwierigkeiten „machen“. Ich glaube, das ist die richtige Reihenfolge. Menschen machen Schwierigkeiten, weil sie welche haben. Und diese Menschen kommen zu Ihnen. Nicht freiwillig. Klar. Sie haben ja so viele und auch oft schlimme Schwierigkeiten gemacht, dass sie gemaßregelt werden müssen. Das Gefängnis – eine Art Rettungsanker – so versteht es vielleicht der Idealismus der Vollzugstheoretiker. Die Gefangenen sehen das sicher in der Regel anders, und es ist ein langer, schwieriger Weg mit Rückschlägen, mit Auf und Ab , bis ein Gefangener begreift, dass der Aufenthalt hier hinter den Mauern ihm gut tut – besser als außerhalb jedenfalls. Aus dem Blickwinkel der Gesellschaft ist hier doch ein Ort, der die Gesellschaft vor jenen schützt, die sich nicht an die Regeln gehalten haben.

Das alles bedeutet Mühe, Anstrengung für Sie. Und es kann sein: Trotz aller Anstrengung, allen Engagements: Die Resozialisierung gelingt nicht. Am Ende bleibt dann Enttäuschung für alle: Vorwürfe stehen im Raum, belasten. Selbstvorwürfe und Vorwürfe anderer gegenüber der Einrichtung. Das schmerzt. Das tut weh. Da kann man sich auch als Schaf unter den Wölfen fühlen, wenn Vorwürfe von allen Seiten kommen.

Die gleichen Erfahrungen machen die Jünger Jesu. Jesus sendet sie aus. Schickt sie los. Zu den Menschen. Sie sollen ihnen etwas bringen, mit ihnen etwas machen. Sie vorbereiten auf die Freiheit, die bestimmte Werte und Regeln braucht. Sie haben eine Botschaft. Vom Reich Gottes, das jetzt schon beginnt und die Gequälten aufrichtet.

So gehen auch Sie in ihre Arbeit hinein. Haben ein Ziel, wollen den Gefangenen etwas bringen, mit ihnen zusammen etwas erreichen. Jesus schickt die Zwölf auf einen Weg, der nicht leicht ist. Geht in die Häuser, geht in die Zellen, versucht Frieden auszubreiten, arbeitet mit jedem, der es wert ist – und wert ist, wer Sie anschaut und hofft.

Wichtig ist: Jesus schickt seine Leute nicht allein. Er sendet sie als Gruppe, als Team, das sich gegenseitig stärken kann. Da gibt es Hürden, da gibt es Rückschläge für Sie. Gemeinsam lassen sie sich besser aushalten.

Aber die Zwölf, alle, die Menschen etwas bringen wollen, auch Sie, haben das Recht, nach belastenden Erfahrungen den Staub von den Füßen zu schütteln. Zurückzulassen, was belastet hat. Den Frieden, den sie bringen wollen, wieder mitzunehmen, um ihn woanders wirken zu lassen, wenn er an einem Ort missachtet oder nicht wertgeschätzt ist. Ihre Aufgabe ist nicht: dennoch weiter machen. Nicht: trotzdem weitermachen. Nicht: als angeschlagener Boxer, der wieder aufstehen muss, sich weiterquälen muss. Nicht: weitermachen. Sondern: Du hast das Recht, neu anfangen. Davon erzählt die Geschichte. Mit dir selbst neu anfangen. Mit den Menschen, die dir anvertraut sind. Mit den Kollegen. Dazu gehört auch das Recht, sich eine neue Aufgabe zu suchen und hier neu anzufangen. Neu anfangen, das dürfen Sie!

Und Sie gehen diese Wege nicht allein. Da ist das Versprechen aus der Geschichte: Ihr seid nicht allein unterwegs. Ich sende euch nicht nur – ich bin bei euch. Ich lasse euch nicht. Der, der lebt, ist mit uns: der auferstandene Christus ist bei uns, hier in der Jugendanstalt Neustrelitz. Sichtbar. Spürbar. In jedem Menschen, der von ihm bewegt ist. In jedem guten fachlichen Rat einer Kollegin, in jeder Begegnung, die stärkt, in der Begegnung, die wir heute miteinander haben, in den Gottesdiensten hier: in seinem Wort, in dem Abendmahl, in Vergebung und Versöhnung. Darum können wir neu anfangen, uns neu auf den Weg machen, losgehen, weitergeben, was uns anvertraut ist. Grenzen überwinden hin zu Menschen, von denen andere sagten: Die erreicht man nicht.

Das ist ja das Zentrum der Biblischen Botschaft – die übrigens auch jenen einleuchtet, die nicht glauben, die aber dennoch wissen, dass wir ohne Werte nicht auskommen: es ist das Menschenbild, das geprägt ist von der jüdisch-christlichen Kultur. Und dieses Menschenbild geht davon aus, dass wir Menschen letztlich von Voraussetzungen leben, die wir nicht selber uns schaffen. Sie sind uns gegeben. Oder manchmal sind sie uns auch vorenthalten. Wer sein Leben leben muss ohne die Erfahrung von Liebe oder Wertschätzung; wer sein Leben leben muss mit ständig drohender Gewalt – der hat gelernt: Der Stärkere gewinnt. Was ich brauche zum Leben, muss ich mir nehmen. Geschenkt wird nichts. Ich muss mich wehren, ich muss mich durchsetzen. – Der wird eben dieses Bild vom Menschen und von der Welt haben, in der Freiheit etwas ist, was man sich nehmen muss, erstreiten. Und in der Freiheit abgelöst ist von ihrem Zwilling: der Verantwortung nämlich.

Das Biblische Bild vom Menschen aber geht davon aus, dass jeder Mensch ein liebenswertes Geschöpf ist, eines, das seinen Wert hat unabhängig von seiner Leistung, seinem Wissen, seinem Wohlverhalten. Jeder Mensch hat unverwechselbare Gaben und er hat das Recht, diese Gaben zu entfalten.

So sehr dieses Bild vom Menschen weiß, dass jeder Mensch lebt aus der Liebe, die geschenkt ist, aus der Zuwendung, die in ihn investiert ist, weiß es eben auch davon zu erzählen, dass kein Mensch aufgeht in dem, was er tut, weiß, kann oder darstellt. Und das heißt für die Menschen, die Ihnen anvertraut sind, eben auch. Jeder Mensch ist mehr als die Summe seiner Taten – mehr als die Summe seiner Guttaten und mehr als die Summe seiner Untaten.

Das ist etwas, was ich vorhin in der Therapieeinheit, in dem kleinen Rollenspiel gesehen habe: „Ablehnen“ war der Titel des Rollenspiels, in dem einer den Verführungsversuchen zweier sogenannter „Kumpels“, doch mit ihnen Alkohol zu konsumieren, widerstehen und das Ablehnen üben sollte. Es war zu spüren, dass diese Übung für den jungen Mann keineswegs nur ein Spiel war; es war eine bitter ernste Erfahrung: Kann ich standhalten? Fast stereotyp wiederholte er: ich will nicht; ich weiß, dass es nicht gut ist für mich; ich bin Vater eines Sohnes, um den ich mich kümmern will; ich will nicht wieder in die alte Spur… Er hat es geschafft, nicht zu der angebotenen Flasche zu greifen. Und er hat mit seinen wiederholten Worten genau diese Erfahrung sich vor Augen zu führen versucht: Ich bin mehr als meine Sucht. Ich bin auch der, der ablehnt. Ich bin auch der Vater. Ich gehe nicht auf in dem, was mich hier hereingebracht hat. Ich kann auch raus.

Das war Schwerstarbeit für diesen jungen Menschen. Arbeit, die sich lohnt. Und für die er Begleitung und Hilfe braucht. Man kann auch sagen: für die er unsere Liebe braucht.

Wir Menschen legen einander gern fest auf das Bild, das wir voneinander einmal gewonnen haben. Wir rechnen nicht ehrlich genug mit der Möglichkeit des Wandels oder der Entfaltung.

Die Herausforderung, vor der Sie täglich stehen, ist genau dies: sich die Freiheit zu bewahren, in dem Schutzbefohlenen eben mehr zu sehen als die Taten, für die er hier einsitzt. Und das ist eine Höchstleistung. Denn immer geht es ja um die Taten, alles kreist sozusagen um die Vergehen, um Schuld. Und Sühne.

Vergeben im christlichen Sinn heißt ja nicht: vergessen, Schwamm drüber. Vergeben setzt immer Reue und Buße voraus. Aber die Chance zu Neuanfängen haben wir niemandem zu verwehren. Da gibt es immer das irdische Gericht, das irdische Recht, das Recht bleiben muss. Es gibt aber auch das Unverfügbare. Alles Recht ist abgeleitetes Recht.

Und das gilt eben nicht nur für die Gefangenen, nicht nur für die eine Seite der Mauer: das gilt auch für die andere Seite, auch für Sie – jeden Tag neu.

 

IV.

Kirche ist da für Menschen in schwierigen Situationen. Für die Gefangenen. Natürlich! Für die Mitarbeiter in den Justizvollzugsanstalten auch. Natürlich! Ihr ganz normaler Alltag ist ein ganz besonderer. Wo Menschen die Freiheit beschränkt wird. Und das aus guten rechtsstaatlichen Gründen. Straftaten müssen geahndet werden. Sie schaden unserem Zusammenleben. Menschen wollen und brauchen Gemeinschaft. Wir sind Individuen und gleichzeitig soziale Wesen. Wir sind keine Sozialatome, die durch eine anonyme Gesellschaft fliegen, bis sie vor lauter Selbstverwirklichung verglühen. Nein, Wir sind Gemeinschaftswesen. Wir brauchen Zusammenhalt. Und darum sollen die guten Regeln unseres Zusammenlebens nicht verletzt werden.

Das ist der große Neuanfang, auf dem Sie die straffällig gewordenen Menschen begleiten, auf dem Weg wieder hinein in diese Gesellschaft, diese Gemeinschaft, mit der sie sich angelegt haben. Und diese Aufgabe ist nur zu bewältigen, wenn Sie sich leiten lassen von einem Bild vom Menschen, das mehr ist als die Abbilder, mit denen Sie zu tun bekommen und zu tun haben. Da ist scheinbar ja nicht viel Gemeinsames zwischen den Menschen diesseits und jenseits der Mauern. Aber doch dies eine: alle Menschen sind gleichermaßen davon abhängig, dass sie anerkannt und wertgeschätzt werden, dass sie ernstgenommen und geduldet sind. Und wir sind alle gleichermaßen davon abhängig, dass man uns vergibt. Denn, so sagt es Martin Luther: wir sind allzumal Sünder, allesamt. Aber wir sind nicht nur Sünder, sondern zugleich auch gerechtfertigt – das meint: angenommen, geliebt so, wie wir sind, mit unseren Stärken und Schwächen. Es gibt niemanden, der nicht Schwächen hätte. Es gibt aber auch niemanden ohne spezifische Stärken.

Wir alle leben davon, dass wir immer wieder neu anfangen dürfen. Neuanfänge sind nicht nur Chancen, sind auch das Recht dieser Menschen – so wie Sie als Mitarbeiter immer wieder neu anfangen dürfen. Das könnte sie, die Menschen, mit denen Sie hier arbeiten, und uns alle einen, zusammenführen: die Erfahrung, wir brauchen immer wieder Neuanfänge, sollen und dürfen aufbrechen, neue Horizonte entdecken.

Ich glaube, es ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, Menschen bei ihrem Neuanfang zu begleiten. Dass Sie diese Aufgabe anpacken, es Tag für Tag versuchen, dafür danke ich Ihnen als Landesbischof der Nordkirche herzlich!

Und wir begleiten Sie als Nordkirche auf diesem Weg. Pastor Vogel steht an Ihrer Seite. Und sein katholischer Kollege, Bruder Gabriel Zörnig, ebenso,in ökumenischer Verbundenheit.

 

V.

Was wir als Kirche tun können und vertreten, ist der ständige Austausch über genau diese Werte und Bilder, die uns leiten. Und die doch immer wieder durch konkrete Erfahrungen gestört oder beeinflusst oder auch verändert werden. Was wir können, ist das empathische Hinhören. Jeder Mensch, der mit Menschen arbeitet – vor allem mit Menschen in Extremsituationen – braucht Raum, loszuwerden die Bilder und Eindrücke, die Erfahrungen und Sehnsüchte, die Gefühle, die in ihm oder ihr einwohnen. Braucht Raum, um immer neu die professionelle Distanz herzustellen; braucht Raum, um immer wieder sicherzustellen, dass die eigene Person geschützt bleibt. Jeder Mensch, der mit anderen Menschen beratend arbeitet, braucht Supervision, Coaching.

Kirche bietet aber auch den Raum für Rituale, für die Pflege dessen, was eine Gemeinschaft gemeinsam trägt, Werte, die nicht ständig neu verhandelt werden müssen.

Die Gefängnisseelsorge ist der ganz eigene und unverwechselbare Beitrag der Kirchen in den Vollzugsanstalten. Nicht besser, nicht richtiger als die anderen Maßnahmen. Aber ein wichtiger Mosaikstein in dem ganzen Bild des Dienstes. Und dieser Beitrag ist auch verstanden als ein Beitrag, der Sie in Ihrem Dienst entlasten und begleiten kann. Seelsorge nämlich begibt sich in der Beziehung zu den Menschen auf eine ganz eigene Ebene: Unabhängig von internen Abhängigkeiten ist die Seelsorgerin oder der Seelsorger zwar gebunden an die dienstlichen Abläufe. Er oder sie hat zu achten die Richtlinien, vor allem den rechtlichen Rahmen des Vollzugs. Aber er oder sie ist ebenso gebunden an das Seelsorge- oder gar Beichtgeheimnis. Insofern ist diese Ebene eine komplementäre zu den anderen Ebenen innerhalb des Vollzugs. Hier kann Vertrauen wachsen, das auch an anderen Orten hilfreich sein kann: wenn nämlich der oder die Gefangene sich zu öffnen wagt in einer Weise und in einem Umfang, wie es zu anderen in der Anstalt nicht immer gelingt. Hier können Dinge zur Sprache kommen, die belasten oder umtreiben, die blockieren oder ängstigen.

Seelsorge im Gefängnisist wie alle Seelsorge geleitet von der Botschaft der Liebe und der Zuwendung Gottes zu den Menschen. Was Seelsorgerinnen und Seelsorger „imitieren“, ist die Empathie Jesu, der ein Freund der Schwachen, ein Freund der Sünderinnen und Sünder ist. „Ich war ein Gefangener und ihr habt mich besucht“, sagt Jesus zu seinen Jüngern. Und dann: „Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, habt ihr mir getan.“

Das ist sozusagen der kurz gefasste Seelsorgeauftrag, den Jesus den Seinen gibt: Geht hin, hört hin. Und mehr noch: Indem Jesus sagt, das Handeln an den Schwachen sei gleichzusetzen mit dem Handeln an ihm, dem Heiland selbst, kommt mehr als Mitleid dabei heraus. Hier geht es um Einfühlung, gar um Identifikation. Der Seelsorger, die Seelsorgerin gibt sich ganz hinein in die Geschichte des Menschen, der sich an ihn oder sie wendet. Er oder sie versucht, zu verstehen und aus dem Verstehen heraus zu raten, zu begleiten, auch zu ermahnen.

Von Jesus sind Geschichten erzählt, wie er sich ganz gezielt zu jenen begibt, die sich außerhalb des Gesetzes bewegen. Der Zöllner Zachäus zum Beispiel wird von Jesus zu Hause besucht. Hier ist Jesus ganz der einfühlsame Seelsorger. Er nimmt den Mann, der wegen seiner betrügerischen Handlungsweise ausgegrenzt ist, mit dem niemand zu tun haben will, ernst. Er hört ihm zu. Und dann sagt er nicht etwa: „Ist alles nicht so schlimm, wird schon werden, du bist ganz okay.“ – Er konfrontiert ihn mit seiner Schuld und fordert ihn auf, entstandenen Schaden etwa wieder gutzumachen. Erfolg: Der Mann ist total überrascht. Solche Zuwendung erfährt er zum ersten Mal. Und so kann er ein neues Verhältnis zu sich und auch zu seiner Schuld bekommen, kann zu ihr stehen, zu der dunklen Seite stehen. Und dann liegt vor ihm die Chance, neu anzufangen.

Als Jesus zu anderer Gelegenheit sich in die Verhandlung um eine Ehebrecherin einmischte, die das Volk zu steinigen bereit war, verwies er zunächst auf die Schuldhaftigkeit der anderen: „Wer unter euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!“

Und dann nahm er die Frau beiseite, redete mit ihr, hörte ihre Geschichte und sandte sie dann fort in ihren Alltag: „Sündige hinfort nicht mehr!“

Die Bereitschaft zur Umkehr ist in der Bibel immer eine Voraussetzung der Vergebung, des Neuanfangs. Das gilt für jede Form und jeden Weg der Resozialisierung bis heute: ohne Anerkenntnis der eigenen Schuld, ohne Reue kein Neuanfang. Konfrontation mit der Schuld, mit den eigenen Anteilen ist immer Gegenstand der Seelsorge. Sie wird, will sie ernstgenommen sein, nie beschönigen. Aber sie wird ehrlich zu Grunde legen die Überzeugung: niemand ist ohne Schuld; und niemand, der schuldig wird, ist seine Schuld. Da ist immer mehr als Schuld und Versagen.

So will die Gefängnisseelsorge ein ganz eigener Beitrag der Kirche sein im Dienst an den Gefangenen und am Rechtsstaat. Denn auch Seelsorge bleibt gebunden an das Recht natürlich.

Und Gefängnisseelsorge ist nicht denkbar ohne die Vernetzung mit Ihnen allen, mit Ihrem Dienst  und sie versteht sich immer auch als ein Angebot an alle, die in den Anstalten und Einrichtungen Dienst tun.

Ich habe Ihnen meine Sicht und mein Verstehen der Dinge dargestellt. Beides, Sicht und Verstehen verdanke ich vielen von Ihnen, die mich bei meinen Besuchen begleiten. Mir ist das Gespräch mit Ihnen nun wichtig. Lassen Sie uns miteinander reden. Ich möchte von Ihnen hören, wo sie Unterstützung durch Kirche haben möchten. Bei welchen Neuanfängen Kirche dabeisein soll. Unterstützung, die ein anderes Gebiet abdeckt, als die guten Seminarangebote, die Sie schon haben. Wo die Zweifel, die Sie haben, offen ausgesprochen werden können. Wo Sie erzählen können, mit welchem Enthusiasmus Sie in einer Strafanstalt begannen und wie Sie sich jetzt, vielleicht zwanzig Jahre später fühlen. Wo Sie über Verletzungen und Demütigungen sprechen können. Über Ohnmacht, die Sie erfahren haben, und wie Sie vielleicht mit Macht darauf reagierten und wie es vielleicht schief ging – und keiner weiß es wirklich. Und wir dann überlegen, wie man da rauskommt, wie man nach solchen Erfahrungen neu anfängt.

Die Nordkirche hat viele Tagungs-und Seminarhäuser. Einfühlsame Pastorinnen und Pastoren sind dort als Referenten. Die Gefängnisseelsorger in der Nordkirche sind als Arbeitsgemeinschaft organisiert. Ich bin mir sicher: hier lassen sich neue Angebote entwickeln, die die guten, die Sie schon haben, ergänzen. Dies in verantwortlicher Zusammenarbeit mit dem Justizministerium. Und im intensiven Gespräch mit allen Beteiligten. Dafür bin ich hierhergekommen. Lassen sie uns miteinander sprechen, darüber, was Ihren Alltag beschwert, was Sie sich wünschen, wo Kirche helfen kann und wie Sie auch selbst einen Beitrag leisten können. Auf das Gespräch mit Ihnen freue ich mich.

Vielen Dank für Ihr Zuhören.

Datum
15.12.2015
Quelle
Stabbstelle Presse und Kommunikation
Von
Gerhard Ulrich
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