Austausch über Leitungsverantwortung

Landesbischöfin besucht Führungsakademie der Bundeswehr

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt trifft Teilnehmer eines Lehrgangs in der Führungsakademie der Bundeswehr.
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt trifft Teilnehmer eines Lehrgangs in der Führungsakademie der Bundeswehr. © Katharina Roggmann, Führungsakademie der Bundeswehr Hamburg

14. Januar 2022 von Annelie Haack

Wie werden Führungskräfte auf ihre Leitungsposition vorbereitet? Und wie ist der Umgang mit Fehlern? Bei ihrem Besuch der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg tauschte sich Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt mit Spitzenkräften der militärischen Ausbildungsstätte über das Führungsverständnis von Bundeswehr und Kirche aus.

Die Führungsakademie der Bundeswehr ist die höchste militärischen Ausbildungseinrichtung in der Bundesrepublik. Doch wie lernt es sich hinter den Kulissen? Beim Besuch der Landesbischöfin ging es vor allem um das Thema „Führungsverständnis und Leitungsverantwortung“. Nach einem ersten Gespräch mit dem Kommandeur, Generalmajor Oliver Kohl, traf sie Teilnehmende des Basislehrganges Stabsoffiziere.

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Dr. Hartwig von Schubert (ehemaliger Militärdekan), Jörn Thießen (Leiter der Fakultät für Politik, Strategie und Geisteswissenschaften), Dr. Lars Charbonnier (Geschäftsführer der Akademien für Kirche un
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Dr. Hartwig von Schubert (ehemaliger Militärdekan), Jörn Thießen (Leiter der Fakultät für Politik, Strategie und Geisteswissenschaften), Dr. Lars Charbonnier (Geschäftsführer der Akademien für Kirche und Diakonie), Oberst Michael Strunk und Generalmajor Oliver Kohl. © Katharina Roggmann, Führungsakademie der Bundeswehr Hamburg

Führen im Homeoffice beschäftigt Teilnehmer

Diese lernen während ihrer dreimonatigen Weiterbildung unter anderem verschiedene Methoden der Projektarbeit kennen. Während des Besuches der Landesbischöfin stand „Open Space“ auf dem Lehrplan, eine Methode der Großgruppenmoderation die beispielsweise eingesetzt wird, um Konferenzen zu strukturieren.

Dabei schlagen die Teilnehmenden eigene Themen vor und gestalten dazu je eine Arbeitsgruppe aus. So kamen an diesem Tag Themen wie „Home-Office – Eine Herausforderung in der Führung“, oder „Führen und Entscheiden: Gefahr für die Karriere?“ auf das Flipchart.

Fehler im Militäralltag oft folgenschwer

In einer Runde ging es um das Thema: „Fehlerkultur“. Wie wird innerhalb der Bundeswehr mit Fehlern umgegangen? Sind Fehler etwas Positives, aus denen man lernen kann? Oder sind Fehler immer menschliches Versagen, welches berufliche Folgen haben muss? Beim Erfahrungsaustausch herrschte vor allem Einigkeit darüber, dass Fehler im militärischen Bereich oft auch gravierende Konsequenzen haben können.

Vergebung gehört zu unserer Kultur.

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt

Auf die Frage, wie in der Nordkirche mit Fehlern umgegangen wird, antwortete die Landesbischöfin: „Vergebung gehört zu unserer Kultur. Im Umgang mit Fehlern verfolgen wir das Ziel, offen und klar, und ebenso barmherzig und kollegial zu sein.“

Verantwortung übernehmen

In einer abschließenden Gesprächsrunde zum Thema “Ethik des Führens“ kamen Angehörige der Fakultät Politik- Strategie- und Gesellschaftswissenschaften, der Militärseelsorge und der Akademieführung zur intensiven Diskussion und zum Erfahrungsaustausch zusammen. Wie gehen die sehr unterschiedlich organisierten Institutionen – Kirche und Bundeswehr – mit den Themen Führung, Entscheidungsfindung und Verantwortung um? 

Vergleichbare und auch gemeinsame Fragen waren beispielweise, wie die Ergebnisse guter Analysen und Expertise auch zielorientiert umgesetzt werden können. Oder wie Initiativen gebündelt und genutzt, Entscheidungsräume angenommen und Verantwortung übernommen wird.

Militärseelsorge ist bereichernd

Schließlich wurde auch über die Bedeutung ethischer Fragen in der Ausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr diskutiert. Dabei hoben die Teilnehmer vor allem die Militärseelsorge in den Einsätzen wertschätzend hervor. Sie sei eine wirkungsvolle Klammer über konfessionnelle Bindungen hinweg. 

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